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Hotels in der Krise?! Wenn Gäste nicht mehr googeln.

30. Oktober 2008 | 17 Kommentare | Mitreden!

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Hotelcoach Markus Schauer hat Google Insight (» was ist das?) genutzt um die Suchanfragen auf Google für Wiener Hotels unter die Lupe zu nehmen, und daraus die These auf die zu erwartenden Nächtigungszahlen 2009 in Hotels in Wien abzuleiten.

Wie oft wird das Wort Hotel WIEN gesucht im Vergleich zu 2004? sorry ich muss alle enttäuschen – Die Suchanfragen gehen deutlich zurück im Vergleich zu 2004 – was wird komme? Weniger Buchungen nächstes Jahr – also warm anziehen! (Grafik im Blog von Markus)

Lieber Markus, abgesehen davon dass Tirol ohnehin die bessere Destination ist (verzeih mir den Seitenhieb :-), und manch einer seit der Erfindung von Couchsurfing (» s. Wikipedia) Hotels überhaupt in Frage stellt, eine Gegen-These zur Diskussion.

Könnte es nicht auch sein, dass es neben Google längst andere Zugänge zu “Hotels in Wien” gibt? Zeig mir einen jungen Amerikaner der Google fragt bevor er sich für ein Hotel in Wien entscheidet – der Großteil wird

  • auf Facebook seine Freunde kontaktieren,
  • sich dort konkrete Empfehlungen holen,
  • dann auf Holidaycheck die Bewertungen ansehen, und
  • sich letztendlich für eine Destination entscheiden.


Danke für das super Chart, Helge!

Ein Outing: Ich selbst brauch Google überhaupt nicht um ein Hotel zu finden, es gibt genügend Buchungsplattformen auf denen das schneller geht. Oder ich nutze gleich Tripadvisor, weil ich den Infos dort ohnehin mehr vertraue, als den vielen Werbeanzeigen die Google ausspuckt. Auch auf Flickr stöbern macht irgendwie Spaß… Ja, ich weiß, ich bin nicht repräsentativ…

Das alles heißt nicht, dass Google nicht noch immer eine mega-wichtige Fundgrube für Hotels ist und bleiben wird, nicht dass das jetzt jemand falsch versteht!



(Quelle: Studie ACTA 2008 via Exciting Commerce)

Laut Österreich Werbung kommen “55% des Traffics am B2C-Länderportal der Österreich Werbung über Suchmaschinen”. Social Media ist aber in den seltensten Fällen B2C sondern C2C – Social Networks, Twitter, Technorati, Blogs, Flickr, YouTube, usw. usw. usw. Und dieser Produzentenkreis wächst und wächst und wächst…

Lesetipp an dieser Stelle: Sind Social Networks Googles Untergang?

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17 Kommentare zu “Hotels in der Krise?! Wenn Gäste nicht mehr googeln.”

  1. Hallo Hannes,
    danke für die Info. Aber soviel ich weiß spielt Google & Co nach wie vor die wichtigste Rolle für die Reiseentscheidung. Alles ausgetestet, Werbung auf Facebook usw. bringt nicht die Erfolge. Bewertungsportale spielen eine wichtige Rolle aber nur für einen Teil unserer Gäste.
    Aber mir ist es egal von wo die Gäste kommen, hauptsache es wird gebucht. Aber Geschäft kommt nach wie vor nur von den grossen Portalen.

  2. Das Hotel **** Landhaus Panorama in Obertauern hat diesen Trend schon früh bemerkt und ist bereits sehr mit dem Web2.0 vertraut. Wir veröffentlichen Gäste-Bewertungen von Holidaycheck.de auf der Homepage, wir betreiben unseren eigenen Hotel-Blog über News im und um das Hotel und sind seit einigen Tagen auf facebook vertreten. Und natürlich findet man Fotos von unserem Hotel auf Flickr. Erste Erfolge sind zu verzeichnen!

    Vielen Dank für die tollen Anregungen auf dieser Homepage.

    Liebe Grüße aus dem Salzburger Land.

  3. Martin sagt:

    @ Familie Storch – schön, dass sie so aktiv sind. Spannend wäre, wenn sie uns Online Touristikern auch die Ergebnisse Ihrer Bemühungen mitteilen könnten. Wir travel 2.0 – Befürworter glauben, dass der Dialog mit (potentiellen) Gästen nachhaltig die Bedeutung und Relevanz touristischer Marken für diese und viele andere Gäste beeinflussen wird. Ganz einfach deshalb, weil über Google und Social Media Websiten wie Facebook, FlickR, TripAdvisor aber auch unbekanntere wie Trips by Tipps, WAYN, TravelBuddie, Vimeo und andere auf diese Dialoge aufmerksam werden und somit “kostenlos” in Kontakt mit unseren Markenbotschaften kommen.

