Alle Beiträge zum Thema servicewüste
Gratis Kaffee für iPhone Besitzer
Wenn ich in einer Stadt unterwegs bin in der ich mich nicht wirklich auskenne, gehört u.a. mein iPhone zu meiner wichtigsten Navigationshilfe um Restaurants (Beispiel), Bars oder Shops zu finden. Trotzdem wundere ich mich immer wieder dass
- Viele überhaupt keine Webseiten haben,
- solche die per iPhone nicht zu öffnen sind (Grüße an Flash Startseiten die über Handy überhaupt nicht zu öffnen sind!) oder
- welche bei denen die Adressen sich im Impressum verstecken. Von Google Maps ohnehin keine Spur.
Wozu auch? Wer dich finden will wird es schon irgendwie schaffen. Ganz anders denkt man bei 7-Elven in Schweden. Das Unternehmen hat eine eigene iPhone Anwendung aufgesetzt, mit der man
- 1. Den nächstgelegenen 7-Eleven Shop findet und
- 2. Gleich einen Gutschein für einen kostenlosen Kaffee zzgl. Gebäck erhält
Damit das ganze nicht langweilig wird variiert 7-Eleven das “Gratis-Angebot” monatlich. Im Mai versucht 7-Eleven mit Eis Kunden ins Geschäft zu locken und zu Zusatzkäufen zu animieren.
Grafik und Quelle: Springwise
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):dienstleistung google handel handy iphone Marketing preisvergleich servicewüste
Wer bekommt den besten Tisch im Restaurant?
Normalerweise der, der die besten Beziehungen zum Personal hat ;-) Ganz anders läuft das hier:
Sitzen wo ich als Gast will – und nicht dort, wo es der Kellner gerne hätte.
Schon seit Jahren ist es in Kinos möglich seinen Sitzplatz bei der Kartenbestellung mit zu reservieren. Das Wagaboo Restaurant in Barcelona dürfte einen Blick über den Tellerrand geworfen haben, und hat sich diese Idee von einer anderen Branche abgeschaut.
Während bei uns viele Gastronomiebetriebe noch nicht mal brauchbare Homepages, geschweige denn Online Reservierungssysteme haben, wählt man im Wagaboo seinen Lieblingstisch gleich mit aus. Nett umgesetzt!
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):differenzierung essen & trinken Marketing servicewüste tourismus & gastronomie
Kunden begeistern: Ein (Video-)Beispiel fürs Lehrbuch.
“Viralkampagne oder einfach nur Service das begeistert?”
Schon eigenartig dass wir uns diese Frage stellen wenn es jemand schafft seine Kunden restlos zu begeistern. Schaut Euch dieses Video an und sagt mir, für welchen Flug Ihr Euch entscheiden würdet wenn Ihr die Qual der grauen Wahl identischer Angebote hättet.
Eine Amerikanerin aus San Antonio die den coolen Flight Attendant per Handy aufgenommen hat (siehe hier) schreibt auf YouTube:
Had a flight home from Dallas to San Antonio (3-2-09) and never expected this…I have to say that this was the best hour and fifteen minute flight I have ever been on. Southwest Airlines should give this man a major pay raise..not only was he good but he was good lookin!!!
Ich geh einen Schritt weiter: David Holmes, so der Name des rappenden South West Airlines Stewards, gebürt nicht nur Anerkennung für seinen Auftritt, seine Motivation für seine Arbeit (siehe unten) sondern ein Teil des Marketing-Budgets der Werbeagentur als Sonderprämie!
David Holmes selbst sagt (lt. dieser britischen Zeitung) zu seinem Auftritt:
I didn’t know how they were going to react, but I like to have fun at work. People started getting off the plane and said to me ‘that’s the first time I have listened to the emergency instructions’.
Übrigens wurde der Clip in seinen unterschiedlichsten Varianten alleine auf YouTube in einer Woche bereits von einer viertel Million Menschen angesehen.
Das Video (das übrigens nicht das erste Rap Video aus einer Southwest Maschine ist) und die tausenden Feedbacks dazu lassen nicht darauf schließen ob das ganze nicht “nur” Resultat einer hervorragend geplanten Viralkampagne von Southwest Airlines ist. Sollte jemand aktuellere Infos haben sind sie in den Kommentaren willkommen.
