Alle Beiträge zum Thema sport
Markenbildung via Twitter: Lance Armstrong unplugged.

Egal wie man zum Doping-geplagten Profiradsport (selbst ich als einst sehr aktiver Radrennfahrer verfolge den Sport kaum noch) steht: Einer Legende wie Lance Armstrong LIVE bei Training und Arbeit zuzusehen, macht das ganze irgendwie wieder spannend.
Wie das geht? Twitter machts möglich. Im “größten Chatroom der Welt” führt Lance Armstrong seit langem Tagebuch, berichtet von seinen Trainingseinheiten und macht sich sogar noch kurz vor dem Start seines ersten Rennens nach seinem Comeback die Mühe, für seine Fans im Hotelzimmer ein Foto (siehe oben) aufzunehmen und per Notebook (oder Handy?) die ganze Welt an seinen Gefühlen vor dem Start teilhaben zu lassen.

Mal sehen wie lange Lance Armstrong das durchhalten will und wo das noch hinführen wird. Zum “Live-Chat” mit dem Teamchef während des Giro d’Italia oder der Tour de France? Warum nicht? Twitter wäre hier eine tolle Plattform um Fans und Journalisten hautnah zu integrieren und Erlebnisse zu schaffen. Bei Fernsehsendern wundere ich mich ohnedies, dass die Möglichkeit Seher in Sendungen zu integrieren kaum genutzt wird, dazu aber ein andermal mehr.
Keine Zeit für Kunden
Ich ärgere mich immer wieder über das einfach nicht Zeit haben wollen von Managern, Freiberufler aber auch (drittklassigen) Künstlern, wenn es um das Transportieren authentischer (=selbst erstellter!!!) Inhalte im Internet geht.
- Wozu soll ich das tun?
- Ich hab keine Zeit.
- Lass das unsere Managerin machen.
Mein Tipp: Dann lasst Web2.0 besser bleiben, denn irgendwann kommt der Fake (= die Verarsche) ans Tageslicht und dann habt Ihr mehr Schaden angerichtet als Ihr in der Zeit des “Betrugs” an Euren Kunden und Fans gewonnen habt!

Zurück zu Lance Armstrong. Armstrong hat auf Twitter mittlerweile mehr Fans als Britney Spears (bei der die meisten Tweets vom Management stammen) und in seinem Radstall Astana scheint er Pionierarbeit zu leisten. Neben einem Teamtweet und “twitternden” Teamkollegen findet man sogar einen fleissig “Tagebuch” führenden Teamchef namens Johan Bruyneel.
Marketingtechnisch auf jeden Fall ein gelungener Schachzug um das Team näher an die Fans zu bringen – selbst wenn mit dem Begriff Twitter derzeit wohl nur wenige was anfangen können.
Abschließend hier noch ein Linktipp zu einem Beitrag der gerade über (wo auch sonst) Twitter reinkam während ich diesen Beitrag hier schreibe: Twitter im Tourismus – Übersicht.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):branding community Marketing präsentieren public relations sport storytelling twitter web2.0/social media
Dank Google Earth zu Olympia Gold
So ähnlich könnte man es zumindest vermuten, liest man was Kristin Armstrong, Olympiasiegerin im Rad-Straßenzeitfahren, in diesem Blogeintrag schreibt.
Im Dezember 2007 fuhr sie zum ersten Mal den schwierigen Kurs in Peking ab. Ein GPS Gerät zeichnete sämtliche Daten auf.
Nachdem sie nach Hause zurückgekehrt war, nutzte sie vom Schreibtisch aus Google Earth, um sich ihre persönliche Trainingsstrecke direkt vor der Haustüre zu konstruieren – mit dem selben Höhenprofil das die Strecke von Peking aufwies.
Nett zu lesende Geschichte, die findige Touristiker jetzt zum selbst Weiterdenken anregen könnte :-)
Quelle: Google LatLong Blog
Nachtrag:
Weil wir gerade bei Olympia sind. Hier gibts eine Karte (natürlich auch Google Maps), auf der alle Heimatstädte der Medailliengewinner von Peking eingetragen sind. Ein Klick auf die Markierungen öffnet die Webseite mit dem Profil der Sportler.
google Marketing sport veranstaltungen & events web2.0/social media
Was wir von der Fussball-EM über Internetmarketing lernen sollten

