Alle Beiträge zum Thema Marketing
Werbeidee für den nächsten Winter
“Eigentlich” hat dieses Bild zur “Sommerzeit” ja hier nichts verloren aber angesichts des tagelang anhaltenden strömenden Regens… Außerdem sind ja viele bereits beim Planen von Winter-Marketingaktionen.
Guerilla Marketing mit Schnee gabs bei ANDERS|denken schon früher (siehe hier). Nicht ganz “gratis” aber nicht weniger gelungen ist eine witzige Aktion des irischen Reiseunternehmens Directski.
Im Rahmen einer “Ambient Marketing” Kampagne wurden kleine Flyer mit ausgestanzten Skifahrer an Autoscheiben gesteckt.
They developed a windscreen flyer and targeted the carparks of dry ski slopes and holidays expos. They also targeted urban streets near adventure sports and ski shops. They placed theses flyers on the windscreens for a week at the start of the winter.
Nachdem es in der Nacht gefrostet oder geschneit hat, sehen die Miniatur-Skifahrer aus, als würden Sie im Tiefschnee eine Piste (=Windschutzscheibe) hinunter fegen.
Ich glaube dass diese Flyer sogar mir ein Lächeln aufgezwungen hätten, obwohl ich mich sonst eher über den nervigen 0815 Müll (Flugzettel) an meiner Autoscheibe ärgere.
Foto: Directdaily, ein Guerilla Marketing Blog das wärmstens zu empfehlen ist.
Nachtrag:
Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit bei den vielen LeserInnen bedanken, die mir immer wieder Ideen für Beiträge per Mail zukommen lassen. So wie der Hinweis zu dieser Aktion von Andreas Liebhart (Raiffeisenbank Lustenau Blog) stammt. Eure Vorschläge sind alle nach Themen sortiert abgespeichert, und sobald es sich ausgeht werde ich weitere Artikel veröffentlichen.
Marketing tourismus & gastronomie werbung
Ein letzter seiner Zunft – Schuster mit (Service-)Ideen

Die teuren Lieblingsschuhe haben ein Loch in der Sohle? Viel Vergnügen beim Suchen nach dem nächsten Schuster. Gar nicht weit von mir zu Hause gibt es noch einen – und was für einen.
Walter Erhart betreibt sein Gewerbe seit über 20 Jahren. Die meiste Zeit verbringt der Schuster im “Außendienst”. Moment mal … im Außendienst? Richtig, aber alles der Reihe nach.
Walters Geschäft ist nur an 4 Tagen in der Woche für 5 Stunden (7-12h) geöffnet. Vor seiner Werkstatt hat Walter Erhart seine “Schuhklappe” aufgestellt – eine eigene Erfindung. An der Schuhklappe fahren viele Ausflügler und Achensee Touristen vorbei. Um die (teuren) Schuhe einwerfen zu können, muss Walter Erharts Service Nr. angerufen werden. “Magisch” öffnet sich die Schuhklappe und die Schuhe können für die Reparatur hinterlegt werden. Die Abholung funktioniert auf die gleiche Art und Weise. Nach einem Anruf bei Meister Walter spuckt die Schuhklappe die reparierten Schuhe aus.
Walter Erharts Service geht aber weiter – und das an 365 Tagen im Jahr. Ab einem Reparaturaufwand von EUR 30 holt Walter die Schuhe kostenlos auch zu Hause ab und bringt sie “wie neu” wieder zurück. Auch an Tankstellen hat Walter sein Abholservice eingerichtet.
Während andere in Zeiten asiatischer Billigschuhe schließen (und jammern) hat Walter nach Lösungen gesucht – und diese auch gefunden. Walter ist ein authentischer Mensch, ein Original, das den Kontakt zu seinen Kunden aktiv und bei jeder Gelegenheit sucht (so wie der innovative Metzger Ludger Freese in einem anderen Beispiel). Der Servicegedanke steht ganz oben.
Gleichzeitig löst er 2 brennende Probleme seiner Kunden: Zeitmangel und örtliche Entfernung zu einem Service das sie “unbedingt” haben wollen.
Genial umgesetzt, großes Kompliment und weiterhin viel Erfolg, Herr Schuster!
dienstleistung differenzierung geschäftsidee handwerk Marketing tirol
Verkauf Ideen deiner Großmutter

Vor einiger Zeit war ich Mitglied in der Jury zum Microsoft Innovationaward 2009 (Beitrag siehe hier). Mit vielen Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern habe ich schon über den Award diskutiert und wir sind immer wieder bei einem Thema hängen geblieben:
Dass sowohl für Förderungsanträge, Investorengespräche, Awards aber vor allem für Kunden eines so wichtig ist: Der Elevator Pitch. Was ich damit meinte erklären vielleicht diese paar Sekunden eines Videozusammenschnitts von Microsoft.
