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user_generated_design.jpgSind Designer sind die Todfeinde des Designs”, fragt BusinessWeek Editor Bruce Nussbaum in seinem Blog.

DESIGNERS SUCK. I’m sorry. It’s true. DESIGNERS SUCK. [...] The blogs and websites are full of designers shouting how awful it is that now, thanks to Macs, Web 2.0, even YouTube, EVERYONE is a designer.

Designers are saying that Design is everywhere, done by everyone. So Design is debased, eroded, insulted. The subtext, of course, is that Real design can only be done by great star designers. This is simply not true. Design Democracy is the wave of the future. [Anm.: der Gegenwart, Bruce!]

[...] We are all designing more of our lives. And with more and more tools, we, the masses, want to design anything that touches us on the journey, the big journey through life. [Bruce Nussbaum]

Ein Lobgesang und eine Mahnpredigt für User, customer, crowd, community, you! – generated content oder auf: Kunden an der Gestaltung ihres Lebens aktiv teilhaben zu lassen. Der Beitrag ist ein Genuss für jene, die die Chancen des Themas bereits erkannt haben, vielmehr aber noch sollte er es für aller Zweifler sein. Einige Zitate:

  • People want to participate in the design of their lives. They insist on being part of the conversation about their lives.
  • People want to be in the design sandbox so you have to figure out how to get them in and do design with them. This is a huge challenge.
  • The broad new paradigm for design—the paradigm you will all work within for the rest of your lives—is sustainability.
  • We need to live the lives we design.
  • Our job today as journalists is to curate conversations among groups within our audience. [...] We design stories with our audience.
  • It’s not about the finished story but about the ongoing story. It’s the conversation. And since most conversations don’t have a conclusion, they are ongoing. We live a life in beta.
  • So one Big Design Management Challenge is how do you switch gears from designing for to designing with?

Vor allem zum letzten Punkt gibt es inzwischen ja zahlreiche Beispiele, an denen Projekte gescheitert oder Erfolge ausgeblieben sind und sich Hoffnungen von Marketern in Scherben aufgelöst haben. Nur mal schnell eine Crowd um ihre Meinung zu fragen reicht eben nicht.

Darauf wies auch Olaf Kolbrück kürzlich im off the record blog des Magazins Horizont hin:

Sicher, es gibt Zooppa.com [Anm.: 'Ich geb dir eine Marke, mach was draus.'] Doch ist das mehr als eine hemdsärmelige Lösung mit Amateurbeteiligung, die sich eher für den Fischhändler an der Ecke eignen dürfte. [...] Beides scheint mir auch bestenfalls für One-Shots sinnig. Weniger aber, wenn Marken an einer langfristigen Kampagnen-Begleitung interessiert sind. Sinn wäre aber, dass sich in solch einer Community jene zusammenfinden, die neben einer witzigen Idee auch Verständnis für Markenführung und Positionierung mitbringen.

Und solche Agenturen gibt es. Mehr dazu ein andermal (oder bei Interesse auch gerne vorab per eMail).

Bild: Chris Keegan. Thanks, Chris!

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7 Kommentare zu “Unser Leben in Beta”

  1. Matias sagt:

    Hach – da schlägt meine Community-Herz höher.
    Und: JA. Es GIBT Agenturen, die sich darauf spezialisieren werden bzw. sich schon spezialisiert haben. Und DANN wird Crowdsourcing auch das Qualitätsniveau erreichen, dass sich Unternehmen erhoffen und wünschen.

  2. Wenn ich das so lese, dann habe ich das Gefühl, dass jeder unter Design etwas anderes versteht. Allerdings möchte ich auch einmal gegen den Strich bürsten. Nur weil viele Köche im Brei rühren, muss dabei nicht unbedingt etwas Tolles herauskommen.
    Letztendlich sind große, Epoche machende Entwicklungen immer auf einzelne geniale Köpfe zurückzuführen, die sich einer großen Vision verschrieben haben.
    Den meisten Menschen dort Draußen geht der Mut zu einer eigenen Vision ab, sie hängen sich an das, was Medien, auch Blogs :-) Ihnen als das Bild unserer Welt liefern. Mit anderen Worten, die richtigen Designer sind Einzelgänger, die durch Ihre Unabhängigkeit einen Sog erzeugen, dem die Mehrheit nur zu gern folgt. :-P

  3. Kritische Kommentare sind immer herzlich willkommen. Ja, jeder versteht unter Design etwas anderes. Bleiben wir also fürs erste bei dem was Bruce angesprochen hat: Ich kenne kein namhaftes Modelabel bei dem Designs in den Köpfen einzelner entstanden sind. Und bei Industriedesigns schauts nicht anders aus. Ja, es mag sein dass einige glorreiche Erfindungen von einzelnen Personen ausgingen, aber spätestens wenn es um die Umsetzung ging, scheiterten genau jene die es nicht geschafft haben, eine genügend große Gruppe an Anhängern um sich zu scharren, die auch bei der Implementierung mithalfen. Egal auf welche Weise. Oder liege ich da falsch?

  4. Geht es hier wirklich um richtig oder falsch?
    Letzlich entscheiden die Märkte, was für sie richtig ist. Wenn ein Erfinder scheitert, dann gibt es dafür immer eine ganze Menge von Gründen.
    Allerdings sind Anhänger oder Unterstützer nicht diejenigen, bei denen die Vision oder Idee geschaffen wurde.
    Will man es zynisch betrachtet, bieten sie ihre Unterstützung, weil es Ihnen an der eigenen Vision oder Idee mangelt.
    In einem optimistischeren Blickwinkel könnte man aber auch sagen, dass Sie sich eben haben überzeugen lassen :-)
    Eigentlich finde ich meinen Kommentar gar nicht so kritisch, bedenkt man was mein erster Gedanke war, nachdem ich Bruce Nussbaums Thesen gelesen habe: “Was für ein Copycat, das Cluetrain Manifesto gibt’s doch schon seit 1998″ :-P

  5. Dort wollte ich hin – richtig oder falsch … liegt ja bekanntlich immer im Auge des Betrachters. So wie ich es eben sehen will – oder nicht will.

    Bruce Beitrag ein Copycat? Mag sein. Vielleicht aber auch nicht. Wie viele Menschen, Manager, Unternehmen kennen wir alle, für die Cluetrain nicht mehr ist als ein gesponserter ICE. Wäre auch egal, würden die Thesen in die Denke übergegangen sein. Solange dem nicht so ist, darf Bruce und jeder andere auch, sie jederzeit gerne 1000x in eigenen Worten wiederholen.

    Noch besser wäre es, das häppchenweise zu tun. Jeden Tag eine These, vielleicht unter einem sprechenden Bild. Nur – wer liest es dann? Menschen die sie ohnehin schon kennen :-)

    Auf den Rest (den ich sehe wie Sie) folgt die Antwort ohnehin bald… :-)

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  1. [...] um ihr Leben, ihre Umwelt und die Produkte die sie kaufen selbst mitzugestalten. Jede(r) kann zum Master of the YOUniverse werden, oder sich (innerhalb und außerhalb seines globalen Social Networks) zumindest als [...]

  2. [...] Endlich wieder mal ein Startup aus Österreich, über das ich hier sehr gerne berichte, noch dazu wo es um Crowdsourcing geht, und mich die Idee an ein Zitat aus einem älteren Beitrag hier im Blog erinnert hat: “People want to participate in the design of their lives.” [...]

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