Die Fußball EM zeigt uns derzeit recht deutlich, dass gute Information im Web2.0 Zeitalter nicht mehr ausschließlich an Massenmedien gebunden ist. Unternehmen und Veranstalter lassen jedoch (zumindest hierzulande) noch viele Chancen ungenützt.
Die EM im Internet
Auf der Mikro-blogging Plattform Twitter (andere sagen auch “größter Chatroom der Welt” dazu) tauschen sich Fans vor, während und nach der Spiele aus. Wer gerade keine Chance hat bei einem Spiel dabei zu sein, bleibt per User generated Live Ticker dennoch ständig informiert – über Spielstände, Wetterberichte, Meinungen zum Spiel. Zudem gibt es Tipps zu den besten Treffpunkten, Fotos, Videos, Livecams, Medienberichten und Statusinfos, wo sich meine Kontakte gerade aufhalten. Die Updates kommen per Feed oder Gratis-SMS sogar aufs Handy…

Summize.com, Conversational Search
Am Katermorgen nach der langen Nacht in der Fanzone mal schnell nach aktuellen Bildern suchen. Facebook (Social Network) und Flickr (Fotoplattform) finden sich tagesaktuell tausende Fotos von Fans aus ganz Europa.
Wohin am Nachmittag? Was sich in den Public Viewing und Fanzonen gerade abspielt und wo die beste Stimmung herrscht verfolgt man am besten per Webcam (Beispiel siehe hier, danke Max) und entscheidet anschließend selbst, an welcher Bar man sein Geld liegen lässt.
Morgen kurzfristig nach Wien. Fans die während der Euro Kondition beweisen und quer durch Österreich und die Schweiz reisen, verwenden zur Reiseplanung Google Maps (siehe dieser Beitrag).
Im Zug … eine Spielszene verpasst! Was haben meine Freunde in Basel gestern angestellt? Die besten Spielszenen und die verrücktesten Fan-Videos sind Sendezeiten-unabhängig (on-demand) auf YouTube abrufbar.
Gib uns Deutschland im EM-Finale
Web2.0 nicht verstanden
Meine persönlichen Kritikpunkte an der einen oder anderen Host City, die zwar im Vorfeld des Megaspektakels viele Millionen Euro für Werbung ausgegeben hat, aber während der EM eine Menge Marketingchancen ungenutzt lässt bzw. den Unterschied zwischen Push-, Pull- und Dialogmarketing nicht verstanden hat.
Es gibt teure und aufwendig gestaltete Portale (Beispiel Tirol08) auf denen offizielle Bilder und Presseberichte heruntergeladen werden können. Solche Seiten sollten zumindest Feeds anbieten, die über Updates zu informieren – eigentlich eine Selbstverständlichkeit in Web2.0 Zeiten!
Auch Twitter Event Feeds würden den Informationsfluss erleichtern, beschleunigen oder könnten sogar zur Fanbetreuung eingesetzt werden.
Warum Bilder immer zentral auf der eigenen Webseite abspeichern? Wer seine Bilder auf Flickr ablegt, mit Tags versieht und geschickt mit der eigenen Webseite verknüpft, öffnet zusätzliche Türen für neue Zielgruppen.
Gleiches gilt für Facebook, das sich mittlerweile zur größten Foto-Sharing-Plattform der Welt gemausert hat: Täglich werden bei Facebook 15 Millionen (!) neue Bilder hochgeladen.