Gefunden bei Tourismus Zukunft
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):dienstleistung differenzierung erlebnis handy humor Marketing servicewüste tourismus & gastronomie user generated content video viralmarketing
Restaurant-Bewertungen am Handy

Mobilität und die Verfügbarkeit von Information kennt immer weniger Grenzen. Spätestens seit Einführung des iPhones sind immer mehr Menschen 24h online.
Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog eine Anwendung für Handys vorgestellt, mit der Preise von Lebensmitteln in benachbarten Supermärkten verglichen werden können. Heute lese ich im iPhone Ticker, dass es endlich eine (zumindest von mir) langersehnte Anwendung für iPhone gibt.
Mit Qype Radar findest Du auf dem iPhone auch unterwegs die besten Plätze der Stadt! Qype Radar kennt dank GPS oder Ortung der nächsten Mobilfunkzellen Deine Position, und zeigt Dir automatisch die besten Adressen in Deiner Nähe an.
(…) Anhand der vergebenen Sterne und der Bewertungen findest Du so schnell und einfach die besten Plätze in Deiner unmittelbaren Nähe. Und das mit über 500000 Bewertungen von Qypern in über 15000 Städten weltweit. (Quelle: Qype Blog)
Qype (www.qype.com) ist so etwas wie die Gelben Seiten des User Generated Content – manch einer mag Bewertungs-Plattform dazu sagen. Allerdings listet Qype nicht “nur” Hotels, sondern alle Unternehmen die “physisch besucht werden können”.
Zurück zu Qype und iPhone: Am Handy liefert Qype Radar per GPS Anbindung Adresse, Telefonnummer, Webadresse, Fotos, Bewertungen und das alles angezeigt auf einer Google Maps Karte.
Bislang funktioniert am iPhone zwar nur der Abruf von bestehenden Bewertungen, aber auch das Hochladen live aus dem Restaurant dürfte wohl nur noch eine Frage kurzer Zeit sein. (Link zum kostenlosen Download der Anwedung bei iTunes.)
Qype? Nutzt doch niemand.
Viele Unternehmer mit denen ich spreche, haben noch gar nicht bemerkt, dass Qype ihre Unternehmensdaten längst in seine Plattform integriert hat, nutzen die Möglichkeit zur Eigendarstellung nicht, und haben keinerlei Ahnung über das Feedback das Kunden ins Netz haben.
Vor einiger Zeit hat mir ein Vertreter der Wirtschaftskammer Österreich eine Frage gestellt.
Was müssen wir tun, damit Unternehmen stärker unseren Marktplatz nutzen und ihre Unternehmensdaten aktualisieren?
Die Frage hat einen doppelt falschen Ansatz! Warum sollte ich als Unternehmer meine Daten pflegen, wenn im WKO Marktplatz ohnehin niemand nach dem sucht was ich anbiete? Nicht mal Google listet dort integrierte Daten an brauchbarer Stelle. Die erste Fragestellung muss also sein: “Was müssen wir tun, damit Kunden unserer Kunden die Plattform nutzen?” (vgl. antizipatives Denken).
In weiterer Folge werden Unternehmen den Mehrwert erkennen, der sich aber nicht allein auf die eigene Plattform beschränken darf – dafür ist es zu spät und es gibt längst wesentlich wichtigere Portale als wko.at. Eine Chance läge im Übernehmen einer Dienstleistung wie z.B. einer solchen:
Macht Eure Schnittstellen auf, anstatt nur das Adressmaterial zu verkaufen. Ein Mehrwert könnte z.B. die Anbindung an stark frequentierte Portale wie Qype, XING & Co. sein. Kaum ein Unternehmer hat noch die Zeit, sich um die vielen Möglichkeiten zu kümmern, die das Internet bietet. Und Jungunternehmer haben davon nicht selten die geringste Ahnung. In weiterer Folge führt Ihr Content den “die da draussen” über Eure Kunden (= Pflicht-mitgliedschafts-beitragszahler) ins Netz gestellt haben zurück auf Eure Plattform (= einfaches Tracking).
Weiter wollte ich fürs erste noch gar nicht gehen.
Kopfnicken.
Nicht wirklich verstehen.
“Schnittstellen aufmachen? Vielleicht sollten wir übers WIFI Seminare für Unternehmen anbieten.”
