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Alle Beiträge zum Thema positionierung

Die wertvollsten Marken der Welt. Brandz 2009.

brandz2009
Vor über einem Jahr habe ich die jährliche Markenwertstudie “Brandz” von Millward Brown so vorgestellt:

Millward Brown misst jährlich den Marktwert von etwa 50.000 weltweit operierenden Marken. Zu diesem Zweck wurden bislang über 1.000.000 Verbraucher befragt. In Kombination mit den Finanzdaten von Bloomberg und Datamonitor wurde daraus der Wert der 100 weltweit größten Marken bestimmt.

Vor kurzem hat Millward Brown das Ranking für 2009 vorgestellt. Wenig überraschend ist und bleibt Google mit einem Markenwert von über 100 Milliarden Dollar die weltweit wertvollste und wichtigste Marke.

Erfreulich aus österreichischer Sicht: Erstmals hat es mit Red Bull (Neueinsteiger Rang 79, Wert rd. 8 Mrd. US Dollar) auch eine Marke aus Österreich in die Top 100 geschafft. Gratulation!

marken

Die gesamte Studie gibt es wie immer zum kostenlosen Download unter www.brandz.com. Von dort ist auch obenstehende Conclusio entliehen, die man aus der Markenstudie 2009 ableiten kann.

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Null-Stern Hotel im Atom-Bunker

In Österreich gibt es laut Statistik Austria 2.206 4- und 5 Sterne Hotels, 5.467 mit 3 und 5.661 Hotels mit 2 oder einem Stern. Null Sterne Hotels gibt es aber noch keines. Null Sterne?

In Kooperation mit der Gemeinde Sevelen [Anm.: St. Gallen, Schweiz] entstand das weltweit erste Null Stern Hotel als lustvolle Erweiterung des gängigen Hotelangebots. Das Low-Budget-Hotel bietet ein innovatives Nischenprodukt in mehrheitlich leerstehenden Luftschutzanlagen der Schweiz in Form einer Kunstinstallation.

Die Köpfe hinter dem Konzept sind die Künstlerzwillinge Frank und Patrik Riklin. Die beiden beschreiben das Konzept so:

“Ein Hotel-Stern signalisiert normalerweise den Anspruch auf Seriosität. Der Verzicht auf diese Kategorisierung bedeutet im Gegenzug aber totale Befreiung.” [RP Online]


Wenn Testschläfer dann allerdings erzählen, dass ein Butler mit weißem Hemd und Fliege die Gäste am Morgen höchstpersönlich weckt und den Kaffee gleich mitbringt, frage ich mich in welchen 4-Sterne Hotel das der Fall ist :-)

Hotelzimmer ab 6 Euro

Neben der Differenzierung trifft die (Spar-)Idee sogar noch den richtigen Zeitpunkt (Stichwort Finanzkrise). Zwischen 6 und 25 Euro soll eine Nacht im Betonbunker ohne Fenster kosten. Das Billighotel öffnet Anfang 2009. Ansprechen soll das Pilotprojekt Menschen die nur mal schnell eben einen Schlafplatz brauchen – und derer gibt es viele.

54 Schlafplätze hat das Hotel, die Außenwelt ist nur über Live-Cams und Monitore sichtbar. Wer in den metallenen Militär-Stockbetten oder in den etwas weicheren Jugendstil-Betten schlafen darf entscheidet das Los – übrigens auch wer warm Duschen darf.

Erwähnenswert wie die Ausstattug des Hotels zusammengetragen wurde: Hier half das ganze 4.000 Seelen Dorf mit. Die Bewohner von verliehen oder verschenkten Bettwäsche, Nachttische, Lampen und Betten. Wahrscheinlich stammen auch die Wärmflaschen von ihnen. Diese sollen die fehlende Heizung ersetzen.

Einmal im Leben Hoteldirektor sein

Die Riklins brauchten die Einwohner von Sevelen aber nicht nur für die Finanzierung der Hotel-Ausstattung, sondern sollen diese auch abwechselnd die Rolle des Hoteldirektors übernehmen.

Konzept mit Zukunft?

Den Namen haben die Riklins sicherheitshalber schon mal zum Markenschutz angemeldet, denn sie können sich durchaus vorstellen eine Kette zu gründen. Warum auch nicht, solange sich genügend Gäste finden. Und leer-stehende Zivilschutzanlagen gibt es in der Schweiz (und nicht nur dort) unzählige.

Egal ob man nun Anhänger von Komfort oder Billighotel ist, muss man den Riklins die Schaffung und Vermarktung eines tollen Konzeptes zugestehen. Durch seine klare Positionierung differenziert es sich von der breiten Masse. Und es polarisiert. Aber genau deshalb haben viele internationale Medien bereits kostenlos die Werbetrommel gerührt über das Nullstern Hotel berichtet. Das schaffen andere heute nicht mal mehr, indem sie das 99te Hotel sind, das Zimmerpreise nach Körpergewicht verkaufen.

Foto-Quelle: www.null-stern-hotel.ch

Ein Interview mit den Riklin Brüdern gibt es in der Süddeutschen Zeitung.

