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Alle Beiträge zum Thema community

Schluss mit schlechten Nachrichten

westmagazin

Ein Tiroler Hochglanz-Magazin sucht nach den besten Innovationen Tirols und ist dabei selbst nicht wirklich innovativ. Crowsourcing auf Tirolerisch ;-)

Im Zuge des Cover-Wettbewerbs recherchiert WEST rund um das Thema „Innovatives Tirol”, wobei sich die Redaktion nicht nur auf den Technologiebereich beschränken, sondern den Fokus auch auf andere Formen von Innovation legen wird.”

Meine lieben Damen und Herren von WEST: Innovation bedeutet andere Wege zu gehen, z.B. LeserInnen und KäuferInnen Eures Magazins in die Gestaltung zu integrieren, also Cover Wettbewerbe nicht auf die immergleichen Agenturen zu beschränken oder letztendlich Eure LeserInnen über die besten Einsendungen entscheiden lassen!

Berechtigt zur Teilnahme sind alle Mitglieder der Tiroler Fachgruppe „Werbung und Marktkommunikation”. [...] Die von einer Jury auserkorene Siegerarbeit wird das Titelblatt einer der kommenden Ausgaben zieren. Zusätzlich dürfen sich die Gewinner über attraktive Insertionsvolumina freuen. (Auszüge aus Teilnahmebedingungen)

User generated news

Schon lange wollte ich hier (weil ich in vielen Vorträgen immer wieder auf begeisterte Zuhörer stoße) das Beispiel von myheimat.de erwähnen, Ihr habt mir dankenswerterweise entgültig den notwendig Aufhänger geliefert.

MyHeimat ist mein persönliches Lieblingsbeispiel für Bürgerjournalismus im deutschsprachigen Raum.

myheimat.de ist ein schnell wachsendes, deutschlandweites Bürgerreporter-Netzwerk (über 25.000 Bürger-Reporter, Stand 02/09). Jede Stadt (jeder Ort) hat auf dem Onlineportal myheimat.de ihre eigene sub-lokale Seite, auf der sich die Region trifft, austauscht und vernetzt.

Eine Lokalzeitung die auschließlich von Lesern gestaltet wird – so wie sich das viele wünschen (vgl. “92% für Mitmachzeitung“)

myheimat

Auf MyHeimat schreiben tausende Hobbyredakteure über News aus ihrer Region. Die besten Artikel werden gedruckt und finden ihren Weg in hundertausende Haushalte in vielen Bezirken in ganz Deutschland.

Die besten auf myheimat.de veröffentlichten Online-Beiträge erscheinen deutschlandweit vielfach auch schon gedruckt. So werden beispielsweise im Raum Bayrisch-Schwaben bereits in 18 Städten myheimat-Monatsmagazine an die Haushalte verteilt, auch im Raum Hannover erscheinen bereits in mehreren Städten myheimat-Magazine, zudem werden wöchentlich mehrmals myheimat-Seiten in den Heimatzeitungen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Neuen Presse Hannover abgedruckt, ebenso im Raum Marburg in der Oberhessischen Presse.

Was mir persönlich MyHeimat.de so sympathisch macht: Das Bürgerjournalismusportal bedient die Vorliebe seiner Nutzer für gute Nachrichten und zeigt, “was deine Heimat lebenswert macht” (Quelle: Social Media Experte Hugo E. Martin, bei dem es noch viele weitere Artikel über MyHeimat zu lesen gibt!

Beiträge zum Thema Crowdsourcing gibt es in diesem Blog dutzende. Viel Vergnügen beim Stöbern ;-)

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Hilfe im Paragraphen-Dschungel

checkmycase-logo
“Das Recht geht vom Volk aus”
(Öst. Bundesverfassung, Artikel 1)

Ob dem Volk auch genügend Gehör geschenkt wird ist eine andere Frage. Bei checkmycase.com geht das Recht in jedem Fall vom Volk aus.

Wir möchten durch diesen Ansatz einen innovativen und besseren Zugang zum Recht bieten und der Community zugleich eine Teilnahme am realen Rechtsleben ermöglichen. Jeder User unserer Plattform wird damit auch zum Richter, vielleicht sogar zum Super-Judge!

checkmycase ist ein Crowdsourcing-Experiment für Rechtswissenschafter, Hobby-Richter und Menschen die eine erste Orientierung im Paragraphendschungel suchen.