Ja. Auch eine Möglichkeit…
Bewertungsplattformen proaktiv nutzen
Zurück zum eigentlichen Thema: Vor 2 Wochen hat mir eine Freundin 5 Lokal-Vorschläge für ein Treffen geschickt. Leider hatte nur eines der fünf eine brauchbare Internetseite mit Bildern um mir bei meiner Entscheidung zu helfen. Aber: Alle fünf waren bereits auf Qype bewertet worden und Gäste haben ihre Meinungen zu den Restaurants dort eingepflegt. Worauf fiel meine Entscheidung wohl…?

(Bewertungen von Qype Usern auf Tirol Fanpage Facebook)
Längst sind es nicht nur mehr Hotels die sich mit Bewertungen ihrer Leistungen “herumschlagen” müssen. Auf Qype hinterlassen Kunden Feedback über Zahnärzte, Anwälte, bewerten Restaurants, Bars, Cafes und sogar Veranstaltungen (letztere können übrigens selbst in einen Eventkalender eingetragen und mit dem eigenen Profil verknüpft werden).
Höchste Zeit also sich Gedanken zu machen, wie User Generated Content jeglicher Art pro-aktiv für den eigenen Betrieb genutzt werden kann. Beispiele folgen in den nächsten Tagen hier auf ANDERS|denken. » per Mail abonnieren
Foto: “Wish I was riding in that car” by Pranav – thanks for sharing!
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):community dienstleistung essen & trinken facebook handy iphone preisvergleich servicewüste tirol tourismus & gastronomie user generated content viralmarketing web2.0/social media
Buchhandel im 21. Jahrhundert. Nichts gelernt.
Letzte Woche fiel mir auf, wie lange ich schon nicht mehr in einer Buchhandlung aktiv nach etwas gesucht hatte. In Zeiten von Amazon und iTunes muss es Jahre her sein, so genau weiß ich das nicht mehr.

Ich war auf der Suche nach einer Hörbuch CD, die mir eine lange Autofahrt kürzer erscheinen lassen sollte. iTunes führt die CD, obwohl sie brandaktuell ist, nicht (aus sowas solls geben). Die beiden größten Innsbrucker Buchhandlungen führen die CDs beide – theoretisch zumindest. Hörproben hört man sich an einem eigenen “Tower” per Kopfhörer an. Soweit so gut, dann das weniger Erfreuliche.
In keinem der beiden Läden war die CD lagernd. Die Mitarbeiterinnen bieten an, das Hörbuch zu bestellen.
“In 10 Tagen können Sie es bei uns im Laden abholen. Wir schicken Ihnen sogar ein SMS wenn Ihre Lieferung eintrifft.”
Nettes Service, aber 10 Tage Lieferzeit für etwas das ich (1) morgen haben will und (2) in digitaler Form vorliegen sollte?
“Können Ihre Hörtürme das nicht auf mein Handy oder iPod runterladen?”
Irgendwie ahnte ich die Abstrusität meiner Frage bereits als ich sie stellte, denn immerhin ist das Internet ja erst 15 Jahre alt, und der Buchhandel hat doch einige Jahre mehr auf dem Buckel.
“Wie stellen Sie sich das vor? Nein, das geht nicht.”
“Kann ich die CDs bei Ihnen auf der Webseite runterladen?”
“Nein, wir verkaufen bei uns im Shop die CDs. Raubkopien haben wir nicht. Bestellen können Sie die Produkte natürlich schon online, aber es wird auch um die 10 Tage dauern…”
Ich für meinen Teil hatte genug, und entschied mich dann doch für ein ganz anderes Hörbuch. Wie immer bequem innerhalb weniger Sekunden von iTunes frei Haus auf meinen iPod geliert, den ich per USB Kabel an meinen CD Player im Auto anschließe.
Liebe Buchhändler…
Ihr jammert seit Jahren, dass Eure Umsätze zurückgehen und was macht Ihr? Ihr seit auf dem Stand des mittleren 20. Jahrhunderts stehengeblieben!
