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Foto: Lynette, „Consumers treat advertising like trains“

Gestern in einem Innsbrucker Kaffeehaus: Am Nebentisch zwei Herren, einer davon Werber einer (alt)eingesessenen Innsbrucker Werbeagentur. Amüsant wenn Leute (oder zumindest einer) so laut reden, und dabei die Kaffeehaus-Welt rund um sich vergessen scheinen.

„Sie brauchen Prospekte, Flyer, Postwurfsendungen. […] Ihr Internetauftritt muss optimiert werden. […] Dann denken wir über Plakatwerbung nach.“

Was hätte der Herr seinem Opfer Kunden wohl geantwortet, hätte dieser es wie Bernd Röthlingshöfer gemacht und folgenden Auftrag erteilt:

  • Sorgen Sie bis Dezember für 100 Erstbesteller im Onlineshop zu einem maximalen Preis von … pro Besteller.
  • Generieren Sie 20 Angebotsanfragen unter bestehenden Kunden zu einem Preis von…
  • Generieren Sie 100 Probefahrttermine zu einem maximalen Preis von…

Bernd im O-Ton:
Geben Sie grundsätzlich keine Werbemaßnahmen in Auftrag, sondern Ziele!

Übrigens gilt das nicht nur bei Gesprächen mit Werbeagenturen – versuchen Sie es einmal bei Beratern oder Trainern! Sie werden überrascht sein – hoffentlich nicht nur von den kreativen Ausreden sondern auch den Ergebnissen.

Gerade bei Burkhard Schneider gelesen und nicht nur wegen des einleitenden Fotos zum Thema passend:

Die Belgische Regierung scheint jetzt einen revolutionären Schritt zu planen. In Belgien wird derzeit vom Verkehrsministerium geprüft, ob der Ticketpreis bald von der Pünktlichkeit der Züge abhängen soll. Demnach müsste der Kunde umso weniger bezahlen, umso später als geplant der Zug ankommen würde.

Hannes Treichl

About Hannes Treichl

In diesem Blog findest du persönliche Gedanken, Geschichten über außergewöhnliches Marketing, kreatives Denken und das Tun beherzter Menschen. Mehr über mich »