Wieso nicht davon träumen – so weit ist es vielleicht gar nicht hergeholt?!? Der Reihe nach…

Es soll ja angeblich noch immer Menschen geben, die noch nie von SecondLife gehört haben.

Ehrlich gesagt konnte ich bis vor einigen Monaten auch nicht viel damit anfangen… aber dann folgten fast täglich Meldungen über neue Geschäftsideen in (oder besser aus) der stetig wachsenden, virtuellen Parallelwelt namens SecondLife.

Ein Rückblick

Worum es geht? – Darum, noch einmal von vorne anzufangen, um ein neues Leben. Welches, das kann man sich selbst aussuchen. Alles Wissenswerte dazu gibts in diesem Video (Dauer: 12min).

Längst werden bei SecondLife Geschäfte gemacht [siehe hier], in der virtuellen Welt tümmeln sich neben über 700,000 Spielern (Durchschnittsalter 32!) auch Fortune 500 Unternehmen und klanghafte Namen wie IBM, Sony, adidas, Reebok, Toyota [siehe Fernsehbeitrag] u.v.m. Eine Übersicht gibts hier.

Das amerikanische Textilunternehmen American Appearal hat allein im Juni über 4,000 virtuelle Kleidungsstücke verkauft. Z.b. auch an Lizbeth Moore, eine 45-jährige Büroangestellte, die mittlerweile über 15,000 Teile besitzt und damit kein Einzelfall ist. Tendenz steigend: Derzeit kommen monatlich ca. 200.000 neue Benutzer hinzu – aus aller Welt. The Long Tail lässt grüßen.

Was bisherigen Ansätzen gemein ist: Die Unternehmen haben Produkte und Dienstleistungen aus der realen Welt in die Internet-Spiel-Welt übertragen. Nicht sonderlich kreativ, und es brauchte einen Querdenker wie Michael Buckbee, der den Spieß umdrehte.

SecondLife - Offline is the new OnlineDie Figuren verlassen die virtuelle Welt!

Sein Unternehmen Fabjectory erweckt die selbstgebastelten, hochgezüchteten und mit jeder Menge Accessories ausgestatteten Ersatz-Ichs Spielfiguren zum Leben.

Mit einer Z-Corp Rapid Prototyping Maschine werden die Daten eingelesen und in physische Modelle verzaubert – inklusive aller Details: Fingernägel, Augenbrauen, Piercings oder Tattoos. Mehr ‚customizing‘ geht nicht.

Was auf den allerersten Blick als ’nett‘ erscheinen mag, hat angesichts der Entwicklung von SecondLife Fantasie und Potenzial für mehr. Das sollten wir spätestens zu dem Zeitpunkt begriffen haben, als ein britischer Investor 100.000 (echte) US Dollar für eine virtuelle Insel bezahlte.

Der Schlüssel liegt nicht am Mangel an Kunden, sondern an der technischen Umsetzbarkeit. Was kann wie und mit welchem Aufwand von einer virtuellen in eine reale Welt transferiert werden. SecondLife als Motor für Innovationen? Wer weiß… Ich habe in letzter Zeit schon viel schlechtere Initiativen gesehen, die mit diesem Prädikat ausgezeichnet worden sind.

Noch sind es Figuren, vielleicht schon bald Schmuckstücke, Schuhe, Musikinstrumente oder Immobilien. Schöne neue Welt!

Robert Basic schreibt dazu in seinem Beitrag Offline is the new Online:

‚Wenn irgendeiner noch Zweifel hat, dass die Kizz von morgen über uns alte Websurfer von gestern lachen werden, möge sich bitte an Vodafone, SUN oder Banken wenden. Es mag völlig berechtigt sein, dass man Second Life nicht mag, weil die Grafik schrottig ist und vieles noch eckig erscheint. Doch manche Firmen sind smart genug, jetzt schon ihre Epxerimente zu testen. Egal was das für ein Anbieter sein wird, der dieses 3D-Web abräumen wird. Und mE wird dieser Anbieter alle heute bekannten AEGs (amazon, ebay, google) des Jetzt-Webs gewaltig in den Schatten stellen.

Quellen: BasicThinking, B.L. Ochman’s weblog, Wired Magazine, WSJ, _notizen, NewWorldNotes

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Hannes Treichl

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