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Alle Beiträge zum Thema CrowdSourcing

Schluss mit schlechten Nachrichten

westmagazin

Ein Tiroler Hochglanz-Magazin sucht nach den besten Innovationen Tirols und ist dabei selbst nicht wirklich innovativ. Crowsourcing auf Tirolerisch ;-)

Im Zuge des Cover-Wettbewerbs recherchiert WEST rund um das Thema „Innovatives Tirol”, wobei sich die Redaktion nicht nur auf den Technologiebereich beschränken, sondern den Fokus auch auf andere Formen von Innovation legen wird.”

Meine lieben Damen und Herren von WEST: Innovation bedeutet andere Wege zu gehen, z.B. LeserInnen und KäuferInnen Eures Magazins in die Gestaltung zu integrieren, also Cover Wettbewerbe nicht auf die immergleichen Agenturen zu beschränken oder letztendlich Eure LeserInnen über die besten Einsendungen entscheiden lassen!

Berechtigt zur Teilnahme sind alle Mitglieder der Tiroler Fachgruppe „Werbung und Marktkommunikation”. [...] Die von einer Jury auserkorene Siegerarbeit wird das Titelblatt einer der kommenden Ausgaben zieren. Zusätzlich dürfen sich die Gewinner über attraktive Insertionsvolumina freuen. (Auszüge aus Teilnahmebedingungen)

User generated news

Schon lange wollte ich hier (weil ich in vielen Vorträgen immer wieder auf begeisterte Zuhörer stoße) das Beispiel von myheimat.de erwähnen, Ihr habt mir dankenswerterweise entgültig den notwendig Aufhänger geliefert.

MyHeimat ist mein persönliches Lieblingsbeispiel für Bürgerjournalismus im deutschsprachigen Raum.

myheimat.de ist ein schnell wachsendes, deutschlandweites Bürgerreporter-Netzwerk (über 25.000 Bürger-Reporter, Stand 02/09). Jede Stadt (jeder Ort) hat auf dem Onlineportal myheimat.de ihre eigene sub-lokale Seite, auf der sich die Region trifft, austauscht und vernetzt.

Eine Lokalzeitung die auschließlich von Lesern gestaltet wird – so wie sich das viele wünschen (vgl. “92% für Mitmachzeitung“)

myheimat

Auf MyHeimat schreiben tausende Hobbyredakteure über News aus ihrer Region. Die besten Artikel werden gedruckt und finden ihren Weg in hundertausende Haushalte in vielen Bezirken in ganz Deutschland.

Die besten auf myheimat.de veröffentlichten Online-Beiträge erscheinen deutschlandweit vielfach auch schon gedruckt. So werden beispielsweise im Raum Bayrisch-Schwaben bereits in 18 Städten myheimat-Monatsmagazine an die Haushalte verteilt, auch im Raum Hannover erscheinen bereits in mehreren Städten myheimat-Magazine, zudem werden wöchentlich mehrmals myheimat-Seiten in den Heimatzeitungen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Neuen Presse Hannover abgedruckt, ebenso im Raum Marburg in der Oberhessischen Presse.

Was mir persönlich MyHeimat.de so sympathisch macht: Das Bürgerjournalismusportal bedient die Vorliebe seiner Nutzer für gute Nachrichten und zeigt, “was deine Heimat lebenswert macht” (Quelle: Social Media Experte Hugo E. Martin, bei dem es noch viele weitere Artikel über MyHeimat zu lesen gibt!

Beiträge zum Thema Crowdsourcing gibt es in diesem Blog dutzende. Viel Vergnügen beim Stöbern ;-)

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Hilfe im Paragraphen-Dschungel

checkmycase-logo
“Das Recht geht vom Volk aus”
(Öst. Bundesverfassung, Artikel 1)

Ob dem Volk auch genügend Gehör geschenkt wird ist eine andere Frage. Bei checkmycase.com geht das Recht in jedem Fall vom Volk aus.