»mehr Tipps zum Elevator Pitch
Videos aller eingereichten Projekte gibt es auf YouTube (siehe hier). Gewinner des Innovationaward 2009: EDOCTA – ein Projekt des Unternehmens impactit das (geht es nach den Erfindern) unserem Herrn oder Frau GesundheitsministerIn schon bald eine Menge Geld sparen sollte.
www.impact.co.at/produkte/edocta
www.innovationaward.at
geschäftsidee innovation Marketing präsentieren storytelling veranstaltungen & events video
Die “kreativsten” Werbeagenturen des Landes

Im Rahmen eines Interviews zum Thema “Integriertes Marketing” fragte mich vergangene Woche ein Journalist, warum ich Preisen wie z.B. dem Tirolissimo relativ skeptisch gegenüberstehe. Meine Antwort:
Der Slogan an sich spricht Bände:
“Die Branche feiert ihre Besten“.
Weil Preise wie u.a. auch der Tirolissimo in der Regel sich ändernde Marktgegebenheiten ingnorieren und traditionellerweise Auswüchse von Inzucht diverser Branchen sind. Wenn sich Prämierungen in Zeiten in denen auf uns täglich zwischen 3.000 und 5.000 Werbebotschaften einprasseln, und jährlich hunderte Kilo Papier in unseren Postkästen landen, weitehrin auf die kreativste Anzeige, das beste Plakat, den besten Prospekt und den besten Radiospot beschränken, und nicht im Ansatz auf
- integrierte Markenführung,
- Viralmarketing, oder gar
- partizipatives Marketing
eingehen, sind Preise wie der Tirolissimo meines Erachtens nicht nur ein lächerlicher Hochgesang einer untergehenden Branche, sondern auch keinesfalls würdig mit internationalen Kampagnen verglichen zu werden – auch wenn das einige Medien (die mit den ausgezeichneten Agenturen natürlich gutes Geld verdienen) gerne so sehen würden.
Überaus kreative Marketingkampagnen (wie es derer hier in in diesem Blog dutzende gibt) werden beim Tirolissimo überhaupt nicht berücksichtigt, weil hinter den meisten gar keine Werbeagentur stehen. Häufig sind es die (Klein- und Kleinstunternehmer) selbst, die für mehr Mundpropaganda und nachweislichen Erfolg sorgen, als es die Kosten für eine Agentur jemals gerechtfertigt hätten.
Frage an Herrn Christian Handl (Werbeagentur Tripleseven) und Organisator des Tirlissimo:
Warum kürt eine sogenannte “Fachjury” die Gewinner? Warum nicht mündige Konsumten Prosumenten wie du und ich?
Vorweggenommene Anwort meinerseits: Weil wir die meisten Kampagnen gar nicht kennen?! Weil Menschen wie du und ich nicht “fähig” sind zu entscheiden was gut ist und was nicht?! Mag sein, denn wir beschäftigen uns gar nicht mit Euren Kampagnen. Warum auch, bei der täglichen Werbe-Reizüberflutung.
(» siehe “Marketing & Werbung: Damals vs. Heute”)
Haben Werbepreise dann überhaupt noch eine Berechtigung außerhalb der Branche? Ich sage ja, aber bitte mit neuen Strukturen und unter nachweislicher Berücksichtigung nachhaltiger Effektivität. Dass die Agentur xyz den besten Begleittext in Ihre Einreichung geschrieben hat, interessiert vielleicht die alteingesessene "Expertenjury" die den Aufbau wirklich innovativer Kampagnen entweder noch nicht verstanden hat, oder bewusst nicht verstehen will.
Übrigens: Was wirklich erfolgreiche Werbung ausmacht weiß das Tiroler Magazin "west“, denn es hat die “innovativsten Werber des Landes” genau danach befragt. Wer möchte liest diesen Beitrag zu Ende.
Heute bin ich allerdings (ausnahmsweise ;-) keiner Leserin böse, wenn Ihr das nicht tut, denn was die 16 befragten Herrn und 2 Damen (vielleicht liegt genau an diesem Verhältnis das eigentliche Kreativ-Problem ;-) von sich geben ist allgemeines Werbegeschwafel ohne konkrete Inhalte – und da konnten wir schon vor 25 Jahren in diversen Fachpublikationen nachlesen.