Zudem sind es nicht nur die eigenen Fotografen, die die besten Bilder schießen – eine Funktion die Fanfotos aggregiert ist schnell auf der eigenen Seite integriert. Natürlich so, dass die Bilder auch weitergeschickt werden dürfen. Macht um einiges mehr Sinn als lediglich eine Handvoll eCards anzubieten. Wer verschickt die heute überhaupt noch? Wenn dann schon verpackt als kleines Geschenk über Facebook.
Was ich servicetechnisch anbieten sollte, um die Kommunikation mit und zwischen Fans und Gästen zu erleichtern: Kostenlosen, vor allem aber einfachen WLAN Zugang für die vielen tausenden Fans die mit ihren Bildern, Blogbeiträgen und Videos Werbung für meine Stadt (meine Bar, mein Hotel, …) betreiben. Auf vielen Kongressen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, für Innsbruck aber immer noch nicht.
Nur ein Modetrend
Gestern habe ich mit jemanden der im Vorfeld der Euro in Marketing & Werbung involivert war diskutiert. Erwartete Killerphrase:
“Das ist doch alles nur etwas für Randgruppen – und zudem nur ein Modetrend.”
Einmal abgesehen davon, dass das Argument schlichtweg nicht richtig ist (ARD und ZDF erreichen mit ihren Nachrichtensendungen auch nur mehr lediglich 280.000 Fernsehzuseher), wäre 2008 die Chance mit o.a. Tools zu experimentieren. In vielen Fällen (die richtige Projektplanung vorausgesetzt) sind Web2.0 Anwendungen (im Vergleich zu Webauftritten wie oben verlinkten) sogar noch kostengünstig umsetzbar und vor allem oft effizienter und einfacher administrierbar als viele (zu) komplizierte CMS Systeme.
Ich freue mich über weitere Tipps und Erfahrungsberichte für beliebte Online Tools mit denen sich die Euro noch interaktiver erleben lässt. Das Kommentarfeld steht Euch offen.
Epilog
Wir saßen während des Gesprächs in einer Bar ohne Fernseher, während draußen bei strömenden Regen ein Spiel lief. Torjubel. “Tor? Welche Mannschaft?” – Auf meinem Nokia N95 waren inzwischen Twitter-Feeds eingegangen. 92. Minute, Türkei, Torschütze xxxx, Schweiz ausgeschieden. “Wow, eine tolle Sache dieses Twitter…” – Vielleicht hats ja geholfen :-)
Lesetipps zu Twitter & Co.:
- 17 sinnvolle Anwendungsideen für Twitter
- Sozialer Mitmachzwang?
- Videobeitrag n-tv: Twitter, Dopplr und Skylounge im Einsatz für Geschäftsreisende
Fotos Flickr CC: Jose, Laszlo, Mecki – Thanks for sharing, guys!
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):CrowdSourcing erlebnis facebook fussball-em kritik Marketing presse & medien sport tirol tourismus & gastronomie twitter user generated content veranstaltungen & events web2.0/social media
Die Fussball-EM auf Google Maps
Ein recht schönes Beispiel wie man Google Maps (nicht nur!) für Groß-Veranstaltungen nutzen kann gibt es hier zu sehen.
Bilder aller Stadien, Mannschaftsaufstellungen, Spielergebnisse, Tabellen, Fotos aus der Region, Bars, Clubs, und mehr. Schon mal überlegt wie Sie Google Maps für Ihr Unternehmen nutzen können? Wäre höchste Zeit dazu…
Gefällt mir um einiges besser als jene Lösung die mir gerade in einer der vielen Pressemitteilungen die ich jeden Tag bekomme (warum eigentlich?) vorgestellt wurde. Dort muss ich mich erstmal registrieren, und jede Menge persönlicher Daten hinterlassen. Mehrwert gegenüber der Lösung auf Google Maps: Keine Ahnung, warum also darauf verlinken oder darüber berichten?
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):fussball-em google Marketing sport tourismus & gastronomie user generated content veranstaltungen & events web2.0/social media
Erlebnis-Shopping: Die perfekte Welle