Wir möchten durch diesen Ansatz einen innovativen und besseren Zugang zum Recht bieten und der Community zugleich eine Teilnahme am realen Rechtsleben ermöglichen. Jeder User unserer Plattform wird damit auch zum Richter, vielleicht sogar zum Super-Judge!

checkmycase ist ein Crowdsourcing-Experiment für Rechtswissenschafter, Hobby-Richter und Menschen die eine erste Orientierung im Paragraphendschungel suchen.

  • Soll ich den Staat klagen wenn in meiner kleinen Stadt die einzige Postfiliale geschlossen wird?
  • Wie stehen meine Chancen eine Klage gegen eine Sexhotline zu gewinnen?
  • Nur weil ich einer Frau täglich rote Rosen zukommen lasse, bin ich doch noch lange kein Stalker oder? Kann man mich dafür bestrafen?

Diese und viele andere Fragestellungen kann jeder auf der Plattform einstellen. Die User von CheckMyCase diskutieren die Fälle (ähnlich wie bei schon länger bekannten Foren) und stimmen über die Erfolgschancen im Falle eines Gangs zum Gericht ab. Die fünfstufige Skala reicht von “Keine Chancen” bis “So gut wie gewonnen”, oder man klickt “Ich weiß es nicht”.

Den Amateur-Richtern bietet checkmycase eine Spiel- und Testwiese. Menschen die vor der Entscheidung stehen “Soll ich zum Anwalt gehen ja oder nein?” erhalten eine erste Standortbestimmung. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Natürlich kann checkmycase.com damit nicht immer den Gang zu Gericht oder zum Experten ersparen, aber jedem Nutzer durchaus eine erste Orientierung im Paragraphendschungel bieten. Je nach dem Ergebnis dieser Prognose kann der Nutzer entscheiden, ob es sinnvoll oder weniger sinnvoll ist, einen Spezialisten zu konsultieren.

(Anmerkung: Und wer diese Spezialisten sein könnten, verrät checkmycase.com natürlich auch. Mehr schreibe ich in diesem Beispiel allerdings nicht über die immer wieder brennende Frage: “Wo ist das Geschäftsmodell?”)

checkmycase-business-model

Das Projekt wurde in Anlehnung an wissenschaftliche Studien und Experimente zur “Weisheit der Vielen” entwickelt. Es basiert auf der Annahme, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Masse klügere Entscheidungen trifft als ein mit der Materie vertrauter Experte. Trotzdem beteiligen sich derzeit vor allem Studenten und Anwälte aus dem eigenen Netzwerk an der Plattform. Auch deshalb weil das Experiment bislang nicht großartig forciert worden war – das soll sich aber demnächst ändern.

Wo liegt die Trefferquote von checkmycase?

Ich habe diese Frage letzte Woche im Rahmen eines persönlichen Treffens in Wien Dr. Wolfgang Zankl (www.zankl.at) gestellt. Er ist Universitätsprofessor, Lehrbeauftragter, Autor, Berater, Leiter des Europäischen Zentrum für E-Commerce und Internetrecht, und Master Mind hinter checkmycase.com.

Viele der inzwischen schon über 250 Fälle haben Dr. Zankl und sein Team untersucht, nachdem die Hobbyrichter ihre Urteile gefällt haben. Die Trefferquote liegt bei ca. 90%. Wer sich selbst schon mit Beispielen anderer Prediction Markets (Beispiel Hollywood Stock Exchange, u.v.a.)

“Auch im praktischen Rechtsleben wird damit ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen, da viele Rechtsprobleme ohne Kostenaufwand gelöst werden können”, meint Dr. Zankl.

Kalter Wind aus Richtung Experten

Auch das kennen wir schon von anderen Beispielen hier im Blog. Wer neue Wege geht stößt immer auf Widerstand. Hier ein Zitat sich typischerweise in klassischer Anonymität versteckender Damen oder Herrn der Uni Saarbrücken:

Für die User entsteht dabei der Eindruck, dass seriöse Antworten auf die Probleme geliefert würden. Tatsächlich ist es jedoch so, dass nur die Rechtsansichten von Laien geäußert werden. Diese Seite reiht sich in den aktuellen gefährlichen Trend zur juristischen Selbstmedikation ein und sollte mit Vorsicht genossen werden. (» Quelle)

Mir persönlich gefällt der unkomplizierte und innovative Ansatz des Teams von checkmycase. Bei meinem ersten Treffen mit Dr. Wolfgang Zankl habe ich zuerst bestimmt nicht an einen Anwalt oder international anrekannten Rechtsexperten, als viel eher einen höchst internet affinen Unternehmens-Gründer gedacht. So irrt man sich – und immer wieder mal machen Irrtümer großen Spaß!