Astrid, danke dir für dein Mail mit dem Hinweis zum Hotel und deine Anmerkungen. Mir fielen bei den Bildern Hotelzimmer ein, die man als Fan der Veroner Oper in ausverkauften Zeiten eben gerne mal in Kauf nimmt – allerdings hatten die sehr wohl Sterne :-)

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Geschäftsidee Hundefutter Catering

Wasiff Khan wollte schon immer mit Catering Geld verdienen. Schon bald aber bemerkte er, dass eingesessene Lobby in Bombay stärker war als er, und es kaum einen Weg für ihn gab, wirklich an zahlungskräftige Kunden heranzukommen.

Vor 4 Jahren erfand Khan einen neuen Markt und eröffnete ein Catering Service für Hundefutter.

“I entered this business at the right time. The city was opening up to pet culture, creating a market for dog food and other pet accessories. To start with, I decided to study the demand of fresh dog food and the feasibility of the business.”

Der heute 28jährige Khan mischt das seine “Leckerbissen” die zwischen 0,60 und 1,00 Euro kosten vor allem aus Reis, Mais, Hirse, Weizen, Fleisch und Gemüse. Alle Zutaten sind stets frisch. Streng verpönt sind künstliche Zusatzstoffe. In weniger als einem Monat hatte er schon 30 Kunden. Heute sind es täglich über 500 Hundebesitzer, die von 8 Angestellten “Essen auf Rädern” geliefert bekommen.

Gelungene Positionierung

Khan hat durch das Erkennen eines Engpasses (“Wo kaufe ich als fürsorglicher Hundebesitzer frisches Hundefutter?”) erkannt und besetzt mit Home Care Dog Food seit 4 Jahren erfolgreich eine Nische.

Quelle: Mumbai News via Förster/Kreuz | Foto: Beratungsletter

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Verhaltensregeln für deine Kunden

Viele Unternehmen erzählen uns in ihren Leitbildern, welche Bedeutung wir Kunden für sie haben. Steht man dann tatsächlich als Kunde dort, sieht die Realität oft ganz anders aus. Vielleicht gefällt mir gerade deshalb das Beispiel der Design Agentur No. 17 so gut.

In diesem pdf File, kommunizieren sie anhand praktischer Beispiele ganz offen, ANDERS, authentisch, witzig aber zugleich auch ein wenig provokativ die Spielregeln.

How to be a good customer – Witz, Humor und Mut. Aber genau so versteht es dein Kunde!

No.17 via swissmiss

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Keine Werbung ist die bessere Werbung

Fussball EM Anti-Fan-Meile
Meine deutschen Leser kennen das noch von Zeiten der Fußball WM in Deutschland – teilweise furchtbar nervende (weil plump und unkreativ!) Werbung rund um die Fußball EM. Eine Wirtin, die Lesern meines Blog bestens bekannt ist, hat (natürlich) wieder einmal ANDERS|gedacht.

Barbara Schreiner (Restaurant Glescherblick, Gletscherblog) hat ihr Restaurant zur Fußball-freien Zone erklärt.

Eine klare und mutige Positionierung an einem Standort, wo derzeit das spanische Nationalteam für Fußball Fieber sorgt – aber genau mit dieser Positionierung füllt sie ihr Lokal … Platz um Platz.

Kein Fernseher, keine EM-Menüs und schon gar kein EM-Schnitzel. Einzig und allein ein großer Spielplan hängt an der Wand – der hat aber vor allem den Zweck, um sich an Spieltagen rechtzeitig einen Platz im Gletscherblick sicher zu können.

“Es haben sich schon jede Menge Damenrunden aller Altersgruppen angekündigt, die nichts von Fußball wissen wollen und ein ruhiges Lokal suchen.” Und dann fügt Babsi noch schmunzelnd hinzu: “Es hat dann auch nicht lange gedauert bis Männerrunden folgten, denn da wo ‘die Hasen’ sind, sind die Jäger nicht weit…”

Gut gemacht Babsi! Hauptsache du vergisst meine Reservierungen nicht :-)

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Die 100 stärksten Marken der Welt – Nummer 1: Google

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Millward Brown misst jährlich den Marktwert von etwa 50.000 weltweit operierenden Marken. Zu diesem Zweck werden weltweit über 1.000.000 Verbraucher befragt. In Kombination mit den Finanzdaten von Bloomberg und Datamonitor wurde daraus der Wert der 100 weltweit größten Marken bestimmt.

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Laut der heute veröffentlichten BRANDZ(tm) Studie 2008 ist Google wieder die stärkste Marke der Welt. Von MillardBrown errechneter Markenwert 86.1 Milliarden US Dollar. Damit hat Google seinen Markenwert im Vergleich zum Vorjahr um beeindruckende 30% gesteigert.

Auf den Rängen folgen General Electric (71,4 Milliarden US-Dollar), Microsoft (70,9), Coca-Cola (58,2) und China Mobile (57,2). Die Rangplätze 6-10 halten IBM, Apple, McDonald’s, Nokia und Marlboro. Best plazierte deutsche Marke: BMW (Rang 14, 25,7 Mrd.), Österreich ist nicht in den Top100 vertreten.