    Was wir nicht beantworten können: Was schaut unterm Strich raus? Welcher Nutzen (und am Ende interessieren wohl nur die erwirtschafteten Erträge) entsteht Betriebe wie dem Ihren aus Ihrem Social Web Engagement.

    Erzählen Sie über Ihre Erfahrungen, sie werden sehen, sie erhalten dadurch wichtiges Feedback und Benchmarks von anderen Kollegen.

    @ Hannes – wollte die ACTA Charts selbst schon bringen, danke – jetzt brauch ich nur mehr auf deinen Post verweisen.

    @ Helge – du liest doch sicher diesen Post: Dieses Chart kenn ich doch … :-) – wie schon beim ersten Mal bringt es PERFEKT die Situation/Potential unterschiedlicher Marketingtools auf den Punkt, die von uns Touristikern zur Marken-Kommunikation eingesetzt werden. Das Social Web bietet hier den progressivsten Zugang – nämlich die direkte Kommunikation mit dem Gast. Mehr wünschen wir Touristiker uns ja ohnehin nicht, oder …?

  4. kwentin sagt:

    juhu couchsurfing!
    qualifiziertere meldungen kann ich aufgrund von übermüdung grad nicht bringen :)

  5. @Markus
    Eigentlich wollte ich die Diskussion zu dir ins Blog schubsen aber wenn wir schon dabei sind :-)
    Wg. Werbung auf Social Networks – dass die nicht wirkt ist bekannt. Ob es sich ändern wird? Ich glaube kaum. Aber darum gehts bei den SN’s ja gar nicht. Videotipp an der Stelle: Seth Godin und Tom Peters in einer Diskussion über Blogs, Social Networks und den Einfluss dieser auf Marken.

    Ich muss mir mal Zeit nehmen um mir näher anzusehen, ob es zentrale Unterschiede in der Buchung klassischer Stadthotels wie deinem und Hotel z.B. bei uns hier in Tirol gibt. Ich habe mehrere Kunden mit denen wir <80% Direktbuchungsquoten (auch ohne Google und die großen Plattformen) erreichen konnten.

    @Familie Storch
    Vorab danke für die freundlichen Worte. Ich verfolge seit Euren ersten Kommentar hier in diesem Blog Eure Web2.0 Aktivitäten, hab auch Eure Facebook Seite schon entdeckt und gratuliere recht herzlich.

    Ich will schon seit längerem eine Video-Serie zu erfolgreich umgesetzten Web2.0 Strategien von Touristikern und Gastronomen starten aber die liebe Zeit… Vielleicht wird es ja noch was, dann gerne auch mit dem Hotel Landhaus Panorama.

  6. @kwentin
    Zu deiner Übermüdung: Ich kenn da über Couchsurfing jemanden in deiner Nähe der hätte eine Couch :-)

  7. Britta Stahl sagt:

    Ich glaube schon, dass Google eine entscheidende Rolle für die Reisebranche spielt – gerade bei den frischen Nutzern des Internets.
    In dieser Zielgruppe wird meiner Erfahrung nach immer noch unterschwellig vermittelt, dass Google das Nonplusultra jeder Websuche ist, das wird durch die Browserstartseiten mit der Google-Suche oder der Google-Tool-Bar noch untermauert.
    Bei fortgeschrittener Nutzung und bekannten Plattformen tendiere ich aber auch zu der These, dass Google an Wichtigkeit verlieren wird.

  8. Ingo sagt:

    Also ich glaube nicht an die Es-wird-weniger-gegoogled – Theorie.
    Persönlich suche ich oft sogar dann via Google obwohl ich schon auf der eigentlichen Anbieterseite bin (z.b. “Hotel + Wien + expedia.de”).

    Ich finde die Treffer bei Google meist treffender als bei den jeweiligen Seiten. Und schneller. Also mit dem Anstieg von Angeboten wie bewertungsplattformen & Co. steigt meiner Meinung nach die Nutzung von Google..