  • Soll ich den Staat klagen wenn in meiner kleinen Stadt die einzige Postfiliale geschlossen wird?
  • Wie stehen meine Chancen eine Klage gegen eine Sexhotline zu gewinnen?
  • Nur weil ich einer Frau täglich rote Rosen zukommen lasse, bin ich doch noch lange kein Stalker oder? Kann man mich dafür bestrafen?

Diese und viele andere Fragestellungen kann jeder auf der Plattform einstellen. Die User von CheckMyCase diskutieren die Fälle (ähnlich wie bei schon länger bekannten Foren) und stimmen über die Erfolgschancen im Falle eines Gangs zum Gericht ab. Die fünfstufige Skala reicht von “Keine Chancen” bis “So gut wie gewonnen”, oder man klickt “Ich weiß es nicht”.

Den Amateur-Richtern bietet checkmycase eine Spiel- und Testwiese. Menschen die vor der Entscheidung stehen “Soll ich zum Anwalt gehen ja oder nein?” erhalten eine erste Standortbestimmung. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Natürlich kann checkmycase.com damit nicht immer den Gang zu Gericht oder zum Experten ersparen, aber jedem Nutzer durchaus eine erste Orientierung im Paragraphendschungel bieten. Je nach dem Ergebnis dieser Prognose kann der Nutzer entscheiden, ob es sinnvoll oder weniger sinnvoll ist, einen Spezialisten zu konsultieren.

(Anmerkung: Und wer diese Spezialisten sein könnten, verrät checkmycase.com natürlich auch. Mehr schreibe ich in diesem Beispiel allerdings nicht über die immer wieder brennende Frage: “Wo ist das Geschäftsmodell?”)

checkmycase-business-model

Das Projekt wurde in Anlehnung an wissenschaftliche Studien und Experimente zur “Weisheit der Vielen” entwickelt. Es basiert auf der Annahme, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Masse klügere Entscheidungen trifft als ein mit der Materie vertrauter Experte. Trotzdem beteiligen sich derzeit vor allem Studenten und Anwälte aus dem eigenen Netzwerk an der Plattform. Auch deshalb weil das Experiment bislang nicht großartig forciert worden war – das soll sich aber demnächst ändern.

Wo liegt die Trefferquote von checkmycase?

Ich habe diese Frage letzte Woche im Rahmen eines persönlichen Treffens in Wien Dr. Wolfgang Zankl (www.zankl.at) gestellt. Er ist Universitätsprofessor, Lehrbeauftragter, Autor, Berater, Leiter des Europäischen Zentrum für E-Commerce und Internetrecht, und Master Mind hinter checkmycase.com.

Viele der inzwischen schon über 250 Fälle haben Dr. Zankl und sein Team untersucht, nachdem die Hobbyrichter ihre Urteile gefällt haben. Die Trefferquote liegt bei ca. 90%. Wer sich selbst schon mit Beispielen anderer Prediction Markets (Beispiel Hollywood Stock Exchange, u.v.a.)

“Auch im praktischen Rechtsleben wird damit ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen, da viele Rechtsprobleme ohne Kostenaufwand gelöst werden können”, meint Dr. Zankl.

Kalter Wind aus Richtung Experten

Auch das kennen wir schon von anderen Beispielen hier im Blog. Wer neue Wege geht stößt immer auf Widerstand. Hier ein Zitat sich typischerweise in klassischer Anonymität versteckender Damen oder Herrn der Uni Saarbrücken:

Für die User entsteht dabei der Eindruck, dass seriöse Antworten auf die Probleme geliefert würden. Tatsächlich ist es jedoch so, dass nur die Rechtsansichten von Laien geäußert werden. Diese Seite reiht sich in den aktuellen gefährlichen Trend zur juristischen Selbstmedikation ein und sollte mit Vorsicht genossen werden. (» Quelle)

Mir persönlich gefällt der unkomplizierte und innovative Ansatz des Teams von checkmycase. Bei meinem ersten Treffen mit Dr. Wolfgang Zankl habe ich zuerst bestimmt nicht an einen Anwalt oder international anrekannten Rechtsexperten, als viel eher einen höchst internet affinen Unternehmens-Gründer gedacht. So irrt man sich – und immer wieder mal machen Irrtümer großen Spaß!