Ich an Eurer Stelle würde mir einmal ganz viel Zeit nehmen zu analysieren wie (a) Euer Markt heute aussieht, was sich dort tut, welche technologischen Entwicklungen es nicht erst seit dem iPhone Launch gibt und (b) auf welche Arten Eure einstigen Kunden Eure Produkte kaufen und konsumieren. Und dann das wichtigste: Passt endlich Eure Strategien, Euer Service und Eure Mitarbeiterschulungen diesen Entwicklungen an. So schwierig wäre das gar nicht…
ANDERS|denken Vorschau
Am Samstag gibt es in der Kategorie “Video fürs Wochenende” ein Video über die ungewöhnlichste und vielleicht größte Buchhandlung Amerikas. Sie liegt in keiner Großstadt sondern in einer Gegend die dem Ende der Welt gleicht. In den Regalen: 1 Million Bücher…
handel kritik musik servicewüste
Lernen “Auf Wiedersehen” zu sagen
Bei einigen Unternehmen erkennt man erst bei der “Verabschiedung” die wahre Einstellung gegenüber Kunden (oder, wie sehr einem der vermeintliche Erfolg eines Startups, das nebenbei bemerkt ausserhalb “der Szene” nicht mal wer kennt, zu Kopf steigen kann).
Hallo, wir haben deine Anfrage erhalten und werden uns darum kümmern.
[Tage später...] Hallo, du kannst dich mit diesem Link abmelden.
[Original eMail ungekürzt]
Servicewüste pur. Und bitte nicht so persönlich!
Wozu hinterlasse ich bei der Anmeldung meinen Namen?
Auch ein Dankeschön für die bisherige Treue muss nicht sein, geschweige denn würden Euch meine Gründe für die “Kündigung” weiterhelfen, Euer Service zu verbessern.
Auch wenn ein Kunde aus deinem Geschäft raus geht, ohne etwas gekauft zu haben: Überleg dir wie du “Auf Wiedersehen” sagst! Man weiß ja nie…
Im konkreten Fall hatte ich ursprünglich meine Mitgliedschaft gekündigt, um mich unter einem anderen Benutzernamen und mit aktualisierten Daten wieder bei Euch anzumelden. Davor aber habt Ihr mich mit nur 2 Mails bewahrt. Danke :-)
Foto: Flickr CC, thanks for sharing!
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):akquise dienstleistung Marketing servicewüste web2.0/social media
Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus
Überaus amüsant fand ich ein Statement von Georg Wiedenhofer, Marketingleiter bei der baumax/Schömer Gruppe in derStandard.
“In 5 bis 10 Jahren werden schon einige Produkte – wie Bohrmaschinen – über das Internet verkauft werden, bei Zement ist das schon wieder schwieriger.”
Was hier im Rahmen eines Web2.0 Symposiums in Wien wie eine Vision klingt ist das klassische Internetmodell der späten 90er Jahre (Web1.0): Geschäftsmodelle aus der realen Welt 1:1 ins Web kopieren, ohne dessen zusätzliche Möglichkeiten zu nutzen. Es kommt aber noch besser:
Laut Wiedenhofer informiere sich die Kundschaft im Internet und gehe dann zum “Baumarkt um`s Eck. “Die Leute wollen die Sachen angreifen und sehen.” Ein guter Internetauftritt zahlt sich nicht aus somit, weil die anderen Märkte davon profitieren würden.
Deshalb besser gar kein Internetauftritt, lieber Herr Wiedenhofer, dann informiert sich “die Kundschaft” erst gar nicht auf Ihrer Seite, sondern vertraut von Anfang an Meinungen anderer Käufer und folgt der Wegbeschreibung zu Hornbach, denn dort hat man es verstanden, über das Internet die klassische Schwäche vieler Discounter (Beratung) in einen Mehrwert zu verwandeln.

Quelle: AGOF Internet Facts.
Messen Sie als Unternehmen mit klassischen Vertriebswegen den Erfolg Ihres Internetauftritts nicht fälschlicherweise am Online-Shop! Denken Sie auch an aufgrund von Recherchen getroffene Vor-Kaufentscheidungen – egal in welcher Branche!
Stichworte zum selbst weiterlesen: Integrierte Markenführung und Online Reputation…
Nachtrag 28.6.2008
- Highlights der Web2.0 Konferenz in Wien (Danke Herr Krause für den Hinweis!)
- Bohrmaschinen per Telefon verkaufen, Dieter Rappold, knallgrau
handel kritik Marketing servicewüste tourismus & gastronomie web2.0/social media








