Die meisten Statements sind auf ihre Einstiegssätze gekürzt, denn in einem einzigen Satz schaffte es kein Pitch die Frage zu beantworten…
Übrigens: Jene Statemets denen ich voll und ganz zustimme sind die von Thomas Pichler (Tonstudio Klangfarbe) und Gudrun Platzl (Eine Augenweide), die ich bewusst zuletzt anführe, um Euch vielleicht doch ein wenig zu motivieren Euch durch den austauschbaren (vgl. Beispiele 1 und 2 ;-) Statement-Dschungel zu lesen…
Veranstaltungshinweis:

Hannes Treichl auf der Summit09
Veranstalter: Werbeplanung.at (» Blog)
16.-17. Juli 2009, Österreichische Nationalbibliothek
Was ist gute Werbung?
Es gibt keine gute oder schlechte Werbung – es gibt eine, die wirkt oder nicht wirkt…
(Walter Edinger, Edinger Communication)
Es gibt keine gute oder schlechte Werbung – es gibt nur welche die wirkt und Aufmerksamkeit erzielt oder in der Welle der Reizüberflutung durch Gewöhnlichkeit untergeht.
(Peter Fahrngruber, Filmatelier)
Für uns ist gute Werbung jene, die unserem Kunden mehr Umsatz bringt.
(Michael Egger, etouristik)
Gute Werbung ist die kreative Kunst der kommerziellen Verführung.
(Alexander Halbwirth, Agentur Morgenroth)
Gute Werbung muss entweder verkaufen oder Imagepunkte sammeln. Auffallen alleine reicht nicht.
(Alexander Dresen, ACC)
Gute Werbung ist die Kunst, Botschaften auf den Punkt zu bringen und sie so zu visualisieren, dass man die Message sofort versteht.
(Gerhard Purtscheller, Agenturpur)
Gute Werbung erzählt uns eine Geschichte. Kurz und bündig. In 20 Sekunden,, und noch schneller auf Din A4 oder 16 Bögen.
(Charlie Zimmermann, Zimmermann & Pupp)
Gute Werbung ist einzigartig, sie verspricht und fasziniert, sie überdauert die Jahre und verknüpft die Realität mit Fantasie.
(Robert Fattor, Forward)
Gute Werbung löst Assoziationen aus, entfacht eine Geschichte, ermöglich eine Identifikation mit dem Mehrwert oder Nutzen, den die Kommunikation über ein Produkt oder eine Dienstleistung erreichen will.
(Hannes Handle, Handle Creativ Werbeagentur)
Wenn sie ein klares Ziel hat und dieses erreicht, ist sie gut.
(Tom Jank, Impalawolfmitbiss)
Gute Werbung verkauft. [...] Werbung muss verkaufen.
(Walther Nothegger, Nothegger & Salinger)
Gute Werbung ist am Puls der Zeit und wird erst im Spannungsfeld zwischen Idee, Botschaft und Technik köstlich.
(Bernhard Oberhauser, Oberhauser & Partner)
Gute Werbung ist diejenige die verkauft. So sorgen wir von der individuellen Konzeption einer Kampagne oder Veranstaltung über die exakte Planung und Durchführung bis hin zur Erfolgskonrolle dafür, dass unsere Kunden ihre Zielgruppe erreichen.
(Thomas K. Müller, TKM Werbung & Events)
Gute Werbung transportiert eine klare Botschaft, ist zielgruppenorientiert und kreativ.
(Gregor Steiger, Stadthaus 38)
Ganz einfach: Werbung die wirkt. [...] Und darum gehts ind er Werbung: Aufmerksamkeit.
(Niki Lackner, die wilden kaiser)
Gute Werbung berührt die Herzen der Menschen [...] Lässt in eine andere Welt eintauchen, dien den Alltag verzaubert. Vermittelt Erlebnisse, die alle Sinne ansprechen und Gefühle auslösen. Und im besten Falle das Leben nachhaltig bereichern.
(Gudrun Platzl, Eine Augenweide)
Werbung ist Emotion. Es geht darum, ein emotional positives Umfeld zu erzeugen, in dem das Produkt und die Werbeaussage platziert werden. [...] Eine zunehmend beliebte Variante ist “auffallen um jeden Preis!” ohne Rücksicht auf den “Nervigkeitsfaktor”. Ob dies ein nachhaltiges Konzept ist, wage ich zu bezweifeln, ich zum Beispiel besuche einige Möbelmärkte bewusst nicht mehr.
