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Vor Jahren wäre mir um ein Haar ein von einem Strauch fast gänzlich verdecktes Stoppschild zum Verhängnis geworden. Außer einem Strafzettel war glücklicherweise nichts passiert. „Ich werde es melden“, versprach der Polizist. Monate später wucherte der Strauch noch immer munter weiter.

Damals gab es noch keine Smartphones. Und schon gar keine Online-Plattform, mittels derer Menschen schnell und vor allem unbürokratisch auf Missstände hinweisen, und Verbesserungsvorschläge einbringen konnten.

Das Bürgerforum Vorarlberg hat unlängst eine App in den Google Play Store und iTunes Store gestellt. Sie soll Gemeinden landesweit helfen, Verbesserungspotenziale aufzuspüren. Und derer gibt es jede Menge.

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„Schlaglöcher, stehende Pfützen, bauliche Behinderungen, stetige Belästigungen, Schäden an öffentlichen Einrichtungen – das muss doch die Verwaltung erfahren!“ (Zitat Bürgerforum Vorarlberg)

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Die Meldung erfolgt mittels Foto und/oder Kommentar direkt aus der App. Die Geotags werden automatisch erfasst und auf einer Karte dargestellt. Nach dem Absenden sind Meldung, Vorschlag des Ideengebers und Bearbeitungsstatus öffentlich einsehbar.

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Das iTüpfelchen: Per App und im Internet kann über alle Vorschläge abgestimmt werden. Crowdsourcing in seiner wohl beSINNendsten Form: schnell, einfach und unbürokratisch der Verbesserung Verbesserung des unmittelbaren Lebensraums gewidmet.

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Wo Licht ist, ist auch Schatten

Eine Idee wird nur dann als großartig wahrgenommen, wenn sie erfolgreich umgesetzt wird. Bleibt abzuwarten was Behörden und Bürger aus der Plattform machen. Einige Vorschläge wurden bereits umgesetzt, andere sind in Bearbeitung.

Der Dialog ist bislang ziemlich dürftig. Antworten öffentlicher Stellen gibt es kaum bis gar nicht. Allerdings erwarte ich mir genau das, wenn ich jemandem eine Idee schenke. Auch ein kurzes „Danke“ tut nicht weh.

Wünschen wir den Verantwortlichen baldiges Erlernen der Handhabung des neuen Werkzeugs. Ohne funktionierendes Community Management hat noch keine Crowdsourcing Plattform lange überlebt. Und Crowdsourcing ist bekanntlich mehr als „verwalten“…

Danke, Moritz!

Den Hinweis zu dieser App habe ich in Mo’s Ideenacker auf Facebook gefunden; einer inspirierenden Seite voll mit erfrischenden Ideen zur Verbesserung von Lebensräumen. Zum Nachdenken und Weiterspinnen.Folgen!

Hannes Treichl

In diesem Blog findest du persönliche Gedanken, Geschichten über außergewöhnliches Marketing, kreatives Denken und das Tun beherzter Menschen. Mehr über mich »