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Würden Sie einen iPod kaufen der ein vielfaches des derzeitigen Modells kostet und aussieht wie ein Bodybilder nach einer Überdosis Anabolika, Ihnen dafür aber jeden Tag die Zeitung vorliest?

Die (Internet-)Welt diskutiert seit der Präsentation des neuen Apple iPad hitzig über Sinn und Unsinn des neuen Technik-Spielzeuges von Apple. Wie immer hat es Apple Boss Steve Jobs geschafft, im Vorfeld, während und nach seinen mittlerweile berühmten Auftritten für Mundpropaganda zu sorgen.

Die Prognosen so mancher Hobbyexperten lassen mich ein wenig schmunzeln. Zum Glück, denn mir fiel eine fast schon vergessene Geschichte ein.

Warum gab es zur Hochblüte des Telefax keine amerikanischen Hersteller von Fax-Geräten?

XEROX und andere hatten die Geräte längst entwickelt und hätten sie auf den Markt bringen können. Tatsächlich aber wurde Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts kaum ein in den USA verkauftes Fax Gerät auch dort hergestellt.

Schuld daran war einzig und allein der blinde Glaube an die Unfehlbarkeit von Marktforschern.

Ungeachtet der Tatsache, dass es wenig Sinn macht für Dinge die sich Menschen (z.B. weil sie neu sind) keine (klassische!) Marktforschung betreiben kann/sollte, stellten die Forscher folgende Frage:

“Würden Sie für über 1.500 Dollar ein Telefonzubehör kaufen, mit dem Sie Briefe, welche die Post für 25 Cent zustellt, verschicken können, und pro Seite 1 Dollar bezahlen?”

Wie hätten wir geantwortet? Und: Wie war nochmal die einleitende Frage zu diesem Beitrag?! Reden wir in einigen Jahren weiter…

Twittern via Fax-Gerät

Zum Schluss möchte ich Euch dieses Video nicht vorenthalten. Vor allem für alle Twitter Freaks ein Leckerbissen ;-).

PS: Danke, Hannes, für das wundervolle Zitat von letzter Woche!

Foto: Bahrain World Trade Center: Das erste Gebäude der Welt mit integrierten Windrädern zur Energieerzeugung (mehr lesen», Video folgt am Wochenende…).
FotoQuelle: Flickr CC, thanks for sharing, Saleh!

Backup: Steve Jobs präsentiert den Apple iPad

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Was Qype ist wissen LeserInnen von ANDERS|denken längst (alle Beiträge zu Qype»).

Ganz ganz selten entdeckt man in Geschäften, Bars, Restaurants auch mal den Hinweis oder die Bitte um die Abgabe einer Empfehlung auf der populären Bewertungsplattform. Wusstet Ihr dass Euch Qype auch kostenlose Aufkleber schickt?! – Wenn nicht, solltet Ihr davon jetzt Gebrauch machen! Aus einem Mail von Qype:

Wozu? – Ein Aufkleber erinnert Ihre Kunden daran, Ihr Geschäft auf Qype zu bewerten.

Wieso ist das wichtig? – Je mehr Bewertungen, desto besser erscheinen Sie in Suchmaschinen und Ihre Chance gefunden zu werden, erhöht sich. Potentielle Kunden werden so Ihr Geschäft besser und schneller im Internet finden. Verschaffen Sie Ihrem Geschäft einen dauerhaften Vorteil und stechen Sie Ihre Konkurrenz aus, denn Mundpropaganda im Internet bleibt bestehen und ist kostenlos!

Danke, Ben für dein Mail! Vielleicht kann ich mich hiermit revanchieren: Das ist die Ergänzung zu deiner Liste im Beitrag Tipps vom Hotelier. Ich habe deine Formatierung fortgesetzt, sodass du sie einfach in deine Aufzählung integrieren kannst.

Bloggende Hotels (nur eine kleine Auswahl)

Österreich

Italien (Südtirol)

Deutschland

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Ich weiß längst nicht wie oft es hier im Blog in den letzten 4 Jahren schon um Hotelbewertungen auf Holidaycheck & Co. ging. Reinhard Lanner hat Hanspeter Schraffl, Hotelier, Unternehmer und kreativer Kopf zu seinen Erfahrungen befragt.