Für checkmycase gibt es noch viele Hausaufgaben zu erledigen. Ich wünsche dem Team in jedem Fall viel Erfolg beim Aufbau einer größeren, grenzüberschreitenden Community und bei der Umsetzung einiger anstehender technischer Verbesserungen und Erweiterungen. Denn wie schon diskutiert, lieber Herr Zankl: Plattformen müssen zu den Usern kommen – dorthin wo sich diese heute ohnehin aufhalten, nicht umgekehrt.

www.checkmycase.com

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Die 7 größten Länder der Erde

1. Volksrepublik China: 1.332 Millionen, 2. Indien (1.149), 3. USA (305), 4. Indonesien (240), 5. Brasilien (195), 6. Pakistan (173), 7. Facebook (150)

facebook-entwicklung
Zahlen, Daten, Fakten über Facebook die ich gerade für eine Präsentation zusammenschreibe. Mehr zum Nachschlagen für mich selbst aber falls jemand mitlesen will – bitteschön:

Unternehmen und seine User

  • Gründungsjahr 2004
  • Über 700 MitarbeiterInnen
  • Verfügbar in 35 Sprachen, 60 weitere sind in Entwicklung
  • 150 Millionen aktive UserInnen (Anders als andere Social Networks zählt FB hier nur jene Nutzer, die sich mindestens einmal im Monat anmelden)
  • Stärkstes Wachstum bei über 30jährigen
  • Menschen haben im Schnitt 120 Freunde auf Facebook

Nutzung

  • 15 Millionen aktualisieren ihren Status mindestens 1x pro Tag (Stichwort: “Schneeball-Effekt” bei Meldungen u.a. Aktivitäten)
  • Tägliche Nutzungszeit weltweit: 850.000 Stunden – entspricht in etwa den Lebensstunden eines 100 Jahre alten Menschen.
  • 3,5 Millionen werden täglich Fans von “Facebook Fanpages”
  • Täglich werden 30 Millionen Fotos und 170.000 Videos hochgeladen

Innovationskraft

  • Durch seine offenen Schnittstellen hat Facebook 660.000 Entwickler (= Einwohnerzahl Stuttgart), die
  • bislang 52.000 Applikationen entwickelt haben.
  • Täglich 140 neue Anwendungen
  • 95% aller Facebook Mitglieder (=142 Millionen) nutzen Anwendungen die nicht von Facebook selbst programmiert worden sind.

Noch Fragen? Die Antworten stehen hier…

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Facebook Streit in Südtirol

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Ob Südtirol nochmals zum IT-Land aufsteigen wird, wage ich zu bezweifeln“, schreibt ein verärgerter Hanspeter Schraffl in seinem Kronplatz Blog.

Ursache seiner Verärgerung: Hanspeter betreibt die erfolgreiche Südtirol Fanpage auf Facebook. Vor kurzem erhielt er ein Mail des Südtirol Marketing, in dem sich die Werber über die Ähnlichkeit eines von Hanspeter erstellten Logos mit dem (übrigens dem Logo von Wines of Chile sehr ähnlichen) “Südtirol Logo” mokieren.

Irgendwie hat das mal kommen müssen. Ich möchte hier nicht über rechtliche Hintergründe schreiben, das haben Hanspeter und die Leser seines Blogs schon getan, unter anderem Martin Schobert, Internet-Chef der Österreich Werbung.

Markenrecht bleibt Markenrecht. V.a. ist es wichtig, dass eine nationale oder Destinations-Marke auch nicht verzerrt oder verfälscht dargestellt wird. Das ist deren Job dafür zu sorgen, dass auch niemand entsprechende Marken-Bestandteile so einsetzt, dass sie der Marken-Botschaft widersprechen. Das würden wir auch niemals zulassen.

Alles klar, wer möchte das schon. Aber was machst du dagegen wenn es doch passiert? Was wenn die Mundpropaganda rund um dein Logo plötzlich nicht mehr der “Marken-Botschaft” entspricht. Wer gestaltet diese “Marken-Botschaft” denn (zumindest mit)? Nochmal: mir gehts hier um den kulturellen Ansatz, nicht um Copyright-Fragen.

Ich mag Südtirol. Ich mag seine Menschen, seine Landschaft und den Wein. Das Logo war mir bislang jedoch herzlichst egal und wird es auch bleiben. Ganz ehrlich gesagt fiel es mir bislang gar nicht großartig auf.

Was viel mehr zählt ist, wenn Menschen wie Hanspeter aus Leidenschaft zu ihrer Heimat kostenlos Werbung für das Land machen und tausenden “Facebookern” die schönsten Seiten Südtirols zeigen – Menschen, die das Südtirol Marketing mit seinen traditionellen Kanälen vielleicht niemals erreichen wird.

Logo hin oder her. Dass Marken längst nicht nur mehr von Marketern gemacht werden, hatten wir hier im Blog schon öfters diskutiert.