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„Das diesjährige Ranking zeigt, wie wichtig es ist, in Marken zu investieren – vor allem angesichts ungewisser Märkte. Starke Marken bringen erstklassige Renditen und schützen Unternehmen vor Risiken“, meint Joanna Seddon, Global CEO von Millward Brown Optimor und begründet die Aussage mit der Aktienkursentwicklung der Top100.

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Quelle: www.brandz.com

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Sonntagsgeschichten: Marketing eines Nicht-Marketers

Wandern im Zillertal/Tuxertal
Leser dieses Blog wissen, dass ich Geschichten mag. Besonders solche die das Leben schrieb. Ich lese Geschichten gerne in (guten) Blogs, aber noch lieber lasse ich sie mir bei einem hervorragenden Glas Wein erzählen.

Im Anschluss an meinen Vortrag über Web2.0 im Tourismus bei den Europa Wanderhotels erzählte mir der Hotelier Hermann Grubauer seine Geschichte, die 1976 in Brasilien begann. Dort lebte und arbeitete er 5 Jahre lang in den Regenwäldern des Amazonas mit zwei Indianerstämmen. Die Indios lehrten ihn das, was heute Grundlage für den Erfolg seines Wanderhotels Tuxtertal ist, die er von der 18 Betten Pension zum 4-Sterne Hotel geführt hat.

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„Weißt du“, begann Hermann, „vielen Hoteliers hier geht es heute noch viel zu gut. Sie sind zu satt. Darum haben sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt und wollen sich nicht verändern. Nur der Hunger lässt auch die einfachste Nahrung zum Festmahl werden. Aber je stärker der Magen schon knurrt, umso schwerer ist die Jagd.“

„Ich mache kein Marketing!. Wozu auch? Viel lieber als um tausende Euro Anzeigen in Zeitungen zu kaufen rede ich mit Menschen. So wie du das in deinem Vortrag über dieses Web2.0 erklärt hast. [...] Ja, ich verstehe, dass Menschen sagen das koste viel Zeit. Aber wer sich diese Zeit nimmt wird schnell verstehen, dass sich die Investition lohnt. [...]

Vor einigen Jahren traf ich auf eine Gruppe Deutscher die der Festen Überzeugung waren, das Wandern sei nichts für sie. Kurzentschlossen fuhr ich nach Deutschland und lud sie zum Wandern durchs wunderschöne Saurland ein. Das ganze „Marketing“ (wenn du es so nennen willst) hat mich lächerliche 600 Euro gekostet – inklusive Essen und Getränken. Heute lieben sie das Wandern und kommen jedes Jahr zu mir – mit ihren Familien, Freunden und den Freunden ihrer Freunde. Die 600 Euro haben sich längst bezahlt gemacht.“

Hermann Grubauer ist ein bescheidener und authentischer Mensch – das hat ihn zur Marke gemacht. Grenzüberschreitend. Medien (auch Finanz- und Wirtschaftsmagazine) lieben ihn und zitieren ihn gerne – vor allem deutsche, denn leider trifft auch auf ihn das Sprichwort des Apostels im eigenen Land zu, und so manchem Werber aus der eigenen Heimat sind seine Worte ein Dorn im Ohr.

“Vergiss den Profit. Der kommt von selbst – aber nur wenn du dich wohlfühlst und im Einklang mit deiner Umgebung lebst. Es gibt kein Ich. Die Indios lehrten mich, dass nur das Wir die Wärme schafft, die man zum Leben braucht.”

Auch wenn Hermann sagt er mache kein Marketing – sein Handeln ist Marketing. Marketing in seiner edelsten Form und ohne großes Werbebudget. Marketing das auf Dialog basiert. Anstatt nur über sich selbst zu reden redet Hermann Grubauer mit Menschen. (Mühsames) 1:1 Marketing durch das Beziehungen, Mundpropaganda und Begeisterung entstehen.

“Die Herzlichkeit und Ehrlichkeit mit der man Menschen begegnet, kommt tausendfach zurück.”

Warum dieser Beitrag? Nicht nur weil es auch bei Web2.0 stets um Authentizität, Gespräche, Beziehungen, Mundpropaganda und Glaubwürdigkeit geht. Vor allem deshalb, weil vielen von uns Hermanns Verständnis von Marketing nicht mehr vertraut ist. Zu sehr haben wir uns an die jahrzehntelange Marktschreierei von Werbern und aufdringliches Push Marketing gewöhnt.

Hermann Gruber, Wanderhotel Tuxertal, Zillertal
Ich bedauere sehr dass Hermann (noch) kein eigenes Blog betreibt und seine Erlebnisse, Erfahrungen und Einstellungen so auch mit Menschen teilt, die es nicht eben mal schnell auf einen Kaffee ins weit entfernte Lanersbach (Zillertal, Österreich) schaffen, aber vielleicht soll es so sein dass sie nur dort erzählt werden.

Das Gespräch mit Dir, lieber Nicht-Marketer Hermann Grubauer, hat gut getan. Sehr gut sogar. Vielen Dank dafür!

www.tuxertal.at | www.mittirolerherzblut.com

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