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Innovativ oder ewig gestrig? – Wahlblogs in Österreich

5. August 2006 | 4 Kommentare | Mitreden!

Nationalratswahl Österreich am 1. Oktober 2006Kaum ein amerikanischer Politiker verzichtet in Vorwahlzeiten auf digitalen Meinungsaustausch und Mundpropaganda via Weblogs. In Deutschland listete Politik-Digital für die Wahlen 2005 über 75 persönliche Politiker-Blogseiten.

Was macht Österreich?

Am 1. Oktober 2006 wählt Österreich einen neuen Nationalrat. Bislang nutzt aber nur eine Handvoll Spitzenpolitiker die Möglichkeit, über Internet direkt mit Wählern in Kontakt zu treten. Eine (auch nach 4 Haider-Blog-Tagen nicht ganz aktuelle) Übersicht über die österreichische Polit-Blog-Landschaft gibt es bei Wahlblogs.at der österreichischen New Media Agentur knallgrau.

Bloggende Politiker

Christoph Chorherr, Peter Pilz, Alfred Gusenbauer, Jörg Haider und Reinhold Lopatka bloggen schon. Die 3 Letztgenannten aber nur unter Anführungszeichen: Die abgeschalteten Kommentarfunktionen verhindern vorsorglich einen direkten Dialog mit den Polit-Stars. Schade! Aber vielleicht eine Bestätigung für Georg Holzers Vermutung, dass Politiker

‘schnell mit dem bloggen aufhören, sobald sie merken, wie viel Aufwand das ist. Das macht man höchstens in Wahlzeiten…’

Innovativ oder Zeitverschwendung?

Sind bloggende Politiker ANDERS|denker? So wie Angela Merkel mit ihrem Video-Podcast? Sind Nicht-Blogger ewig Gestrige? Ist das Noch-Immer-Fremdwort Weblog Schuld für den mangelnden Einsatz von Blogs? Oder ist das Internet ohnehin irrelevant für Wahlwerbung? Wahlentscheidend werden Blogs hierzulande nicht werden – aber das waren sie auch in anderen Ländern nicht. Wozu also?

‘Das Internet revolutioniert nicht den Wahlkampf, aber es revolutioniert die Möglichkeiten Wahlkampf effektiver und zielgruppenspezifischer zu organisieren und zu kommunizieren.’ [aus: Politik Digital, Das Internet im US-Wahlkampf]

Stichwort Kommunikation: Der wechselseitige Austausch von Gedanken in Sprache, Gestik, Mimik, Schrift oder Bild. Wechselseitig! Ergo: Polit-Blogs ohne Kommentarfunktion sind keine Kommunikation sondern pure Propaganda.

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4 Kommentare zu “Innovativ oder ewig gestrig? – Wahlblogs in Österreich”

  1. Matthias sagt:

    Auf Wahlblogs.at haben syndizieren wir (knallgrau) alle uns bekannten Wahl-Blog-Ergüsse. Das ganze gibt einen sehr realistischen Eindruck der Situation. Und man lernt durchaus, dass das Buzzword blog vielleicht schon angekommen ist, dass jedoch noch kaum jemand weiss damit umzugehen.

  2. kleine Bitte:
    Christoph – nicht Christian – Chorherr bloggt
    danke
    c.c.

  3. Sorry Herr Chorherr, natürlich schon ausgebessert…

  4. Zu dem Thema hab ich was Tolles gefunden:

    Wenn die Parteien nicht ins web gehen, dann geht das web eben ins parlament!

    http://partei3.net/

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