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Es war wie ein Déjà-vu und ich müsste hier nicht mal selber texten sondern kann (fast) 1:1 die Worte von Peter Eich aus einem Beitrag vom November 2008 übernehmen, nur dass in meinem Fall der Ort des Schreckens das Hotel Sonne in Lienz ist. Peter schrieb damals:

Eben bin ich im Hotel Viva Creativo in Hannover angekommen, wo ich morgen einen Vortrag über Tourismus 2.0 halten soll. Hier kostet das WLAN 5 Euro. Am Tag? Nein… IN DER STUNDE.

Zuerst habe ich mich darüber geärgert. “Was kostet denn der Strom für mein Ladegerät? Wieviel Wasser ist gratis? Welche Münzen brauche ich für die Heizung? Kostet die Klospülung auch?” usw. – die üblichen Fragen an die arme Rezeptionistin, die eigentlich ganz meiner Meinung war.

„Peters Hotel“ ware geradezu günstig zu den unglaublichen 4 Euro (!!!) die das Best Western Hotel Sonne in Lienz seinen Gästen für 30 Minuten Internet verrechnet. Egal – ich dank dem Hotel für einen aktuellen Aufhänger beim Workshop der in ein paar Stunden beginnt. Der Rest des Beitrags ist vor allem für eigenes Backup.

Manche Manager scheinen noch immer nichts von digitaler Mundpropaganda gehört zu haben. In obigen Fällen wäre das Thema sogar schon angesichts der Seminartitel „aufgelegt“. Die Zeiten ungestrafter Abzocke sind glücklicherweise vorbei, das musste in Peters „Fall“ auch das Viva Creativo erkennen.

Ein einziger Blogpost führte zu einem Schneeballeffekt und dutzenden Echos in anderen Blogs.

Noch ein halbes Jahr später spuckt der Suchbegriff „Hotel Viva Creativo“ ein Ergebnis aus, das jedem Suchmaschinenoptimierer der den Auftrag für die Behebung dieses Reputationsschadens erhält, Euros in den Augen leuchten (oder die Haare zuberge stehen) lassen müssten.

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Hotels und andere Locations die kostenloses Internet anbieten gibt es mittlerweile zur Genüge. Soschreibt mir beispielsweise Rudi Besiak vom Club Landskron via Twitter:

rudi besiak club landskron

Und wenn schon nicht kostenloses WLAN (was ich als Gast gar nicht mal erwarte), dann zumindest leistbar, liebe Hoteliers! Nicht nur dass es Euch einen möglichen Reputationsschaden erspart, es kommt euch am Ende sogar noch zugute!

Geschrieben von Hannes Treichl am 19. März 2009