Video fürs Wochenende: Differenzierung und Mut
Als ich das Foto dieser Dame zum ersten mal auf Facebook gesehen habe, dachte ich das sei etwas für meine Beiträge “Hässliche Models” oder “von Monstern lernen” von vor 3 Jahren. Die 47jährige arbeitslose Susan Boyle liefert bei dem englischen Qotenhit “Britain got talent”.
Susan Boyle liefert ein Paradebeispiel ab. Es sollte uns allen Mut geben wenn wir vor der Entscheidung stehen: “Soll ich das tun? Ja oder Nein?!” Ihr Humor, ihre Überwindung, ihre Einzigartigkeit und ihr 47 Jahre lang verkanntes Talent rühren Menschen zu Tränen und Stürmen der Begeisterung.
Als du auf die Bühne gekommen bist und gesagt hast, du möchtest eine professionelle Sängerin werden, haben alle über dich gelacht – jetzt lacht niemand mehr über dich!
Susan fasziniert die ganze Welt. Alleine auf YouTube wurde Susan’s Auftritt in der ersten Woche bereits über 40 Millionen mal angesehen. In Burkhard Schneiders Best Practice Business Blog habe ich folgendes Kommentar entdeckt:
Was wieder die Frage aufwirft, wie viel bei diesen Sendungen aufgrund von “Abstimmungen” und “Jurys” entschieden wird und wieviel knallhartes Marketing und gezieltes Lancieren im Hintergrund geschieht.
Jan Kurschewitz hat absolut recht. Und eben weil er recht hat müssen wir uns Tag für Tag die Frage stellen, welche Möglichkeiten es gibt, uns mit unseren Leistungen von der langweiligen, austauschbaren Masse abzuheben.
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Habe das Video auch gestern entdeckt, es hat meiner Meinung nach zwei sehr wichtige Botschaften. Zum einen die von dir angesprochene, wonach man Mut zeigen soll und das machen soll, wovon man überzeugt ist. Stichwort: Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume.
Zum anderen auch die Außenperspektive, wie man selbst anderen Menschen begegnet. Denn das Video zeigt einmal mehr sehr gut, wie die Potenziale vermeintlich unscheinbarer, gerade auch älterer Menschen in unserer Gesellschaft oft im Vorhinein verkannt werden, wie “einfachen” Menschen leider oft nur wenig zugetraut wird – von Teilen der Politik gleichsam wie von Teilen der Gesellschaft, wahrscheinlich von den meisten von uns oftmals unbewusst auch in unserem Alltag.
Barack Obama beschreibt seine positive Haltung dazu in einer Phrase in seinem Buch sehr gut, er spricht von “my belief in the capacity of ordinary people to do extraordinary things.” Und genau darum geht es wenn wir die großen globalen Herausforderungen wie Klimawandel oder Armut gemeinsam erfolgreich bewältigen und die Welt positiv gestalten wollen!
vielen Dank für den Hinweis auf dieses tolle Video. Was in mir am meisten gekribbelt hat, war die Erkenntnis, wie sie sich nicht hat beirren lassen und den skeptischen Gesichtern ein erstauntes Lächeln gezaubert hat. Schockierend fand ich dann schon die herablassende Art und Weise wie ihr Auftritt bzw. die Erwartungen an ihren Auftritt im Nachhinein beurteilt wurde (”niemand hat geglaubt, dass du hier was bringen kannst” ist doch wirklich ganz schön beleidigend!) Aber das ist wohl das traurige an solchen Shows.