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Bewertungen im Internet: Erfahrungen aus der Praxis

4. Februar 2010 | 1 Kommentar | Mitreden!

Ich weiß längst nicht wie oft es hier im Blog in den letzten 4 Jahren schon um Hotelbewertungen auf Holidaycheck & Co. ging. Reinhard Lanner hat Hanspeter Schraffl, Hotelier, Unternehmer und kreativer Kopf zu seinen Erfahrungen befragt.

Das Berghotel Zirm wurde bereits mehrmals mit einem Holidaycheck Award ausgezeichnet. Was das bringen kann und was “pro-aktive” Nutzung von Bewertungsplattformen in der Praxis heißt, erzählt Hanspeter in diesem 3minütigen Video.


www.berghotel-zirm.com

Ein anderes Beispiel wie man (bewertungsfaule) Gäste noch motivieren kann am Mundpropaganda-Prozess teilzunehmen habe ich in einem anderen Beitrag schon einmal aufgezeigt.

Ähnliches versucht auch die kleine Zillertaler Urlaub am Bauernhof Pension “Sonderbichlhof” (siehe Bild oben). Hier können Gäste die Bewertungen abgeben einen Skiurlaub im Zillertal gewinnen. Die Chefin Waltraud Pfister zu ihren bisherigen Erfahrungen:

“Viele unserer Gäste sind an Gästebücher gewohnt. Oder sie schreiben uns E-Mails, wie gut Ihnen der Urlaub gefallen hat, und dass sie fürs nächste Jahr wieder buchen möchten. Es ist oft mühsam, sie für Bewertungen auf Holidaycheck zu motivieren. Aber wir machen auf jeden Fall weiter!”

Bravo!

PS: Reinhard, danke für das Video!

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Das perfekte Alibi für Biertrinker (und andere)

31. Januar 2010 | Noch keine Kommentare | Mitreden!

Was tun wenn du mitten in einer Bar stehst und deine Freundin ruft an, denkt du bist im Büro oder auf dem Heimweg?! Dumm gelaufen und der uneingeschränkte Biergenuss könnte ein jehes Ende finden.

Der argentinische Bierhersteller Andes Beer löst dieses Problem jetzt so: Läutet das Handy, “flüchtet” der Angerufene in den 100% schalldichten Teletransporter. Auf einem Touchscreen wählt er ein Hintergrundgeräusch (z.B. einen Krankenhauswarteraum, ein schreiendes Baby, eine Toilletten Spülung u.v.a.), und schon ist die Tarnung perfekt.

Den Teletransporter gibt es nicht nur im Fernseh-Werbespot. Im Rahmen der Kampagne hat Andes in großen Bars in Mendoza (Argentinien) den Teletransporter installieren lassen.

Wer bislang nicht wusste was eine integrierte Kampagne ist: Hier seht Ihr ein gut umgesetztes Beispiel.

Nict nur für Männer, auch für Frauen: Angesichts der kurz bevorstehenden Faschings-/Karnevals Hoch-Zeit kann ich mir vorstellen, dass sich nicht nur Männer den Teletransporter auch zu uns wünschen würden :-)

Danke, Christoph, für den Linktipp via Facebook!

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Sei unser Gast dann stirbst du garantiert! The Heart Attack Grill.

28. Januar 2010 | 8 Kommentare | Mitreden!

Gleich seht Ihr eine der abscheulichsten Speisekarten der Welt. Die Namen der Burger klingen nach schweren Operationen. Das hier ist kein “Shockvertising” einer Ärztevereinigung, sondern eine mittlerweile prächtig funktionierende Geschäftsidee.

Für diese Burger lohnt es sich zu sterben: “Taste Worth Dying For”, ist der Slogan des Fast Food Lokals The Heart Attack Grill.

“Wir servieren den Menschen nichts anderes als das was Sie ohnehin täglich essen,” sagt der Erfinder des Konzepts Dr. Jon. “Wir aber klären die Menschen darüber auf, was sie essen und was mit ihnen passiert, wenn sie so weitermachen.” The Heart Attack Grill ist somit das ehrlichste Restaurant dieses Planeten :-)

Je fettleibiger die Gäste, umso herzlicher werden sie empfangen. Gäste ab 160kg werden sogar kostenlos gefüttert.