Für checkmycase gibt es noch viele Hausaufgaben zu erledigen. Ich wünsche dem Team in jedem Fall viel Erfolg beim Aufbau einer größeren, grenzüberschreitenden Community und bei der Umsetzung einiger anstehender technischer Verbesserungen und Erweiterungen. Denn wie schon diskutiert, lieber Herr Zankl: Plattformen müssen zu den Usern kommen – dorthin wo sich diese heute ohnehin aufhalten, nicht umgekehrt.

www.checkmycase.com

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Crowdsourcing bei Stadtplanung in Kufstein

kaserne kufstein neue ideen gefragt
Längst begeistern Reinhard Karner und Marcus Berthold Unternehmen wie adidas, Linde AG, Credit Suisse, Wrigleys, die Hilton Hotels oder das Fraunhofer Institut mit der gelungenen Umsetzung ihrer Ideenplattform Brainfloor (siehe Bericht April 2008).

Jetzt nutzen sogar Städteplaner die Möglichkeit um europaweit nach den besten Vorschlägen zu suchen. Konkret geht es um die Möglichkeiten der Nutzung eines ehemaligen Kasernen-Areal in Kufstein (Tirol). (Vorbericht zum Projekt findet Ihr bei Brainfloor.)

Die Ideengeber erhalten für ihre Ideen bares Geld. Bewertet werden die Ideen im Schulnotesystem. Jede Idee mit einer Note zwischen 1 und 3 ist Brainfloor (bzw. dessen Kunden) 1 Euro wert.

Faires Crowdsourcing – und nebenbei macht es Spaß die eigenen Gehirnzellen ein wenig anzustrengen. Ich bin in engem Kontakt mit den beiden Unternehmern, wir spinnen, kritisieren, brainstormen,… und ich verrate Euch das hier: Was Ihr auf der Seite von Brainfloor heute seht ist erst ein (guter) Anfang – solltet Ihr in jedem Fall im Auge behalten!

www.brainfloor.com | twitter.com/brainfloor
Facebook Gruppe Brainfloor

crowdsourcing, pfmMagazin

Crowdsourcing in den Medien

Bei dieser Gelegenheit fällt mir ein, dass Vera Bauer vom pfm-Magazin in der Dezember Ausgabe einen doppelseitigen Beitrag über Crowdsourcing geschrieben hat und dabei Bezug auf ein Zitat von mir genommen hat. Ein verspätetes Danke, liebe Frau Bauer, für das angehemene Interview!

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Handy-Crowdsourcing für Entwicklungshilfe

crowdsourcing
Entwicklungshilfe … hier nicht “nur” im Kontext mit Entwicklungsländern, sondern auch Entwicklung im technologischen Sinn.

Ein ambitioniertes Projekt namens txteagle.com hat sich zum Ziel gesetzt, über Crowdsourcing das Leben von Millionen von Menschen in armen Regionen dieser Welt zu verbessern.

Anders als ein Großteil der meisten Crowdsourcing Projekte setzt txteagle nicht auf Computer und Internet als Werkzeug sondern auf Handies.

Warum? Weil über 1.5 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern ein Mobiltelefon besitzen. Menschen, die mit weniger als 3 Dollar am Tag auskommen (müssen). Ihnen sollen per SMS oder Sprachnachrichten Aufgaben oder Fragen zugestellt werden.

Ein Beispiel wie Projekte konkret aussehen können, erklärt der Technology Review am Beispiel von Nokia, einem der ersten Partner.

Eagle explains that Nokia is interested in “software localization,” or translating its software for specific regions of a country. “In Kenya, there are over 60 unique, fundamentally different languages,” he says.