(Thomas Pichler, Tonstudio Klangfarbe)
Vielen Dank…
…an mehrere Tiroler UnternehmerInnen und ANDERS|denkerInnen die mir in den letzten Wochen mehrmals Mails zum selben Thema geschrieben haben. Ich habe leider nicht alle Mails persönlich beantwortet, aber ich hoffe dass dieses Statement meine Haltung gegenüber dem Thema ausreichend wiederspiegelt.
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):branding kritik Marketing tirol tirolissimo werbung
Günstiger und schneller: Nie mehr zum Postamt!

Während sich in Österreich der Wirbel um Postamtschließungen ein wenig gelegt hat, stellt ein holländisches Unternehmen eine ganz andere Frage: Wozu brauche ich überhaupt ein Postamt?
Bei BlueMailCentral.com erstellt man seine Briefe im Textverarbeitungsprogramm am eigenen Computer. Ein Klick auf den Printbutton startet den Drucker. Aber nicht jenen neben dem Schreibtisch, sondern einen BlueMailCentral Drucker in über 70 Ländern. Die Zustellung übernimmt BluePrintMail.
Für jene die weiterhin Papier und Post zum Leben und Arbeiten brauchen liegen die Vorteile auf der Hand:
- Kein lästiger Gang zur Post
- Briefe kommen auch bei weiten Entfernungen schneller an
- Durch Druck und Versand im Bestimmungsland spart man sich hohe Portokosten…
- … und der Umwelt Transportwege!
Ein Preisbeispiel:
Der Versand eines Briefes in die USA kostet von Österreich aus EUR 2,05. BlueMailCentral übernimmt den Brief für weniger als die Hälfte nämlich für EUR 0,86 einschl. Druckkosten!
Schönes Beispiel für ANDERS|denken und bestehende Regeln in Frage zu stellen.
Gerne würde ich das Angebot BlueCentralMail kostenlos zu testen wahrnehmen, allerdings ist mir ein Manko an der Dienstleistung aufgefallen: Das Service funktioniert vorerst nur mit Windows Rechnern…
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):dienstleistung differenzierung innovation LOHAS Marketing verpackung
Gratis Kaffee für iPhone Besitzer
Wenn ich in einer Stadt unterwegs bin in der ich mich nicht wirklich auskenne, gehört u.a. mein iPhone zu meiner wichtigsten Navigationshilfe um Restaurants (Beispiel), Bars oder Shops zu finden. Trotzdem wundere ich mich immer wieder dass
- Viele überhaupt keine Webseiten haben,
- solche die per iPhone nicht zu öffnen sind (Grüße an Flash Startseiten die über Handy überhaupt nicht zu öffnen sind!) oder
- welche bei denen die Adressen sich im Impressum verstecken. Von Google Maps ohnehin keine Spur.
Wozu auch? Wer dich finden will wird es schon irgendwie schaffen. Ganz anders denkt man bei 7-Elven in Schweden. Das Unternehmen hat eine eigene iPhone Anwendung aufgesetzt, mit der man
- 1. Den nächstgelegenen 7-Eleven Shop findet und
- 2. Gleich einen Gutschein für einen kostenlosen Kaffee zzgl. Gebäck erhält
Damit das ganze nicht langweilig wird variiert 7-Eleven das “Gratis-Angebot” monatlich. Im Mai versucht 7-Eleven mit Eis Kunden ins Geschäft zu locken und zu Zusatzkäufen zu animieren.
Grafik und Quelle: Springwise
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):dienstleistung google handel handy iphone Marketing preisvergleich servicewüste
Wer bekommt den besten Tisch im Restaurant?
Normalerweise der, der die besten Beziehungen zum Personal hat ;-) Ganz anders läuft das hier:
Sitzen wo ich als Gast will – und nicht dort, wo es der Kellner gerne hätte.
Schon seit Jahren ist es in Kinos möglich seinen Sitzplatz bei der Kartenbestellung mit zu reservieren. Das Wagaboo Restaurant in Barcelona dürfte einen Blick über den Tellerrand geworfen haben, und hat sich diese Idee von einer anderen Branche abgeschaut.
Während bei uns viele Gastronomiebetriebe noch nicht mal brauchbare Homepages, geschweige denn Online Reservierungssysteme haben, wählt man im Wagaboo seinen Lieblingstisch gleich mit aus. Nett umgesetzt!
Alle Beiträge mit den Schlagworten (Tags):differenzierung essen & trinken Marketing servicewüste tourismus & gastronomie







































