"Die einzige Möglichkeit, eine neue Dimension
bewusst zu betreten, ist - ANDERS zu denken"

Erfolgsautor Karl Gamper über ANDERS|denken

Woher kommen gute Ideen?

Letztens, nach einem Vortrag, kam eine Teilnehmerin zu mir und bedankte sich für die Inspirationen.

“Urplötzlich hatte ich eine Idee für mein Unternehmen.
Aber ich darf jetzt natürlich nichts sagen.”

Der erste Teil des Statements gefiel mir natürlich. Der zweite eher weniger. Warum? Weil ihre Aussage genau jene Denke widerspiegelt, welche die Evolution einer guten Idee hin zu einer genialen verhindert.

Dass ich ein Verfechter von “sprich laut über deine Ideen” bin, wissen anders|denken LeserInnen längst. Noch dazu hätte es im Rahmen der Veranstaltung die große Chance gegeben, mit Menschen zu spinnen, die jenseits des Tellerrands (sprich der eigenen Branche) zu Hause sind. Schade um die verpasste Chance! Gestern am Telefon meinte die junge Frau:

“Ich denke, es dauert noch eine ganze Weile, bis ich darüber sprechen kann.
Mir fehlen einige wichtige Bausteine.
Aber sobald es fertig ist, erzähl ich es Ihnen gerne.”

Passend dazu möchte ich Euch mein Video fürs Wochenende zeigen: Where good ideas come from. Steven Johnson fasst darin hervorragend zusammen, worauf es bei der Entwicklung von Ideen ankommt. Seht Euch die kurzweiligen und hervorragend in Szene gesetzten 4 Minuten selbst an…

Nach dem Ansehen des Videos hab ich mir mal eine halbe Minute lang Gedanken gemacht, woher meine eigenen Ideen immer wieder kommen. Ergebnis von 30 Sekunden Blitz-Brainstorming:

  • Bei Gesprächen mit anderen
  • Beim Schmökern in Blogs (bzw. im Internet allgemein)
  • Beim Beantworten von Fragen meiner Kinder
  • Draußen auf der Straße (aber nur wenn ich gleichzeitig “ein Problem” im Hinterkopf habe und weiß wonach ich suche)
  • Im Cafè wenn andere darüber reden, wie “schlecht” es ihnen doch eigentlich geht
  • Und natürlich dort wo man nie was zum Notieren dabei hat: Beim Autofahren und unter der Dusche ;-)

Wann kommen Euch die besten ( = unmöglichsten ) Ideen?

Spontane Lesetipps:

Wie organisiere ich einen Ideen-Workshop »
Mehr Inspirationen zum Thema Präsentieren »

Related Posts with Thumbnails
       
  • http://twitter.com/gicom_org/status/162151745752023041 gicom

    Woher kommen gute Ideen…. und wie fasse ich sie in Worte? http://t.co/po63i3FY #Video #Ideenmanagement

  • http://www.facebook.com/people/Denn-Is/1067352083 Denn Is

    ganz kurz vor dem Einschlafen, wenn der Körper seine Funktionen runterfährt und alles ganz still ist, da kommen mir die besten Ideen. Dann läuft es vor dem inneren Auge ab wie ein Film. Die Gefahr ist nur, die entstandenen Ideen nicht mehr aufschreiben zu könne, weil man eingeschlafen ist.

  • http://www.Marco-Stengel.info Marco Stengel

    Also mir kommen die besten Idee’ n beim Lesen von ungewöhnlichen, oder außergewöhnlichen Dingen. Dort denke ich dann oft ein wenig nach und dann macht es bling :-)
    Deshalb bin ich auch hier öfters auf deinem Blog:-) Obwohl ich denke, das dies mein erster Kommentar ist. Wird aber garantiert nicht der letzte sein :-)

    Beste Grüße aus dem Vogtland
    Marco Stengel

    • http://www.facebook.com/people/Andreas-Bretschneider/100000858754101 Andreas Bretschneider

      Was für ein Zufall :) Die Vogtländer trifft man doch überall!

      Grüße aus Plauen

  • Pingback: Wie aus Ideen ganze Ideen werden: Reden. | work.innovation Magazin

  • Pingback: Innovationsjournal

  • Pingback: Norman Lizurek

  • Pingback: Open Innovation in Kopenhagen: Ideen-Würstelbude & Ideenlandkarte | anders|denken Marketing Blog

  • Andreas Liebhart

    Duschen scheint wirklich eine Ideenbrause zu sein. Mir sind auch schon einige nette Sachen unter der Dusche eingefallen.