    Meine Theorie ;-)

  9. Takarina sagt:

    Google ist nach wie vor eine geeignete Form um sich über ein Hotel/Restaurant zu informieren. Dennoch bevorzuge ich Plattformen wie zb. Cuscoon.at. Warum? Ganz einfach, weil ich gebündelter und schneller erfahre was ich wissen will und weil ich mehr Suchfunktionen nutzen kann.Die Suche nach Bundesländern,Ausflugszielen, Aktivitäten und Sportmöglichkeiten…… Google zeigt mir die Ergebnisse zwar auch auf, aber es ist zeitraubender.

  10. SuchRausch sagt:

    Hi,
    man darf nicht vergessen wo Google die Daten hernimmt. 2004 hatte Google noch wesentlich weniger Daten um eine genauere Hochrechnung durchzuführen als heute. Weiteres hat sich auch das Suchverhalten der User stark verändert. 3 + 4 Wort Anfragen sind heute wesentlich häufiger als Damals und führen somit auch zu anderen Statistiken. Ich bezweifle stark das sich mit dem Begriff „Hotel Wien“ von 2004 bis 2009 aussagekräftige Schlüsse ziehen lassen.

  11. Herbert sagt:

    Hallo Hannes,

    interessante Diskussion. Kann dir nur zum Teil zustimmen und habe mir erlaubt einen kleinen Blogpost zum Thema zu schreiben.

    http://tinyurl.com/6r6njc

    Beste Grüsse

  12. Vielen Dank für die vielen Antworten auf unseren Beitrag. Die Frage nach der Wirksamkeit unserer Aktivitäten ist nicht leicht zu beantworten. Wir sind einfach zu kurz mit den Tools von Web2.0 vertraut.

    Wir sind ein reiner Ein-Saison-Winterbetrieb und den wirklichen Erfolg sehen wir erst am Ende des kommenden Winters. Leichter zu beantworten ist, warum wir das machen. Durch Google Analytics beobachten wir den Web-Traffic auf unserer Homepage seit über 3 Jahren. Leider müssen wir monatlich einen Rückgang zwischen 15 % und 30 % feststellen.

    Da wir von unserer Qualität und dem Produkt Obertauern überzeugt sind, kann die klare Antwort nur sein, dass es mehr Web-Angebot gibt und dass sich die Gäste wohl über Web2.0-Tools wie holidaycheck.de, facebook, bergfex, … anderswertig informieren bzw. austauschen. Die derzeitig gute Buchungslage bestätigt diesen Gedanken.

    Da wir die gesamten Web-Aktivitäten selbst betreuen, fallen für uns keine Kosten an – somit ist es ein Versuch, dem Trend der Zeit gerecht zu werden und erhoffen uns dadurch natürlich langfristige Erfolge.

  13. Christina sagt:

    Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen dass die Anfragen zurück gehen – eher steigen. Was nur stattfindet ist der Wechsel von den Suchmaschinen zu verschiedenen Web 2.0 Portalen. Wenn doch heute jemand nach einer Übernachtung sucht dann geschieht das doch direkt über das Internet – über Seiten wie hrs.de & co.

  14. Ed Wohlfahrt sagt:

    @ Frau Storch: Finde es total super, wie Sie es hier auf den Punkt bringen. Sie machen es SELBST. Das ist für mich in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung, da “meine Gespräche” ja niemand anders führen kann als ich selbst. Und alles was mit dem Web 2.x Mascherl daherkommt ist in Wirklichkeit Gespräch. Nur sollte man sich darüber im Klaren sein, ob man fit genug ist dafür..

    Eine andere Sache die hier noch nicht diskutiert wurde ist die Bedeutung der Suche über Karten. Ich habe gelesen, dass in den USA bereits ein Drittel des Traffics von Tourismusseiten über diese Schiene kommen und denke, dass das eine Entwicklung ist, auf die man auch hierzulande nicht mehr lange warten wird müssen.

  15. Forex Baby sagt:

    Sehr interessante Diskussion. Aber ich persönlich denke auch, dass Google nach wie vor mehr genutzt wird als Anzeigen, die z.B. bei Face book geschaltet werden. Aber wir werden ja sehen, was die Zukunft noch bringt!

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  1. [...] Hannes Treichl bin ich gerade über einen wunderbaren Artikel zum Thema “Hotels in der Krise?! Wenn Gäste nicht mehr googeln” gestolpert. Danke, Hannes, für diesen [...]

  2. [...] zur Studie (pdf, 4 MB) und zur Erinnerung noch einmal eine ausgezeichnete Visualisierung von Helge Fahrnberger. Vergessen wir nämlich nicht, dass [...]

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