Junge Menschen, Visionen und ihr Leben im Internet
Im gestrigen Beitrag ging es um Silver Surfer im Internet. Wenn junge Menschen dort schon nicht einkaufen und Reisen buchen – was machen Sie dann? Eine wunderbare Geschichte darüber erzählen Teile dieses (wenn auch für einen anderen Zweck gedrehten) kurzen 5-Minuten Videos “A Vision of Students Today”, von Mike Wesch, Professor an der Kansas State University.
Gleich am Anfang zeigt das Video auch, wie ein Professor gemeinsam mit 200 Studenten das Online Dokumente Tool von Google nutzt (schon mal eigene Einsatzzwecke überlegt?), und sich so über zeitliche und geographische Hürden hinwegsetzt. Was folgt sind einige gute Beispiele für digital vernetztes Leben, Studieren und Arbeiten.
- “Dieses Jahr lese ich 8 Bücher, 2.300 Webseiten und 1.281 Facebook Profile.”
- “Dieses Semester schreibe ich 42 Seiten für den Unterricht – und 500 Seiten eMails.”
- “Ich bin täglich 3.5 Stunden im Internet – und 2 Stunden am Telefon. Fernsehen: 1.5 Stunden.”
- “Ich bring mein Notebook mit in den Unterricht – aber nicht für den Unterricht.”
- “Ich “facebooke” während fast aller Unterrichtsstunden.”
Nur eine amerikanische Sache? Reden Sie mit Schülern renomierter Schule! Dort sieht es nicht viel anders aus. Und jetzt die schwierigste aller Fragen: Wie erreiche ich junge Menschen mit meiner Werbung? :-)
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… anders … was kann man einem armen studenten überhapt verkaufen. Notebook hält 3 Jahre, Mobiltelefon etwa 2, fernseher 5-10. Kleider kauft er im Real Life. Zeit für andere dinge hat er eh nicht: party, saufen, surfen, telefonieren, tv, surfen, telefonieren, schule, saufen, tv, lernen, surfen, telefonieren, saufen, party ….
Ich muss meinem Vor-Kommentator stark wiedersprechen, saufen und Party gehört sicherlich zu dem Leben eines Studenten hinzu (und diejenigen in der Arbeitswelt, die keine Zeit mehr dazu haben, sollten sich auch mal Gedanken machen was ihnen Spass macht und was nicht). Aber es gibt auch sehr viele Studenten die eben auch vernünftig studieren, vernünftig feiern, vernünftig Leben und dadurch auch ganz normal konsumieren
Das ist sehr interessant, eigentlich ist hier die Diskussion nicht “was die Studenten machen”, sondern wie man sie erreichnen kann. Über welches Medium? Ich denke, dass dieses Phänomen nicht nur die Studenten betrifft sondern alle Menschen zwischen 20 – 30, die jetzt arbeiten anfangen, und in vielen Unternehmen andere Strukturen vorfinden, als sie gewohnt sind. Sie wollen “facebooken”, sie wollen “xingen”, sie wollen wikipedia recherchieren (siehe wikipedia beitrag), ihre Welt funktioniert nur so, und das unabhängig, ob es die private oder die berufliche ist.