Auch Dornröschen hat tief geschlafen bis ein Prinz es wachgeküsst hat

Dass das Südtirol Marketing jetzt aus seinem Dornröschen-Schlaf erwacht und Facebook entdeckt ist aber ein gutes Zeichen, Hanspeter. Vielleicht sogar ein erster Schritt deiner Heimat in Richtung IT Land :-)

Ihr, liebe Südtirol Marketer, könntet Euch vielleicht ein Beispiel an Euren Kollegen der Tirolwerbung nehmen, denn diese sind Euch meilenweit voraus was das Erkennen soziokultureller Trends betrifft. Hier ein Beispiel:

Auch Tirol gibt es auf Facebook. Nicht so lange wie Südtirol und doch haben beide Seiten im großen und ganzen etwa gleich viele Fans. Werbebudget floss (bislang) keines, denn die Tirolwerbung hat mit der Facebook Präsenz nichts zu tun.

Gar nichts? Stimmt nicht (mehr) ganz, denn im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit der Tirolwerbung beim Blog Tirol erkannte man eine ganze Reihe positiver Synergien mit dem was auf Facebook schon da war. Heute verlinkt die Tirolwerbung sogar auf Facebook!

tirol_facebook

Im Gegenzug werden auf Facebook aktuelle Feeds (Schlagzeilen) der Tirolwerbung integriert. Und demnächst folgt sicher noch mehr.

Die Schnellen fressen die Langsamen

Zurück zum Fall Südtirol: Eine Hand wäscht die andere und mit “Redn kemmen die Leit z’samm”! Begrabt das (sinnlose) Kriegsbeil, Ihr verschafft Euch mit jeder Aktion eine nur noch schlechtere Reputation! Setzt Euch mit dem Betreiber der Facebook Seite zusammen, verbessert sie gemeinsam, baut sie aus, erweitert die Reichweite und seit dankbar wenn Menschen sich für Euer Land so aktiv und positiv engagieren.

blogtirol

Wenn Ihr darüber hinweg gekommen seit dass jemand anderer Jahre vor Euch die Möglichkeiten von Facebook entdeckt hat, könnt Ihr Euch gemeinsam überlegen, wie Ihr den vielen (privaten) Web-Content über Südtirol aktiv nutzen (und im Optimalfall fördern!) könnt, denn nur eine weitere Webpräsenz (diesmal eben auf Facebook) aufzubauen und wieder nur reine Werbe-Texte auszuschicken interessiert längst schon niemanden mehr.

Beispiele dafür gibt es mittlerweile zur Genüge. Gute wie schlechte (vgl. erfolglose Salzburg Fanpage des Salzburg Tourist Office, Links unten), bleiben wir aber heute bei den schon diskutierten: Die Tirolwerbung integriert Feeds aus privat betriebenen Blogs direkt auf der eigenen Seite, versucht mit Bildern von Flickr den eigenen Werbebildern noch mehr Glaubwürdigkeit zu schenken, und die Kitzbüheler Alpgen gehen sogar noch einen riesen Schritt weiter… Dazu mehr in den nächsten Tagen.

Diskutierte Seiten:
Tirol auf Facebook (3.756 Fans per 7.2.2009, privat betrieben)
Südtirol auf Facebook (3.456, privat betrieben)
Innsbruck auf Facebook (1.452 nach einer Woche, privat betrieben)
Salzburg auf Facebook (209, offizielle Tourismusseite)
Dachmarke (Logo) Südtirol
Logo Wines of Chile
Blog Tirolwerbung

Foto Dolomiten: Flickr CC, thanks for sharing!

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Markenbildung via Twitter: Lance Armstrong unplugged.

lance_armstrong
Egal wie man zum Doping-geplagten Profiradsport (selbst ich als einst sehr aktiver Radrennfahrer verfolge den Sport kaum noch) steht: Einer Legende wie Lance Armstrong LIVE bei Training und Arbeit zuzusehen, macht das ganze irgendwie wieder spannend.

