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Eine der goldenen Regeln, die du als Reisender befolgen solltest lautet: “Schau nach deiner Buchung nie wieder auf den aktuellen Preis.” So ersparst du dir die ernüchternde Erkenntnis, dass du dem sogenannten “Yield Management” zum Opfer gefallen bist.

Am Beispiel eines Hotels heißt das: erst steigen die Preise mit abnehmender Verfügbarkeit freier Betten langsam an, um an Ende wieder bis an (oder unter) die Selbstkostengrenze zu fallen. Eine Erfindung, die natürlich nicht deinem Vorteil dient, sondern der Gewinnmaximierung des Hotels. “… weil ein (zu) billig verkauftes Zimmer noch immer besser ist, als ein leer stehendes”, so das Lehrbuch.

DreamCheaper dreht den Spieß jetzt um, und maximiert den Gewinn von Reisenden, statt jenen von Hotels.

dreamcheaper

Das Berliner Startup verspricht seinen Kunden die “Optimierung des Hotelzimmerpreises nach bereits erfolgter Buchung“. Reisende buchen wie gehabt ihr Zimmer, und leiten die Buchungsbestätigung per Mail an DreamCheaper weiter. Den Rest erledigt Dreamcheaper…

dreamcheaper_funktion

Sollte DreamCheaper vor Reiseantritt ein günstigeres Angebot finden, bucht es den Kunden neu ein und storniert die alte Buchung. Anders als Buchungsplattformen (deren Provision bei hohen Preisen höher ist), verdient DreamCheaper an der tatsächlichen Ersparnis mit (die bis zu 60% betragen kann) und behält davon ein Fünftel ein. Reisende gewinnen, DreamCheaper gewinnt, Hotels verlieren… oder doch nicht?

Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.

Jammern nützt nichts mehr. Nachdem schon ein Tiefschlaf der ganzen Branche (einschließlich Beratern, Interessens”vertretern” und Dachverbänden) Bewertungsplattformen und Buchungsportalen fruchtbarsten Nährboden bereitet hat, habt ihr haben ‘Experten’ und Berater die “Preis-Differenzierung” in den Himmel gelobt und sich damit goldene Nasen verdient.

Was bleibt ist verlorenes Vertrauen eurer Gäste und ein Last-Minute-Buchungspoker zu Lasten jeglicher Kundenbindung. DreamCheaper ist nicht der letzte Sargnagel, sondern ein (weiterer) Rettungsring, um einen Teil des verlorenen Vertrauens zurückzuholen.

perspektivenwechsel

Perspektivenwechsel, liebe Hoteliers!

Statt (wie immer, wenn Sicherheitszone zur Todeszone wird) in die bekannten drei Ohnmachtsphasen zu verfallen und einmal mehr Zeit mit Ignorieren/Jammern/Anpassen zu verlieren, integriere DreamCheaper (oder das hier) besser noch heute in deine Webseite; unterstreiche dadurch deine Glaubwürdigkeit, generiere wieder mehr Direktbuchungen und zeige deinem Gast, dass er mehr ist, als eine dumme Melkkuh, die zur falschen Zeit am falschen Portal gesurft hat.

Weil Vertrauensmaximierung längst die bessere Strategie als Profitmaximierung ist.

Und weil gesichtslose Angebote immer in einem am Preis orientierten Spiel enden, das du niemals gewinnen kannst – weil es immer Jemanden gibt, der es für weniger Geld macht als du.

Titelbild: Nik Kelly

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"Eine intellektuell ungewöhnliche Reise, die zum Um-die-Ecke-Denken zwingt." Horizont Bestseller

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Hannes Treichl

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