Im Restaurant selbst kümmern sich der selbsternannte (“Die Ärztekammer hat mich nie als einen der ihren akzeptiert.”) Doc und unverschämt aufreizend gekleidete “Krankenschwestern” um die Gäste. Vor, während und nach dem Essen untersuchen (abwiegen inklusive) sie die Vielfraße.

Das “Friss dich tot” Konzept funktioniert blendend. Alles läuft mit einer gesunden Brise Humor und The Heart Attack Grill ist längst zum Kultlokal und zur Familien-Ausflugsstätte geworden.


Quelle: Flickr CC. Thanks for sharing.

Maßlosigkeit als Geschäftsmodell

Anders. Dekadent. Unerhört. Hier könnt Ihr alle (Ernährungs-)Regeln brechen. Euch Wellness und Hunger Trends widersetzen. Gib dich deiner puren Lust hin – der Todsünde Maßlosigkeit, gepaart mit einer Portion Sex!

In Marketing-Worten: Positionierung. Differenzierung. Erlebnis. Hohes Mundpropaganda-Potenzial. – Alles perfekt umgesetzt!

Lieb mich oder hass mich.

Entweder ich mag The Heart Attack Grill, oder ich finde es verabscheuend. Es gibt keine Mitte. Um wen wird sich ein Marketer wohl stärker bemühen? Um jene 50% die mich mögen, oder jene 50% die mich hassen?

Fotos & Info: www.heartattackgrill.com

Gefunden bei: Science of the Time

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So kommst du bei Call Centern am schnellsten ans Ziel

27. Januar 2010 | 5 Kommentare | Mitreden!

Wer von uns hat nicht schon schlechte Erfahrungen mit endlosen Telefonwarteschleifen oder ewig dauernden Tonbandansagen wie “Für technische Auskünfte, drücken Sie…” gemacht. Wer sich schon mal in den USA zu einem Customer Service einer Fluggesellschaft durchgekämpft hat weiß, dass es dort noch eine viel größere Qual sein kann, ans Ziel zu gelangen.

Dank dem jungen Unternehmen Fonolo.com gehören langwierige Tonbandleitfäden der Vergangenheit an. Über Internet (oder per Smart Phone App) sucht man ein Unternehme und wählt sich direkt zum richtigen Ansprechpartner durch. “Deep Dialing” nennt Fonolo das.

Die Vorauswahl wird am Handy (oder am Computer) getroffen. Eine grafisch unterstütztes Menü führt den Anrufer übersichtlich und sicher zum richtigen Ansprechpartner mit menschlicher Stimme. Sobald dieser eine freie Leitung hat, klingelt das Handy und dem Gespräch steht nichts mehr im Wege.

Dem nicht genug. Alle Gespräche können als mp3 Files zum späteren Nachschlagen aufgezeichnet werden.

Für Unternehmen bietet fonolo eine Widget Lösung an. Der Dienst kann unkompliziert in die eigene Homepage integriert werden. Die Software von Fonolo spürt Durchwahlen übrigens eigenständig auf, und hat das bislang für hunderte nordamerikanische Unternehmen, von American Airlines bis Visa, getan.

Schade, dass Fonolo bislang nur in den USA und in Canada funktioniert. Copycats bitte vortreten!

So problemlösend freundlich ich diese Anwendung auch finde: Irgendwie traurig dass es externe Applikationen benötigt, um Kunden das Leben leichter zu machen.

Fotos & Info: www.fonolo.com
via @HGreenwood, danke Heinz!

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Was wir aus (Marketing-)Fehlern der Politik lernen können

25. Januar 2010 | 2 Kommentare | Mitreden!

In Österreich werden im März im Rahmen der Gemeinderatswahlen 2010 Bürgervertreter gewählt. Ich hatte Gelegenheit, ein wenig hinter die Parteikulissen zu blicken, wobei mir u.a. ein großer Marketing- bzw. Verständnisfehler aufgefallen ist.