“You’re lucky to get a phone with a Swahili interface, but even that might be somebody’s third language. Nokia would love to have phones for everyone’s mother tongues, but it has no idea how to translate words like ‘address book’ into all of these languages.”

Hier ein Beispiel wie eine Textnachricht aussieht, für deren Beantwortung der/die Übersetzer/in 3 Dollar pro Stunde Arbeit erhält.

Client: Nokia
Target Subscriber: Coastal Kenya
Task: Software Localization
Question: Translate the phrase “Address Book” into Giriama.

Erfolgsgeschichten werden auf der Webseite des Projektes erzählt. Auch findet Ihr konkrete Infos über eine ganze Reihe Anwendungsgebiete als “nur” für Übersetzungen.

Ein tolles (weil m.E. ehrlich aufgesetztes) Projekt, sowie eine perfekte Kombination aus Einsatz moderner Technologie, neuen Geschäftsmodellen und nachhaltig orientiertem Denken.

31. Jänner 2009 Wien: Africa Camp

An dieser Stelle noch ein Hinweis der hervorragend zu diesem Projekt passt: Am 31. Jänner findet in Wien ein Barcamp der besonderen Art statt. Hinter dem AfrikaCamp steckt Helge Fahrnberger, LeserInnen meines Blogs längst bekannter Web Experte. Unterstützung für diese tolle Veranstaltung kommt von Grün-Politiker Christoph Chorherr und der Fotografin Karola Riegler.

Woum es beim AfrikaCamp geht?

Das AfrikaCamp Ende Jänner 2009 ist ein BarCamp zu all things africa: Entwicklungszusammenarbeit 2.0, Informationtechnologie in der Entwicklungszusammenarbeit, innovative Internetprojekte mit Afrikabezug, etc.

Ziel ist der Austausch auf Augenhöhe zwischen Menschen mit beruflichem oder projektmäßigen Afrikabezug. Vorträge, Projektvorstellung, Erfahrungsaustausch, Diskussionen.

Die Teilnahme ist (wie bei Barcamps üblich) kostenlos. Anmelden könnt Ihr Euch auf der Webseite (siehe hier).

PS Helge: Ich hab das AfricaCamp seit Monaten in meinem Kalender und es war geplant zu viert zur Veranstaltung zu fahren, wir müssen aber leider aus privaten Gründen absagen – dennoch Euch allen eine tolle Veranstaltung, ich freu mich auf die Berichte!

www.txteagle.com

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Social Network entwickelt neue Fertiggerichte


JapanerInnen lieben Instant Noodles, noch besser schmecken sie, wenn man das Rezept selber mitentwickelt hat.

Im Mai 2008 startete der japanische Produzent Acecook ein Projekt in dem er zur gemeinsamen Entwicklung neuer Geschmacksrichtigungen für die beliebten Fertigprodukte aufrief.

Über 4.000 User beteiligten sich an dieser Entwicklung. Neben dem neuen Rezept durften sie auch gleich die Marketing Slogans und das Verpackungs-Design mitbestimmen. Schöne neue partizipative Markenwelt!

Letzte Woche gab es in Osaka eine große Party, wo die neuen Nudeln gefeiert wurden. Ab 8. Dezember kommen die neuen Sorten unter den Namen “Collagen noodles”, “Milk Tantanmen“, “Bacon, egg, and vegetables” und “Ginseng Chicken” auf den Markt.

Umgestzt wurde das Projekt übrigens über Mixi, dem größten japanischen Social Network.

Since geeks are online alot, and are known for consuming vast quantities of instant noodles [...]

Der Erfolg der neuen Produkte sollte vorprogrammiert sein, denn die “PR” hat nicht erst mit der eigentlichen Werbekampagne, sondern bereits während der Produktentwicklung begonnen – Crowdsourcing sei Dank. Und wer wird sich nicht jene Nudeln kaufen, die er anders als die 1000 anderen Geschmacksrichtungen, selber mitentwickelt hat.

