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differenzierungVor einiger Zeit erreichte mich ein Mail aus der Steiermark. In dem war der Hinweis auf ein kleines Blog enthalten, in dem regionale Innovatoren aus einem Bezirk (Weiz, Steiermark) vorgestellt werden, deren Verbesserungen wirtschaftlich dringend brauchen kann. Das Projekt steht unter dem Titel “Yes Weiz Can” (» siehe XING Gruppe)

menschen-innovationen

Die Innovations-Beraterin Hermine Arnold erzählt Geschichten von LandwirtInnen, Handwerkern, Managern oder Entwicklern. Dabei stellt sie immer wieder die selben Fragen:

“Was verstehen Sie persönlich unter Innovation?
Wie leben Sie Innovation in Ihrem Unternehmen?”

Mir persönlich gefallen die regionalen Geschichten. Sie zeigen, dass wir nicht immer nur nach bahnbrechend Neuem Ausschau halten müssen, sondern dass es auch im “kleinen Rahmen” Innovationen gibt. – Sofern irgendwo Menschen agieren, die mit Einsatz und Umsetzungswillen frischen Wind in ihre Betriebe bringen. ANDERS|denkerInnen die sich auch nicht von Instiutionen vor den Kopf stoßen lassen, die den Begriff auschließlich auf technische Innovationen reduzieren, und Förderprogramme an solche binden.

Hermine Arnold

Ich freue mich auf das Buch, das Hermine Arnold demnächst herausgeben wird – sofern sich noch Sponsoren finden, die das engagierte Projekt unterstützen. Andernfalls melde dich, liebe Hermine. Bücher zu produzieren und zu vertreiben ist ja heutzutage Gott sei Dank nicht mehr an Verlage gebunden :-)

www.arnoldconsulting.at

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runpeeGestern Abend im Kino. Ein spannender Film. Kaum eine Sekunde die man verpassen möchte. Unruhig zappelt die Dame neben mir seit Minuten auf ihrem Sessel, schaut ständig aufs Handy und tuschelt mit dem Herrn neben ihr. Endlich! Mit einem erleichternden “Jetzt!” Sie springt auf und rennt aus dem Saal.

Die Spannung des Films lässt nach. Woher hat sie das gewusst? Kannte sie den Film schon? Die Aufklärung folgt nachdem sie zurück war. Grinsend greift sie zum iPhone und zeigt mir eine Anwendung die einen Namen trägt der eh schon alles verrät: RunPee.com, eine Anwendung die uns darüber aufklärt, wann bei Filmen der beste Zeitpunkt für die Pinkelpause ist. Minutengenau und mit Szenenbeschreibung. Kein Scherz!

Das Feedback zu RunPee: Einfach nur unglaublich. Dutzende Pressemitteilungen und jede Menge begeisterter Fans. Irgendwie scheinen alle RunPee zu lieben?! Das Produkt scheint “brennende Probleme” seiner Fans zu lösen. Tut Ihr Produkt das auch?

Naja… man lernt nie aus.
Und: Im Internet gibt es schön langsam nichts mehr, dass es noch nicht gibt ;-)

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Ich habe eine neue Freundin. Sie heißt Elsa. Wie alt sie genau ist weiß ich nicht. Elsa hat garantiert über 100kg und ist stark behaart. Elsa ist eine Gorilla Dame aus Uganda und mein neuester Kontakt im Social Network Facebook.

friendagorilla

Die ugandische Naturschutzbehörde geht neue Wege im Auftreiben von Spendengeldern für vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Dazu nutzt sie u.a. Plattformen wie Twitter, Facebook oder MySpace. Sich einen Gorilla als Freund zu kaufen kostet mindestens 1 US Dollar. Wer will kann auch gerne mehr bezahlen. (Nebenbemerkung: Der Eintritt in den gorilla Nationalpark in Uganda kostet stolze 500 US Dollar.)

Von seinen neuen Freunden erhält man regelmäßig Updates, kann die Trampelpfade per GPS und Google Maps oder Webcam verfolgen und sich Videos ansehen.

elsa

Die Naturschutzbehörde hofft, dass sie mit der Aktion nicht nur viel Aufmerksamkeit erzielt, sondern sich vor allem viele Freunde für die faszinierenden Tiere finden.

Mir gefällt die Crowdfunding Aktion weil sie die Menschen dort abholt, wo diese sich derzeit gerne rumtreiben. In sozialen Netzwerken. Dass mit der “Spende” die Sache nicht vorbei ist, sondern auch regelmäßig Neuigkeiten eintrudeln. Note 1 für eine klevere Kampagne aus einem krisengeschüttelten Entwicklungsland Afrikas.

www.friendagorilla.org

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save-our-energyIch verweise immer wieder gerne auf Projekte denen eine gute Idee und/oder nachhaltige Gedanken zugrunde liegen. Heute ist das “Save our Energy”, ein Crowdsourcing Projekt der Universität Erlangen-Nürnberg. Bis zum 26. Oktober werden Ideen für Innovationen für die energieeffiziente Stadt 2020+ gesucht.

Mitmachen kann jeder, egal ob mit der Einreichung einer eigenen Idee oder der Bewertung von Ideen anderer – auch wenn diese keinen Einfluss auf die Juryentscheidung haben wird. Neben einiger Sachprämien winkt den Gewinnern vor allem die Chance,

in Workshops zusammen mit unseren Praxispartner zu einem fertigen Konzept weiterentwickelt. [...] Sie erhalten damit die Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung energieeffizienter Konzepte mitzuarbeiten, die später in die Praxis umgesetzt werden.