Das Berghotel Zirm wurde bereits mehrmals mit einem Holidaycheck Award ausgezeichnet. Was das bringen kann und was “pro-aktive” Nutzung von Bewertungsplattformen in der Praxis heißt, erzählt Hanspeter in diesem 3minütigen Video.


www.berghotel-zirm.com

Ein anderes Beispiel wie man (bewertungsfaule) Gäste noch motivieren kann am Mundpropaganda-Prozess teilzunehmen habe ich in einem anderen Beitrag schon einmal aufgezeigt.

Ähnliches versucht auch die kleine Zillertaler Urlaub am Bauernhof Pension “Sonderbichlhof” (siehe Bild oben). Hier können Gäste die Bewertungen abgeben einen Skiurlaub im Zillertal gewinnen. Die Chefin Waltraud Pfister zu ihren bisherigen Erfahrungen:

“Viele unserer Gäste sind an Gästebücher gewohnt. Oder sie schreiben uns E-Mails, wie gut Ihnen der Urlaub gefallen hat, und dass sie fürs nächste Jahr wieder buchen möchten. Es ist oft mühsam, sie für Bewertungen auf Holidaycheck zu motivieren. Aber wir machen auf jeden Fall weiter!”

Bravo!

PS: Reinhard, danke für das Video!

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Was tun wenn du mitten in einer Bar stehst und deine Freundin ruft an, denkt du bist im Büro oder auf dem Heimweg?! Dumm gelaufen und der uneingeschränkte Biergenuss könnte ein jehes Ende finden.

Der argentinische Bierhersteller Andes Beer löst dieses Problem jetzt so: Läutet das Handy, “flüchtet” der Angerufene in den 100% schalldichten Teletransporter. Auf einem Touchscreen wählt er ein Hintergrundgeräusch (z.B. einen Krankenhauswarteraum, ein schreiendes Baby, eine Toilletten Spülung u.v.a.), und schon ist die Tarnung perfekt.

Den Teletransporter gibt es nicht nur im Fernseh-Werbespot. Im Rahmen der Kampagne hat Andes in großen Bars in Mendoza (Argentinien) den Teletransporter installieren lassen.

Wer bislang nicht wusste was eine integrierte Kampagne ist: Hier seht Ihr ein gut umgesetztes Beispiel.

Nict nur für Männer, auch für Frauen: Angesichts der kurz bevorstehenden Faschings-/Karnevals Hoch-Zeit kann ich mir vorstellen, dass sich nicht nur Männer den Teletransporter auch zu uns wünschen würden :-)

Danke, Christoph, für den Linktipp via Facebook!

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Gleich seht Ihr eine der abscheulichsten Speisekarten der Welt. Die Namen der Burger klingen nach schweren Operationen. Das hier ist kein “Shockvertising” einer Ärztevereinigung, sondern eine mittlerweile prächtig funktionierende Geschäftsidee.

Für diese Burger lohnt es sich zu sterben: “Taste Worth Dying For”, ist der Slogan des Fast Food Lokals The Heart Attack Grill.

“Wir servieren den Menschen nichts anderes als das was Sie ohnehin täglich essen,” sagt der Erfinder des Konzepts Dr. Jon. “Wir aber klären die Menschen darüber auf, was sie essen und was mit ihnen passiert, wenn sie so weitermachen.” The Heart Attack Grill ist somit das ehrlichste Restaurant dieses Planeten :-)

Je fettleibiger die Gäste, umso herzlicher werden sie empfangen. Gäste ab 160kg werden sogar kostenlos gefüttert.

Im Restaurant selbst kümmern sich der selbsternannte (“Die Ärztekammer hat mich nie als einen der ihren akzeptiert.”) Doc und unverschämt aufreizend gekleidete “Krankenschwestern” um die Gäste. Vor, während und nach dem Essen untersuchen (abwiegen inklusive) sie die Vielfraße.

Das “Friss dich tot” Konzept funktioniert blendend. Alles läuft mit einer gesunden Brise Humor und The Heart Attack Grill ist längst zum Kultlokal und zur Familien-Ausflugsstätte geworden.


Quelle: Flickr CC. Thanks for sharing.

Maßlosigkeit als Geschäftsmodell

Anders. Dekadent. Unerhört. Hier könnt Ihr alle (Ernährungs-)Regeln brechen. Euch Wellness und Hunger Trends widersetzen. Gib dich deiner puren Lust hin – der Todsünde Maßlosigkeit, gepaart mit einer Portion Sex!

