Wir haben alles Wissen und alle technischen Mittel, um bessere Produkte herzustellen; statt ständig nur mehr, günstiger und schneller. Weil es immer jemanden geben wird, der noch schneller ist oder für weniger Geld tut.

Wir können weiter die Augen verschließen und leugnen, dass wir unseren Wohlstand auf Kosten Anderer aufgebaut haben und erhalten. Wir können weiter glauben, dass irgendwo eine Näherin deshalb für uns Billigklamotten näht, weil es ihr alles bedeutet, dass wir sie uns für zwei Euro bei Primark & Co. leisten können.

Wir können weiter über Billig-Importe aus China jammern und gleichzeitig alle Hoffnungen unseres wirtschaftlichen Überlebens in eben diese Länder setzen. Oder uns über Zinsen aus dem Investmentfonds freuen, der genau damit sein unser Geld verdient.

Nur weil wir ein Spiel gewinnen, heißt es nicht, dass es ein gutes Spiel war.

Wir können weiter Umsatz-, Wachstums- und Nächtigungszahlen feiern. Oder wir machen uns Gedanken darüber, was unterm Strich tatsächlich bleibt. Und zu welchen tatsächlichen „Kosten„.

Wir können noch mehr Massenpolitik betreiben. Noch mehr Massenbildung, um noch mehr Massenstudenten zu produzieren, die für Massenprodukte verantwortlich sind, die für ein Spiel gebraucht werden, das Größenwahn und nicht zu sättigende Machtgelüste einiger Weniger befriedigen mag. Oder besser: Das deren Komplexe und persönliche Defizite für einen Moment kaschiert.

Wir können weiter reden. Statt handeln. Aber nur ein Schwachkopf glaubt heute noch immer, dass unsere Kinder und Enkelkinder so leben und denken werden, wie wir das heute tun.

Wir könnten aber auch endlich Verantwortung für unser Tun übernehmen; statt in Lethargie zu verweilen, diese mit nicht abgeschlossenen Machbarkeitsstudien zu rechtfertigen, über Zahlen zu streiten, Zinseszinsen zu vergöttern, unsere willkürlich über den Erdball gezogenen Grenzen einzuzäunen, unsere Freiheit identitätsstärkenden Dingen zu opfern und uns weiter als Personen zu begegnen – statt als Menschen.

Oder wir können sagen: Sawubona! – Ich sehe dich.

Das ist der kleinste Schritt, den wir jeden Tag gehen können. Egal ob mit jener Maske, die wir uns im Berufsleben aufsetzen (um keine Verantwortung übernehmen zu müssen), oder privat (vielleicht) ohne Maske.

Kein Grashalm wächst schneller, wenn wir ihn mit Gewalt an seiner Spitze nach oben ziehen. Auch große Veränderungen kommen in vielen kleinen Schritten.

Sag mir nicht, dass wir nichts tun können! Jeder von uns kann anders. Jeden Tag. Nur:

Anders allein reicht nicht – wenn anders nicht gleichzeitig auch besser ist. Und besser ist das einzige Mehr, von dem wir nie genug haben können.


„It always seems impossible. Until it’s done. – Nelson Mandela“

Cover by Frisno Borström. Thanks for sharing via CC, Frisno!

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Hannes Treichl

Hannes Treichl

In diesem Blog findest du persönliche Gedanken, Geschichten über beHERZte Menschen, außergewöhnliches Marketing und kreatives Denken. Mehr über mich steht hier ».

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