    • http://www.hannestreichl.com Hannes Treichl

      Deshalb war ich in den letzten 15 Jahren auch niemals einem Mitarbeiter fürs Zuspät-Kommen wirklich böse. Solange ich wusste dass er/sie auch außerhalb des Büros das Hirn nicht abschaltet, bzw. der Grund im Duschen lag ;-)

  • Henry Helm

    -Beim Lesen einer anderen Idee des Typs “da hätte ich nicht an weitere Lösungen geglaubt” bzw. “das ist ein Ansatz an den ich bisher nicht gedacht habe”
    -nach einem Film, durch den man sich zeitweilig in eine andere Rolle versetzt fühlt (erinnert an die Allmacht-Kreativtechnik)
    -beim Lesen auf den Punkt gebrachter (echter) Brainstormfragen und Antworten (z.B. auf Brainr.de, welches ich schon lange besuche)
    -bei einer Bildersuche mit Suchmaschine
    -beim Experimentieren mit Textfiltern und alles was die übliche Sicht variiert
    -bei der Betrachtung unbefriedigender Suchergebnisse: man fragt sich automatisch wie man die Suche verändern kann, was sich ausschließen lässt, mit dem Herantasten werden die Anregungen konkreter
    -beim Durchstöbern der News-Feeds, früher auch beim überfliegen von Subjects in Newsgruppen
    -bei Neubetrachtung und Sortieren bisheriger Rohideen / Notizen
    -auch wenn man sich die Zeit nimmt mal wieder etwas länger in Kreativliteratur zu lesen
    -wenn der Hauptspeicher durch notieren der ersten Spontananregungen frei ist :-)

    • http://www.hannestreichl.com Hannes Treichl

      Danke auch dir, Henry! Außer zu deinen erfrischenden Bemerkungen freut mich noch etwas ganz anderes – nämlich die Tatsache, dass ich in meinem Feedreader erst kürzlich endlich wieder einen neuen Beitrag aus deinem Blog entdeckt hatte!! Bitte mehr ;-)

  • http://www.mediawerk.at Matthias Harb

    Hallo Hannes!

    Wie immer wieder ein interessanter Blogbeitrag.

    Ich habe lustigerweise die besten Ideen auch unter der Dusche.

    Ich möchte zu der Bemerkung Deines Kursteilnehmers etwas bemerken.
    Ich hoffe ich hab die Bemerkung “Aber ich darf jetzt natürlich nichts sagen.” nicht falsch verstanden, aber ich kann den Teilnehmer ein bisschen verstehen. Ich selbst versuche immer wieder in Programmierer Foren anderen Usern mit Tipps und kleinen Codeschnipseln weiter zu helfen, da auch mir früher auch immer wieder geholfen wurde. Leider gibt es immer wieder Leute, die nur darauf aus sind, mit den Ideen anderer das große Geschäft zu machen. Genauso ist es auch mir in einem dieser Foren gegangen. Vielleicht versuchen so viele ihre Ideen “geheim” zu halten um einfach nicht ausgenutzt zu werden.

    Schöne Grüße, Matthias

    • http://www.hannestreichl.com Hannes Treichl

      Danke für deine Meinung, Matthias.

      Klar schadet es bei manchen Ideen nicht, sich genau zu überlegen wo bzw. mit wem man sie teilt.

      Ich versteh was du sagen willst und ich kenne genügend solcher Menschen wie du sie beschreibst.

      ABER: Du, deine persönliche Entwicklung und deine Arbeit stehen für mich als Synonym für “Open Source”! – Hättest du nicht gehandelt wie du es getan hast, würden wir uns heute wahrscheinlich nicht kennen ;-)

      Weil du dort stehst wo du dich mit deiner “Offenheit” hin entwickelt hast, schätze ich (schätzen wir!) deine Arbeit so sehr!

  • http://almstudio.at Achim Meurer

    Hi Hannes,

    die kreativen Momente sind bei mir ähnlich. Duschen, auf jeden Fall ,)

    Ich habe es irgendwann mal auch der Alpha-Phase zu geschrieben. Das ist ja normaler Weise der Moment kurz vorm Einschlafen. Aber diese Momente gibt es auch über den Tag verteilt. Nicht weil ich etwa den ganzen Tag gähne, sondern weil es immer mal wieder entspannte Momente gibt.

    Wichtig ist echt, dass man sich selbst nicht im Wege steht. Also einfach “rumblödeln”, albern sein, kindisch. Dann kommen oft verrückte Ideen hervor, die aber bei längerem Nachdenken dann gar nicht mehr so dumm sind.

    Liebe Grüße
    Achim

    • http://www.hannestreichl.com Hannes Treichl

      Vielen Dank für deinen Input, Achim! Ja! – Das mit dem Kindisch-Sein-Können-und-Dürfen ist ein super hilfreicher Baustein!

  • http://twitter.com/hannestreichl/status/53833177705365504 Hannes Treichl

    Woher kommen gute Ideen? http://bit.ly/dQsIOn