Wir reden so viel von Communities und denken dabei immer ans Internet. Hier ein Beispiel wie man durch Schaffen von Erlebnissen auch beeindruckte echte-Welt-Treffpunkte schafft.
Der Adrenalina Store in Florida verkauft Zubehör für Fun- und Extremsportarten. Damit man das neue Surfbrett gleich testen kann wurde eine Indoor – Surfanlage installiert.
Bislang fand der Flowrider auf Kreuzfahrtschiffen, Erlebnis- oder Funparks Einsatz. Adrenalin ist der erste Store der die perfekte Welle mit dem Einkaufserlebnis verknüpft. Nicht nur cool sondern auch klug, denn die Anlage dient nicht nur Kaufwilligen zum Surfbrett testen sondern schafft eine Möglichkeit eine echte Fangemeinde und Mundpropagandisten aufzubauen bzw. zu binden oder Events zu veranstalten. 30 Minuten surfen kosten 20 USD, wer im Adrenalina Club Mitglied wird, kann die Anlage regelmäßig nutzen.
Und während draußen der Schnee langsam weg schmilzt, warte ich auf ein mehrstöckiges Kaufhaus das das Test-Erlebnis für Ski und Boards nach drinnen holt, denn so kann man auch im Sommer Ski verkaufen (dann aber bitte ausländischen Gästen anbieten die Ski bis zum Winter zu lagern, dann kommen sie bestimmt wieder ;-)
Gefunden bei Springwise & Cherryflava
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community differenzierung erlebnis geschäftsidee handel Marketing sport veranstaltungen & events verrückt video
Regeln brechen: Schranken auf!
Der erste Ski-Tag im heurigen Winter und beim obligatorischen “Stöcke und Kinder durch die Zugangskontrollen Quälen” fiel mir ein herrliches ANDERS|denk Beispiel ein, das schon in einigen Skigebieten im Einsatz ist und über das auch Eduard Kahn vor einigen Tagen berichtet hatte: Das Freemotion-Gate von Skidata.
Das revolutionäre dabei: Anstatt Snowboarder und Skifahrer mit verschlossenen Drehkreuzen vom Zugang zu Skiliften auszusperren, lädt ein ständig offenes Drehkreuz auf freundliche Art zum Durchfahren ein. Wer keine gültige Karte besitzt bleibt draussen – in dem Fall schließt sich ein Dreharm und verwehrt den Zutritt.
Angenehmer “Nebeneffekt”: Da es wesentlich mehr Gäste mit berechtigten Karten gibt als welche mit gar keinen oder ungültigen, ermöglicht das “Freemotion Open Gate” System ein höheres Tempo bei der Abfertigung von Wintersportlern.
Genial anders gedacht und bislang gültige Regeln auf den Kopf gestellt.
Das System wurde schon 2005 von Skidata vorgestellt, ist mittlerweile in österreichischen Skigebieten im Einsatz und erhielt im November 2007 den Innovationspreis des Landes Salzburg.
Grafik: Skidata
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):differenzierung geschäftsidee Marketing positionierung sport web2.0/social media
Keine Sitzprobleme mehr

Kennen Sie das: Eine wunderschöne Bike-Tour aber irgendwann rebelliert der Allerwerteste einfach gegen das Weiterfahren. Der Sattel eines Fahrrades gehört sicher zu den unpraktischsten Erfindungen rund um diesen schönen Sport und einige Wissenschaftler meinen gar, dass “Radsport ungesund für die männliche Potenz sei”.
Der britische Designer Jon Catling hat sich ebenfalls Gedanken darüber gemacht, wie man das seit Jahrzehnten nur inkrementell verbesserte Teil körpergerechter werden lassen könnte. Das Ergebnis nennt sich Manta Comfort Saddle. Die Funktion beschreibt dieses Video.
Gilles Tarrin, Entwicklungsleiter bei Decathlon, bezeichnet den Sattel als “the most innovative saddle design I have ever seen…”
Für Europa, USA, Japan, Indien und weitere Ländern wurde der Komfort Fahrradsitz bereits zum Patent angemeldet, Catling ist eine Kooperation mit DuPont eingegangen und mehrere Großhändler warten bereits darauf, ihre Lager aufrüsten zu können. Noch ist es aber nicht ganz so weit, Jon sucht nach Investoren und weiteren Händlern.
Spätestens wenn er die gefunden hat, wird wohl sehr viel über den innovativen Radsattel berichtet werden. Ed, wär das was für uns?
Screenshots und weitere Infos: www.comfortsaddle.org
Danke, lieber Eduard Kaan, für diesen Linktipp. Ohne den Sattel ausprobiert zu haben, hätte ich mir den hin und wieder während meiner aktiven Radsportlaufbahn gewünscht :-)
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):design geschäftsidee innovation Marketing sport video







