Foto: Tantanmen Noodles, via Flickr | Quelle: Social Network Strategien

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Genial: Schenken ohne zu bezahlen


Fotos, Layout: Bodi Pfaffeneder, Markus Schmeiduch, Oliver Menebröcker, Remi Chapeaublanc, Sergio Pessolano, Silvano Magnone
Musik: Burkina Electric)

 

Weihnachten ist bekanntlich die Hoch-Zeit für Spendenaktionen. Eine Aktion möchte ich hier vorstellen, weil mir (neben dem Inhalt) v.a. die Methodik gefällt, denn hier kannst du Geld spenden, ohne dass du etwas dafür bezahlen musst.

Das ganze funktioniert über eine kleine Zusatzanwendung die sich jeder der mit Firefox im Web surft mit 3 Klicks installieren kann. Sobald man später irgendwann Amazon besucht und dort einkauft, schreibt Amazon Laafi 5% des Einaufspreises gut, ohne dass sich dadurch der Verkaufspreis erhöht. Die geniale Firefox Anwendung ist ein hervorragender Affiliate Multiplikator.

Kürzlich erreicht mich ein Email von Sebastian Moser, der mich darüber informiert (!), das er so nebenbei eine Firefox-Erweiterung gebastelt hat, die bei jedem Einkauf auf Amazon.de die Vermittlungsprovision von 5% den Projekten von Laafi in Burkina Faso zuschreibt.
[via Helge Fahrnberger, der bereits mit vielen Aktionen viel für Laafi getan hat. Kompliment, Helge!]

Installieren könnt Ihr das von Sebastion Moser programmierte Plugin durch Anklicken dieser Grafik. Natürlich kann die Anwendung jederzeit wieder entfernt werden, aber warum sollte ich das tun? Um Amazon 5% reicher zu machen? Schmerzloser kann Schenken nicht sein.

Was ist Laafi?

Laafi ist übrigens ein gemeinnütziger Verein oder anders: Eine Initiative für Entwicklung. 100% der Spenden fließen in Projekt in Burkina Faso (Verwaltungs- und Reisekosten werden von den Mitgliedern privat getragen).

Wer eine Geschenkidee für Onkels, Omas oder Afrika Freunde braucht hier ein Tipp: Jedes Jahr bringt Laafi einen limitierten Kalender heraus (s. Video oben), mit dem der Großteil der Laafi Projekte finanziert wird (Beispiel Aidshaus).

Über das Titelbild der Ausgabe 2009 schreibt Helge:

Dieses Mädl hat an einem sonnigen Abend mit mir “Wetten du erwischt mich nicht mit deiner Kamera” gespielt und dabei mit ihrem Lachen und Glucksen den ganzen Marktplatz angesteckt. Irgendwann war sie dann unaufmerksam und schaute verloren in die Ferne, nur um kurz darauf wieder in Lachen auszubrechen.

www.laafi.at

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Crowdsourcing für HP Design-Notebook

HP liefert aktuell ein tolles Beispiel einer integrierten Marketing-Kampagne, in der Menschen aktiv eingebunden, unterschiedliche Medien für die Markenbildung genutzt werden, und die jede Menge Aufmerksamkeit und Mundpropaganda erzielt.

“The Computer is Personal again”

Noch nicht einmal einen Monat ist der Notebook Design Wettbewerb alt, und schon gibt es rund 7.000 Entwürfe für das coolste HP Notebook aller Zeiten.

Das Kreativ-Crowdsourcing ist Teil einer groß ausgelegten Marketingkampagne von HP. Der Wettbewerb ist an die US TV-Serie “Engine Room” gekoppelt, eine Kooperation mit MTV, in der 16 Digitalkünstler aus vier Kontinenten in Teams gegeneinander antreten, ihr kreatives Talent beweisen, und am Ende einen Sieger küren.