Wie das geht? Twitter machts möglich. Im “größten Chatroom der Welt” führt Lance Armstrong seit langem Tagebuch, berichtet von seinen Trainingseinheiten und macht sich sogar noch kurz vor dem Start seines ersten Rennens nach seinem Comeback die Mühe, für seine Fans im Hotelzimmer ein Foto (siehe oben) aufzunehmen und per Notebook (oder Handy?) die ganze Welt an seinen Gefühlen vor dem Start teilhaben zu lassen.

lance armstrong twitter

Mal sehen wie lange Lance Armstrong das durchhalten will und wo das noch hinführen wird. Zum “Live-Chat” mit dem Teamchef während des Giro d’Italia oder der Tour de France? Warum nicht? Twitter wäre hier eine tolle Plattform um Fans und Journalisten hautnah zu integrieren und Erlebnisse zu schaffen. Bei Fernsehsendern wundere ich mich ohnedies, dass die Möglichkeit Seher in Sendungen zu integrieren kaum genutzt wird, dazu aber ein andermal mehr.

Keine Zeit für Kunden

Ich ärgere mich immer wieder über das einfach nicht Zeit haben wollen von Managern, Freiberufler aber auch (drittklassigen) Künstlern, wenn es um das Transportieren authentischer (=selbst erstellter!!!) Inhalte im Internet geht.

  • Wozu soll ich das tun?
  • Ich hab keine Zeit.
  • Lass das unsere Managerin machen.

Mein Tipp: Dann lasst Web2.0 besser bleiben, denn irgendwann kommt der Fake (= die Verarsche) ans Tageslicht und dann habt Ihr mehr Schaden angerichtet als Ihr in der Zeit des “Betrugs” an Euren Kunden und Fans gewonnen habt!

Andere bloggen lassen
Zurück zu Lance Armstrong. Armstrong hat auf Twitter mittlerweile mehr Fans als Britney Spears (bei der die meisten Tweets vom Management stammen) und in seinem Radstall Astana scheint er Pionierarbeit zu leisten. Neben einem Teamtweet und “twitternden” Teamkollegen findet man sogar einen fleissig “Tagebuch” führenden Teamchef namens Johan Bruyneel.

Marketingtechnisch auf jeden Fall ein gelungener Schachzug um das Team näher an die Fans zu bringen – selbst wenn mit dem Begriff Twitter derzeit wohl nur wenige was anfangen können.

Abschließend hier noch ein Linktipp zu einem Beitrag der gerade über (wo auch sonst) Twitter reinkam während ich diesen Beitrag hier schreibe: Twitter im Tourismus – Übersicht.

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Video fürs Wochenende: Die YouTube Kultur

Wer YouTube (und seine Produzenten) verstehen möchte (oder sich weiter über die vielen Verrückten auf YouTube auslassen will), sollte sich dieses Video ansehen.

Das Video ist übrigens ein Muss für Euch dutzende Studenten die Ihr mich in den letzten Monaten kontaktiert habt, um für Eure wissenschaftlichen Arbeiten mehr über Social Media zu erfahren.

Seit 1948 haben die 3 größten amerikanischen Fernsehsender 1.5 Millionen Stunden Filmmaterial produziert. YouTube schaffte das innerhalb der letzten 6 Monate – ohne eigene Produzenten. 88% davon sind neuer (also nirgendwo “geklauter”) Content. Täglich kommen fast 10.000 Stunden Videos hinzu.

Der Vortrag beschäftigt sich vor allem mit den Menschen hinter den kleinen Glausaugen der Webcams, den Stars und Produzenten von YouTube und kulturellen Hintergründen des Drangs zur “Selbstdarstellungverwirklichung”.

Wer keine Zeit hat sich die 55 Minuten anzusehen, dem hilft vielleicht diese Inhaltsübersicht mit einigen persönlichen Anmerkungen weiter. [Weiterlesen] »

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Restaurant-Bewertungen am Handy

Mobil unterwegs
Mobilität und die Verfügbarkeit von Information kennt immer weniger Grenzen. Spätestens seit Einführung des iPhones sind immer mehr Menschen 24h online.

Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog eine Anwendung für Handys vorgestellt, mit der Preise von Lebensmitteln in benachbarten Supermärkten verglichen werden können. Heute lese ich im iPhone Ticker, dass es endlich eine (zumindest von mir) langersehnte Anwendung für iPhone gibt.

Mit Qype Radar findest Du auf dem iPhone auch unterwegs die besten Plätze der Stadt! Qype Radar kennt dank GPS oder Ortung der nächsten Mobilfunkzellen Deine Position, und zeigt Dir automatisch die besten Adressen in Deiner Nähe an.

(…) Anhand der vergebenen Sterne und der Bewertungen findest Du so schnell und einfach die besten Plätze in Deiner unmittelbaren Nähe. Und das mit über 500000 Bewertungen von Qypern in über 15000 Städten weltweit. (Quelle: Qype Blog)

Qype (www.qype.com) ist so etwas wie die Gelben Seiten des User Generated Content – manch einer mag Bewertungs-Plattform dazu sagen. Allerdings listet Qype nicht “nur” Hotels, sondern alle Unternehmen die “physisch besucht werden können”.