Gut zu funktionieren scheint die gegenseitige Befruchtung mit Ideen. So schreibt ein Teilnehmer:

Aufbauend auf meine andere eingereichte Idee, kommen immer wieder Neue hinzu. Die Anwendbarkeit und die Einsatzgebiete sind scheinbar unendlich und vielfältig [...]

Ich hab mal in einigen Ideen geschmökert und bemerkt, dass sehr gute Innovations-Ansätze aber auch Ideen zum selber Umsetzen dabei sind – egal ob fürs Berufs- oder Privatleben. Reinschauen lohnt sich!

www.save-our-energy.de

Manöverkritik

Lerneffekt: Auch engagierte Projekte brauchen Flügel um zu fliegen. – Ein paar Federn dafür könnten von Social Networks und Social Media kommen.

Schade ist, dass die Verantwortlichen für die technische Umsetzung (HYVE AG, München) anscheinend nichts aus den letzten Jahren Social Media gelernt haben, und auf jede Chance der Multiplikation und Mundpropaganda verzichten. – Für mich ein entscheidender Mitgrund, warum es bislang erst 45 Einreichungen gibt.

Selbst um eine Idee zu bewerten muss ich mich registrieren und das dreihunderste Passwort notieren. Wesentlich zielführender wäre, die Hauptzielgruppe des Projekts dort abzuholen wo sie ohnehin viel Zeit verbringt: Also beispielsweise auf Facebook, etc.

Über Facebook Connect melde ich mich mit meinen bestehenden Facebook Daten an, bewerte Ideen und hinterlasse Kommentare. Meine 600 Facebook Kontakte bekommen meine Aktivitäten auf “Save our Energy” so ganz nebenbei mit. Einige von Ihnen werden meine Meinung diskutieren, andere wiederum eigene Ideen entwickeln. Schneeballsystem à la Web2.0, einfach umsetzbar und effektiver als isolierte Plattformen.

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Gestern habe ich mit Hoteliers über Kundenservice und in weiterer Folge über Gästebewertungen diskutiert. “Was tun, wenn mal eine Bewertung negativ ist?” Ein Hotelier überraschte mich mit einer Geschichte die ich noch nicht kannte. Seine Antwort auf meine Frage:

“Hoffen, dass die negative Bewertung “nur” im Internet und nicht vor dem Haus steht.”

Ich verstand nicht ganz, worauf er mir die Geschichte eines verärgerten Kunden erzählte. Der war mit dem Kundenservice eines Rover Händlers in England alles andere als zufrieden und demonstrierte seinen Unmut auf der Strasse vor dem Geschäft des Händlers. Dort stellte er seinen kürzlich gekauften Rover ab und ließ jedermann wissen, warum man bei diesem Händler nichts kaufen sollte.

rover

Die Geschichte war natürlich auch ein Fressen für die Presse, und so fand sie ihren Weg aus der Echtwelt zurück ins Internet (siehe hier). Danke für die Geschichte, lieber Andreas!

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Ich bin heute auf 2 Internetseiten gestoßen, die mir ganz einfach aufgrund ihrer ANDERSartigkeit gefallen haben, und die ich hier einfach mal mit meinen LeserInnen teile.

Reiseideen

101 Travel Ideas…

…ist ein Portal von 2 britischen Reisejournalisten. Die Seite kommt mit einem Minimum an Text und Schnickschnack aus, statt dessen sprechen Bilder oder 3 einfache Fragen für sich:

- Welche Urlaubserfahrung möchtest du machen?
- Welches Budget hast du pro Person?
- Wo möchtest du hinfahren?

Simplicity pur – und dennoch alles da was da sein muss.

www.101holidayideas.co.uk

Boone Oakley

Aussergewöhnlich anders hat die Agentur BooneOakley seine Webseite gestaltet. Webseite? Im Grunde genommen gibt es eine solche gar nicht. Die gesamte Online Präsentation (samt Navigation!) erfolgt in diesem YouTube Video… viel Vergnügen!

www.booneoakley.com

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… sagt Heinricht Preis. Heinrich ist Bauer, Gastwirt und Zimmer-Vermieter. Der kleine Betrieb setzt seit einiger Zeit erfolgreich auf die neuen Möglichkeiten des Internet.

Twitter Bauer Heinrich Preis

Twitter, Facebook und Blogs sind für Heinrich längst keine Fremdworte mehr. Mit Macbook und iPhone bewaffnet suchte er nach neuen Wegen mit seinen Gästen zu kommunizieren und auf kostengünstige Weise interessante Inhalte zu generieren.

“Ich mach ein Foto von meinen Schweinen und stells ins Internet. – Und immer hab ich News auf meiner Homepage. Das macht mich beim Gast interessanter.”

Schon als mir meine Freunde Achim und Monika Meurer das erste mal von Heinrich erzählt haben war ich begeistert. Jetzt hat Reinhard Lanner hat den twitternden Bauern Heinrich Preis interviewt. – Und natürlich stellt der Touristiker die Frage:

“Was bringt dir das alles?”

Antworten gibts in diesem 5 Minuten Video. Solltet Ihr Euch ansehen. So schön (und einfach!) kann Authentizität sein und so motivierend die Überzeugung etwas >ANDERS< zu machen als andere, die Zügel selber in der Hand zu haben, und unabhängig(er) von Agenturen zu sein.

www.allesbauer.at
http://twitter.com/familienurlaub

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