„… und was ist Networking nicht!“ – Darüber machten sich Nicole Arnitz und Hannes Offenbacher bei „Besser gehts immer“ Gedanken.

Eine gute Serie der beiden Netzwerkprofis mit vielen Tipps vor allem aber auch Tabus, Fettnäpfchen und absolutem Fehlverhalten, wie es uns allen leider Tag für Tag immer wieder begegnet. Basis für die „7 Gewohnheiten wirklich schlechter Networker“ sind Arbeiten von Scott Ginsberg, „The Nametag Guy“ (da muss dieses Video dazu…)

Ein Lesetipp in 7 Teilen:

  • Die Einstellung
    Unglücklicherweise haben schreckliche Networker einfach die falsche Einstellung. Wenn Sie jemals schon in einer „Networking“ Funktion aktiv waren, haben Sie vermutlich mit folgenden verschiedenen Networking-Typen Bekanntschaft gemacht…
  • Einen Brunnen graben wenn man Durst hat
    „Meine Verkäufe sind gesunken. Mein Chef sitzt mir im Rücken. Ich muss mich wieder aufraffen und möchte mit „Networking“ wieder durchstarten!“
  • Karten austeilen
    „Hier ist meine Karte. Rufen Sie mich an, wenn Sie einen Designer suchen! Bis später.“
  • Unprofessionelle Information
    Ich habe nichts gegen AOL, Hotmail, Yahoo oder GMX. Aber wenn möglich (und es MUSS möglich sein), dann organisieren und benutzen Sie immer (IMMER!) seriöse Email Adressen, welche auch mit der Internetadresse ihres Unternehmens übereinstimmen.
  • Beim Falschen Unternehmen sitzen
    Wirklich schreckliche Networker nehmen nicht nur in Begleitung ihrer Freunde und Arbeitskollegen an Veranstaltungen teil, nein, sie sitzen auch gemeinsam beim Essen, stehen gemeinsam beim Cocktail, verbringen einfach die ganze Zeit miteinander.
  • SmallTalk ist etwas für Flaschen
    Wirklich schreckliche Networker vergessen den Smalltalk. Es ist für sie Zeitverschwendung.
  • Grenzen im Kopf
    Wirklich schreckliche Networker glauben, dass es nur eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ort für „Networking“ gibt.

Zu den 7 Punkten eine abschließende Frage: Ist wirklich jede(r) zum Netzwerken geboren? Gibt es nicht Menschentypen, denen genau das ein Gräuel ist, die aber dafür auf einem ganz anderen Gebiet ihre Stärken haben? Richtig! Aber umso wichtiger all das zu erkennen, daran zu arbeiten und gezielt einzusetzen (vgl. Typologien-Grundkurs).

PS: Eines kann ich mir nicht verkneifen, und zwar einen Satz der mir aus einem inzwischen schon etwas älterem Interview mit Ideendesigner Raik Adler hängen geblieben ist:

Netzwerkpartnerschaften finde ich einerseits sehr interessant. Andererseits wird in Sachen Networking auch oft sehr übertrieben. Viele vergessen vor lauter Networking das eigentliche Geschäft.

Geschrieben von Hannes Treichl am 25. Oktober 2007