In den Präsentation die die Kandidatinnen auszufüllen hatten, wurde im Hauptteil folgende Frage gestellt:

“Weshalb kandidieren Sie? (Beweggründe, Motivation, politische Ziele)”

Was ist falsch an dieser Frage? Eigentlich nichts, denn sie spiegelt einen Grund für die Politikverdrossenheit vieler Menschen wieder. Sie impliziert das, worauf wir uns (nicht nur in der Politik) oft und gerne gerne fokussieren: Auf die eigene Person.

Ja, in jedem Unternehmen muss es letztendlich auch um den eigenen Erfolg gehen, dennoch sollten wir inzwischen längst verstanden haben, dass Erfolg an das Verstehen der Probleme seiner Kunden gekoppelt ist. Wenn ich selbst Kunde bin gibt es für mich kaum Besseres als ein Unternehmen oder ein Produkt, das eben diese Probleme löst.

Liebe PolitikerInnen der Stadt Schwaz, vielleicht überdenkt Ihr Euer Verständnis von Politik noch einmal, denn nicht um Euch geht es bei den anstehenden Wahlen, sondern um Eure Bürger. Wie wäre es, obige Fragestellung in

“Welche Probleme kann ich im Fall einer Wahl für meine WählerInnen lösen?”

umzuformulieren?! Die Antworten und vor allem das Verständnis Eurer Wähler (=Kunden) wird plötzlich ein ganz anders sein.

Original picture by Tom Maglieri via Flickr CC. Thanks a lot for sharing, Tom!

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Brand Hijacking: Twitter reagiert auf unfaire Geschäftspraktiken

22. Januar 2010 | 2 Kommentare | Mitreden!

Was tun wenn Sie unbedingt auf den immer schneller fahrenden Twitter-Zug aufspringen wollen, und “Ihr” Twitter Name bereits besetzt ist?

Handelt es sich um eine registrierte Marke ist es ziemlich einfach, denn Twitter hat betreffend “trademark violations” ganz klare Spielregeln.

Marke: Twitter behält sich vor, Benutzernamen im Namen von Unternehmen und Privatpersonen, die den Rechtsanspruch oder das Markenrecht auf diesen Benutzernamen halten, zurückzuverlangen. Konten, die Firmennamen und/oder Logos zum Zweck der Täuschung anderer Benutzer verwenden, werden permanent gelöscht. (Quelle: Twitter Regeln, Twitter)

Wer also mit verletzten Markenrechten kämpft, füllt dieses Formular aus, sendet es an Twitter, und Twitter erledigt den Rest. Glauben Sie nicht? – Ist aber so! Hier ein Beispiel dafür, dass Twitter sogar bei nicht-registrierten Marken mithilft, “Recht und Ordnung” in die ohnehin schon chaotische Zwitscherwelt zu bringen:

Das Account für das Tiroler Ötztal wurde schon vor langer Zeit von “Twitter Piraten” besetzt.

In der Zeile für den aktuellen Status prangt in großen Lettern:

Account zu haben! – Interesse bitte via Direct Message!!!

Nicht das einzige Beispiel dieser Art …

… das aber nicht wirklich in die Kategorie “trademark violations” fällt. Glücklicherweise (aus Sicht der Marketing GmbH Ötztal.at) haben die Piraten aber im konkreten Fall gegen 3 der nachstehenden Twitter Regeln (“Impersonation Policy” – siehe hier) verstoßen, und das sieht Twitter überhaupt nicht gerne.

Nachahmung von Namen: Es ist verboten sich als jemand anders auf Twitter auszugeben. Konten, die länger als 6 Monate inaktiv sind, können ohne vorherigen Ankündigung gelöscht werden. Die Faktoren, die wir bei der Festlegung einer Namensnachahmung berücksichtgigen, sind:

  • Wie viele Konten erstellt worden sind
  • Ob Konten erstellt worden, lediglich um die Verwendung eines Benutzernamens durch andere Benutzer zu verhindern.
  • Ob Konten zum Verkaufen erstellt wurden,.
  • Ob Feeds von Inhalten dritter Parteien benutzt werden, um Konten unter dem Namen dieser Dritten zu aktualisieren.