Zurück zu Qype und iPhone: Am Handy liefert Qype Radar per GPS Anbindung Adresse, Telefonnummer, Webadresse, Fotos, Bewertungen und das alles angezeigt auf einer Google Maps Karte.

Qype iPhone Application

Bislang funktioniert am iPhone zwar nur der Abruf von bestehenden Bewertungen, aber auch das Hochladen live aus dem Restaurant dürfte wohl nur noch eine Frage kurzer Zeit sein. (Link zum kostenlosen Download der Anwedung bei iTunes.)

Qype? Nutzt doch niemand.

Viele Unternehmer mit denen ich spreche, haben noch gar nicht bemerkt, dass Qype ihre Unternehmensdaten längst in seine Plattform integriert hat, nutzen die Möglichkeit zur Eigendarstellung nicht, und haben keinerlei Ahnung über das Feedback das Kunden ins Netz haben.

Vor einiger Zeit hat mir ein Vertreter der Wirtschaftskammer Österreich eine Frage gestellt.

Was müssen wir tun, damit Unternehmen stärker unseren Marktplatz nutzen und ihre Unternehmensdaten aktualisieren?

Die Frage hat einen doppelt falschen Ansatz! Warum sollte ich als Unternehmer meine Daten pflegen, wenn im WKO Marktplatz ohnehin niemand nach dem sucht was ich anbiete? Nicht mal Google listet dort integrierte Daten an brauchbarer Stelle. Die erste Fragestellung muss also sein: “Was müssen wir tun, damit Kunden unserer Kunden die Plattform nutzen?” (vgl. antizipatives Denken).

wko-marktplatz

In weiterer Folge werden Unternehmen den Mehrwert erkennen, der sich aber nicht allein auf die eigene Plattform beschränken darf – dafür ist es zu spät und es gibt längst wesentlich wichtigere Portale als wko.at. Eine Chance läge im Übernehmen einer Dienstleistung wie z.B. einer solchen:

Macht Eure Schnittstellen auf, anstatt nur das Adressmaterial zu verkaufen. Ein Mehrwert könnte z.B. die Anbindung an stark frequentierte Portale wie Qype, XING & Co. sein. Kaum ein Unternehmer hat noch die Zeit, sich um die vielen Möglichkeiten zu kümmern, die das Internet bietet. Und Jungunternehmer haben davon nicht selten die geringste Ahnung. In weiterer Folge führt Ihr Content den “die da draussen” über Eure Kunden (= Pflicht-mitgliedschafts-beitragszahler) ins Netz gestellt haben zurück auf Eure Plattform (= einfaches Tracking).

Weiter wollte ich fürs erste noch gar nicht gehen.

Kopfnicken.
Nicht wirklich verstehen.
“Schnittstellen aufmachen? Vielleicht sollten wir übers WIFI Seminare für Unternehmen anbieten.”
Ja. Auch eine Möglichkeit…

Bewertungsplattformen proaktiv nutzen

Zurück zum eigentlichen Thema: Vor 2 Wochen hat mir eine Freundin 5 Lokal-Vorschläge für ein Treffen geschickt. Leider hatte nur eines der fünf eine brauchbare Internetseite mit Bildern um mir bei meiner Entscheidung zu helfen. Aber: Alle fünf waren bereits auf Qype bewertet worden und Gäste haben ihre Meinungen zu den Restaurants dort eingepflegt. Worauf fiel meine Entscheidung wohl…?

facebook-qype
(Bewertungen von Qype Usern auf Tirol Fanpage Facebook)

Längst sind es nicht nur mehr Hotels die sich mit Bewertungen ihrer Leistungen “herumschlagen” müssen. Auf Qype hinterlassen Kunden Feedback über Zahnärzte, Anwälte, bewerten Restaurants, Bars, Cafes und sogar Veranstaltungen (letztere können übrigens selbst in einen Eventkalender eingetragen und mit dem eigenen Profil verknüpft werden).

Höchste Zeit also sich Gedanken zu machen, wie User Generated Content jeglicher Art pro-aktiv für den eigenen Betrieb genutzt werden kann. Beispiele folgen in den nächsten Tagen hier auf ANDERS|denken. &raquo per Mail abonnieren

Foto: “Wish I was riding in that car” by Pranav – thanks for sharing!

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