In Marketing-Worten: Positionierung. Differenzierung. Erlebnis. Hohes Mundpropaganda-Potenzial. – Alles perfekt umgesetzt!

Lieb mich oder hass mich.

Entweder ich mag The Heart Attack Grill, oder ich finde es verabscheuend. Es gibt keine Mitte. Um wen wird sich ein Marketer wohl stärker bemühen? Um jene 50% die mich mögen, oder jene 50% die mich hassen?

Fotos & Info: www.heartattackgrill.com

Gefunden bei: Science of the Time

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Wer von uns hat nicht schon schlechte Erfahrungen mit endlosen Telefonwarteschleifen oder ewig dauernden Tonbandansagen wie “Für technische Auskünfte, drücken Sie…” gemacht. Wer sich schon mal in den USA zu einem Customer Service einer Fluggesellschaft durchgekämpft hat weiß, dass es dort noch eine viel größere Qual sein kann, ans Ziel zu gelangen.

Dank dem jungen Unternehmen Fonolo.com gehören langwierige Tonbandleitfäden der Vergangenheit an. Über Internet (oder per Smart Phone App) sucht man ein Unternehme und wählt sich direkt zum richtigen Ansprechpartner durch. “Deep Dialing” nennt Fonolo das.

Die Vorauswahl wird am Handy (oder am Computer) getroffen. Eine grafisch unterstütztes Menü führt den Anrufer übersichtlich und sicher zum richtigen Ansprechpartner mit menschlicher Stimme. Sobald dieser eine freie Leitung hat, klingelt das Handy und dem Gespräch steht nichts mehr im Wege.

Dem nicht genug. Alle Gespräche können als mp3 Files zum späteren Nachschlagen aufgezeichnet werden.

Für Unternehmen bietet fonolo eine Widget Lösung an. Der Dienst kann unkompliziert in die eigene Homepage integriert werden. Die Software von Fonolo spürt Durchwahlen übrigens eigenständig auf, und hat das bislang für hunderte nordamerikanische Unternehmen, von American Airlines bis Visa, getan.

Schade, dass Fonolo bislang nur in den USA und in Canada funktioniert. Copycats bitte vortreten!

So problemlösend freundlich ich diese Anwendung auch finde: Irgendwie traurig dass es externe Applikationen benötigt, um Kunden das Leben leichter zu machen.

Fotos & Info: www.fonolo.com
via @HGreenwood, danke Heinz!

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In Österreich werden im März im Rahmen der Gemeinderatswahlen 2010 Bürgervertreter gewählt. Ich hatte Gelegenheit, ein wenig hinter die Parteikulissen zu blicken, wobei mir u.a. ein großer Marketing- bzw. Verständnisfehler aufgefallen ist.

In den Präsentation die die Kandidatinnen auszufüllen hatten, wurde im Hauptteil folgende Frage gestellt:

“Weshalb kandidieren Sie? (Beweggründe, Motivation, politische Ziele)”

Was ist falsch an dieser Frage? Eigentlich nichts, denn sie spiegelt einen Grund für die Politikverdrossenheit vieler Menschen wieder. Sie impliziert das, worauf wir uns (nicht nur in der Politik) oft und gerne gerne fokussieren: Auf die eigene Person.

Ja, in jedem Unternehmen muss es letztendlich auch um den eigenen Erfolg gehen, dennoch sollten wir inzwischen längst verstanden haben, dass Erfolg an das Verstehen der Probleme seiner Kunden gekoppelt ist. Wenn ich selbst Kunde bin gibt es für mich kaum Besseres als ein Unternehmen oder ein Produkt, das eben diese Probleme löst.

Liebe PolitikerInnen der Stadt Schwaz, vielleicht überdenkt Ihr Euer Verständnis von Politik noch einmal, denn nicht um Euch geht es bei den anstehenden Wahlen, sondern um Eure Bürger. Wie wäre es, obige Fragestellung in

“Welche Probleme kann ich im Fall einer Wahl für meine WählerInnen lösen?”

umzuformulieren?! Die Antworten und vor allem das Verständnis Eurer Wähler (=Kunden) wird plötzlich ein ganz anders sein.

Original picture by Tom Maglieri via Flickr CC. Thanks a lot for sharing, Tom!

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