€800 hätten die Ötztal Marketer für den Erwerb von twitter.com/oetztal zahlen sollen. Mitverkauft worden sind auch gleich diverse Social Media Beratungsleistungen. (Noch einmal: Das ist nicht der einzige mir bekannte Fall, und mehr als nur eine Agentur praktiziert diese Methode!)

Ein wahnwitziger Preis für ein inaktives Konto das einzig und allein zu Verkaufszwecken angelegt worden war. So dachte auch Twitter und überschrieb das Konto nach rascher Prüfung (ca. 48h) der offiziellen Meldung (Formular siehe hier) an die Ötztaler Marketing Agentur.

Was diese jetzt aus dem erworbenen Konto macht, ist eine andere Geschichte… Leid tut es mir für jene Tourimsus-Marketing Organisationen, die für die angebotenen Konten bereits bezahlt haben (dürften?!?). Ein Beispiel:


(Nachtrag 22. Jänner 2010, lt. Auskunft von jemandem der es wissen muss: Das hier bebilderte Konto wurde nicht kostenpflichtig überschrieben.)

Für einige Tourismusverbände wurde die Angelegenheit noch in anderer Hinsicht peinlich, denn so mancher wunderte sich, warum die Marketer ihre Twitter Konten loswerden wollten. So wurde z.B. auch das Montafon zum verspotteten Spielball auf Twitter.

Anmerkung zu den Hintergründen dieses Beitrags

Anlass, warum ich mich mit der Thematik etwas näher auseinandergesetzt habe, waren einige Anrufe von Freunden, Kunden und Partnern die mich um Rat gefragt hatten. Ich habe kein Interesse daran, hier namentlich irgendwelche Personen/Agenturen/Organisationen zu nennen die hinter diesen Geschäftspraktikten stehen, auch nicht auf persönliche Anfrage!

Dieser Beitrag soll lediglich jenen als kleine Hilfestellung dienen, die selbst vor ähnlichen Problemen stehen. Nicht mehr, und nicht weniger…

Zynisch könnte man sagen, dass das “Geschäftsmodell” der Social Media Piraten sogar “kreativ” ist: Geld verdienen indem man schneller ist als andere, und über den Einstieg “Ich verkaufe dir ein Zwitscher-Konto” seine eigentliche Dienstleistung mitverkauft.

Obwohl auch ich seit mehr 5 Jahren versuche Menschen für Social Media zu sensibilisieren, hat es doch eben diese 5 Jahre gedauert, bis sich Unternehmen endlich aktiv mit der Weiterentwicklung des Internet auseinandersetzen. Reagieren ist immer mühsamer als Agieren. Wer zu spät kommt wird bestraft – und zahlt seinen Preis dafür.

Meine persönliche Meinung zu obigen Beispielen

800 Euro für einen nur wenige Minuten dauernden Registrierungsprozess zu verlangen entspricht nicht wirklich fairen Geschäftspraktiken. Marktwirtschaft hin oder her. Anders denken würde ich, wenn die Konten aus persönlicher Motivation zur Weiterentwicklung der Region angelegt, oder zumindest nach Registrierung aktiv weiter betreut worden, und mit einem (hier nicht erkennbaren) Mehrwert an Marketer weiterverkauft worden wären

Dass hinter dem Beispiel “Tourismus-Berater” stecken von denen ich mir eine seriösere Geschäfts- und Akquisemethode erwartet hätte, macht den Fall m.E. umso bedauerlicher…

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Mode zum Trinken: Tea-Shirts

19. Januar 2010 | Noch keine Kommentare | Mitreden!

Tee (selbst in Beuteln) muss nicht immer gleich verpackt sein. Wunderschön anzusehende Antwort auf die Frage:

“Wie kann ich mein Produkt einmal ganz anders verpacken?”

Quelle: Fubiz

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