Was wir von einem Snowboarder lernen könn(t)en
Habt Ihr schon einmal versucht, jemandem etwas Neues, Andersartiges, Innovatives zu erklären oder gar zu verkaufen? Wie ging es Euch dabei? – Ihr habt Eure Ideen bis zuletzt für Euch behalten, die Katze nur nicht aus dem Sack lassen, und nun…?!
Ganz anders denkt ein Teilnehmer der Olympischen Spiele in Vancouver, der Snowboard Profi Shaun White. Der Olympiasieger von 2006 im Bewerb Halfpipe kämpft mit einer ganz besonderen Herausforderungen – dem Überraschungsmoment.
In der Halfpipe geht es darum, die coolsten, verrücktesten, nie dagewesenen Sprünge zu zeigen, die anschließend von einer Jury bewertet werden.
Wie aber soll es einer Jury gelingen, einen noch nie dagewesenen Sprung zu bewerten? Wie, seine Schwierigkeit einzuordnen? Wie, den Athleten “gerecht” zu belohnen, wenn das was gerade vor den eigenen Augen abgelaufene noch nie dagewesen und doch nach wenigen Sekunden schon wieder vorbei war!?
Was wird eine Jury machen die unsicher ist? – Sie wird den Sportler nicht so bewerten, wie er es entsprechend der erbrachten Leistung verdient hat.
Aus diesen Gründen entschloss sich Shaun White, seine neuesten Sprünge schon Monate vor den Olympischen Spielen Mitgliedern der Jury zu zeigen – und so auch unweigerlich seinen Konkurrenten. Auf die Frage, ob er keine Angst habe kopiert zu werden, antwortet er:
Mr. White says he could have saved his surprise moves for Vancouver to increase the “wow” factor and prevent copycats from stealing his thunder, but he decided it was more important “to educate the judges.” (The Wall Street Journal)
Was hat dieser Beitrag nun mit Marketing und/oder Innovation zu tun?
Entwickeln nicht auch wir gerne Ideen im stillen Kämmerchen, und kämpfen später mit dem Problem dass andere uns nicht verstehen (wollen), wenn wir versuchen unsere Ideen zu verkaufen?! Warum lassen wir die Judges (= Kunden) nicht daran teilhaben, wie unsere Sprünge (= Produkte) entstehen?!
Warum sperren wir unsere Kunden aus?! Nehmen wir sie mit auf eine Reise durch die schwierige Entstehungsgeschichte seit wir mit unseren Ideen schwanger waren, und erleben wir mit ihnen gemeinsam den emotionalen Moment der Geburt!
Nehmen Sie sich im neuen Jahr einfach mal vor, ein klein wenig offener zu sein. Nehmen Sie Ihre “Richter” mit, anstatt sie vor das fertige Ergebnis zu stellen. Sie werden es Ihnen danken!
PS: Dominic, thx for the hint to this wonderful inspiration!
Foto: Red Bull Photofiles
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2 Kommentare zu “Was wir von einem Snowboarder lernen könn(t)en”
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Das Video zum Projekt/Training von Shaun White ist wirklich super und sehenswert: http://www.shaunwhite.com/projectx