Wer wird (OpenSource) Millionär?
‘Ich hab schon gespendet.’
‘Ich hab kein Kleingeld dabei.’
‘Das Postamt hat schon zu.’
Ausreden die bei diesem Projekt nicht zählen, denn ein Verein der Kinder und Jungendliche fördert sucht nach etwas, das selbst der größte Spendenmuffel im Überfluss hat: Fragen.
Die Idee ist, gemeinsam ein Lernspiel für Kinder und Jugendliche zu entwickeln – und zwar mit gespendetem Wissen. Vorbild Günther Jauch. Oder besser: Die Millionenshow.
Fragen und Design sollen im Crowdsourcing Stil zusammengetragen, bewertet und umgesetzt werden. Am Ende wird das Spiel kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt. Noch Fragen? Am besten gleich im Blog des Lern-, Spiel und Sportvereins (LSSV) stellen [siehe hier].
Schönes Beispiel für einen Verein, der nicht nur erkannt hat dass konventionelle Wege der ‘Spenden-Beschaffung’ nicht mehr zum Ziel führen, sondern auch eine Lösung gefunden hat, die alle Beteiligten in Aktivitäten und Ergebnisse miteinbezieht. So bindet man Kunden.
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5 Kommentare zu “Wer wird (OpenSource) Millionär?”
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[...] Und wieder wollen wir auf einen Karneval hinweisen und zwar diesmal auf den Bildungskarneval 06/07. Initiator ist der Lern-, Spiel- und Sportverein e.V. Konkret werden wie bei “Wer wird Millionär” Fragen mit vier möglichen Antworten gesucht. Sie müssen also kein Geld spenden (was auch herzlich willkommen ist), sondern Fragen und Antworten. Hier können Sie konkret Wissen spenden, indem Sie Frage und Antworten im Kommentarfeld hinterlassen. Gelesen im anders-denken-blog [...]
















Nichts gegen das Projekt, das ich im Detail nicht kenne. Womit ich Probleme habe, ist die Verwendung des Begriffes “Wissen” im Zusammenhang mit so Factoid-Abruf-Ödnissen wie der Millionenshow. Bei den meisten Frage/Antwort-Häppchen handelt es sich nicht einmal um Informationen, sondern um pattern match Reaktionen.
Sollte es nicht über das Millionenshow/Trivial Pursuit-Muster hinaus gehen, halte ich das Projekt – crowdsourcing oder nicht – nicht nur für Zeitverschwendung, sondern für kontraproduktiv. Gedächtnistraining ist ja gut und recht, aber das riecht mir zu sehr nach Dressurakt. Selbst Hunde und Pferde können das (bis zu einem gewissen Grad).
Ich muss Markus Pirchner Recht geben. Grundsätzlich mag die Idee ja gut sein, alleine die Fragebeispiele auf der Website lassen Schlimmes ahnen.
Die Defizite bestehen doch vor allem darin, Zusammenhänge zu erkennen. Da bewirkt so ein Spiel eher das Gegenteil.
Differenzierte Betrachtungsweisen machen Projekte doch erst richtig spannend! Vor allem dann, wenn die Qualität jeder mitgestalten kann.
Stimmt, aber im Moment ist es nur die Qualität der Fragen, nicht des Projektes insgesamt.