Für HP ist es bereits das zweite Experiment dieser Sorte. 2007 gingen 8.500 Grafiken ein. Designer aus 112 Ländern hatten sich an der Aktion beteiligt. Sieger: Ein 20jähriger Portugiese namens Joao Oliveira. Dieser ist mittlerweile ein aufstrebender Designer. Sein Entwurf „Asian Odyssey“ zierte das Cover des HP Pavilion dv2800 Artist Edition, das “bis dato „künstlerischste“ Notebook von HP”

Rechnet man die bisherigen Einsendungen hoch und ergänzt den Erfahrungswert, dass ein Großteil der Designer seine Entwürfe im letzten Drittel des Projektes einreicht, sollten es bis zum Einsendeschluss am 10. Dezember locker über 10.000 Designs werden.

Eine schier unglaubliche Menge, die die Jury vor eine unüberschaubare Qual der Wahl stellen wird. Wo sind die guten alten Zeiten, in der zuerst Marktforschungsinstitute beauftragt wurden, weltweit Jugendliche nach ihren Geschmacksrichtungen zu befragen, und Werbeagenturen ein paar Designvorschläge machten? Zum Glück helfen bei der Bewertung Freunde der Designer und Internet-User aus der ganzen Welt mit, die durch die Abgabe ihrer Stimme (und Kontaktadressen :-) ebenfalls gewinnen können.

Wer nicht selbst kreativ werden möchte, kann auf der „Engine Room“-Internetseite für seinen Lieblingsentwurf abstimmen und nimmt automatisch an der Verlosung für hochwertige Technikpreise von HP teil.

Was erhält der Gewinner des Design Contests?

Wer jetzt an tausende Euros denkt liegt komplett falsch, aber das ist auch nicht das Motivationselement aufgrund dessen Amateure und Profis gleichermaßen bei dem Projekt mitmachen. Hier zählen Faktoren wie

  • die starke Marke von HP,
  • die Chance einmal im Rampenlicht zu stehen,
  • vielleicht “entdeckt” zu werden oder
  • “Aufmerksamkeit” vom Auftraggeber zu erhalten, sowie
  • der Zugang zu einem exklusiven Kanal (”…mein Design auf einem Marken-Notebook”).

Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält ein Notebook aus der Sonderedition mit seinem preisgekrönten Design, einen HP Drucker und die Gelegenheit als VIP-Gast bei der MTV Awards Show 2009 dabei zu sein. Auch die Entwürfe der regionalen Sieger aus Asien, Europa, Nord- und Südamerika werden als Notebook Skin auf einem HP Notebook mit AMD-Prozessor erhältlich sein. Als zusätzlichen Preis bekommen auch sie HP Hardware.

Mickrig? Wie wärs hiermit: Vielleicht haben Menschen am Projekt einfach nur eines: Spaß, Anerkennung und kreativen Freiraum. Dinge die viele im Job/Leben nicht (mehr) vorfinden. Ausführlicher hatte ich das in einem älteren Beitrag mal beschrieben. Und dieser kurze Auszug daraus, sorgt auch in Vorträgen immer wieder für lautes Lachen.

Vor einigen Tagen sprach ich mit Leuten einer kleinen Werbeagentur [...] Es ging unter anderem darum, was Menschen motiviert an der Gestaltung von z.B. CD Covers mitzumachen (abgeschlossenes Projekt siehe hier). “Da machen doch nur Amateure mit”, meinte einer der Werber, worauf er einen erstaunten Blick von seinem Kollegen, seit vielen Jahren professioneller und sehr gut bezahlter Grafiker, erntete. “Ich habe auch mitgemacht”, gestand er offen.

Erstaunt blickten ihn seine KollegInnen an. “Ich habe mir einen ganzen Korb exotischer Früchte besorgt und 15 Freunde zum Frühstück und zum Shooting eingeladen, und als Draufgabe haben wir und die CDs von musicpark records reingezogen. Dass ich nicht gewonnen habe ist mir egal – es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, und kein Kunde, kein Chef und kein Termindruck haben mich in eine Richtung gezwängt.”

Zu diesem Beitrag passend noch eine Folie von meinem Geschäftsführerfreund bei VOdA, Matias Roskos, die er im Rahmen seines Vortrages auf der Xtopia in Berlin eingebaut hatte – zu beachten vor allem der rechte Teil des Charts…

www.mtvengineroom.com/notebook

Quellen: MTV, HP
Foto Xtopia: Flickr CC

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