Dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer ist ein altbekannter Hut. Die endlosen Diskussionen darüber, lassen Viele abstumpfen. Was wir hören und lesen, vergessen wir rasch (und immer rascher). Was wir selbst erleben, bleibt lange in Erinnerung.

Gespräche anregen, theoretische Diskussionsinhalte greifbar machen und dabei noch lokale Künstlerinnen unterstützen. Das ist es, was Elana Schlenkers mit ihrem Pop-up-Store Konzept „<100“ will. Eine Frau, die Probleme selbst in die Hand nimmt; statt darauf zu warten, dass andere sie lösen (oder totquasseln).

Die Grafik Designerin hat in Pittsburgh einen Pop-Up Store namens 76<100 eröffnet. Der einfache Name erklärt das Konzept: Frauen zahlen nur 76% des Preises, den Männer für das gleiche Produkt auf den Kassatisch legen. Die Differenz entspricht dem geschlechtsabhängigen Einkommensunterschied in der Stadt. Eine charmante Aktion, die auf sehr viel positives Echo stösst – ‚genderneutral‘ ;-).

Ihren „Travelling Pop-up-Store will Elana demnächst auch in andere Städte der USA bringen. Nächster Halt: New Orleans. Dort wird der Store 66<100 heißen. Warum wohl?!

A charming campaign, Elana. Thanks for the inspiration and good luck!
Fotos www.lessthan100.org

Geschrieben von Hannes Treichl am 2. Mai 2015