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Sie stehen in jeder Diskussion mit Touristikern (egal ob Praktikern oder Theoretikern) fast immer ganz oben auf der (Un-)Beliebtheitsskala. In manchen (touristischen) Konferenzen und Gesprächen über Chancen und Risiken des Internet hat man oft gar das Gefühl, das speziell das Web 2.0 bestehe aus gar nichts anderem:

Bewertungsplattformen wie Holidaycheck, Tripadvisor, Travelistic und ständig wieder neuen.

Ok, es ist eine Tatsache, dass sich rund 80% aller Internetnutzer das Netz zur Information und Vorkaufsentscheidung nutzen – aber doch nicht immer nur Bewertungsplattformen. Was mich bei den Ansätzen stört, ist die Reduktion der Inhalte auf passives Verhalten, auf Durchstöbern des Netzes nach schlechten Bewertungen und das Jammern über die “neue Macht der Gäste”, fallweise auch als Demokratisierung der Wirtschaft bezeichnet.

Dieser 14minütige Fernsehbericht von RTL (danke, Ed, für den Hinweis) gibt Tipps, wie man gegen schlechte Bewertungen im Internet vorgehen kann – mit Klagen, Fälschungen und indem man “Marketing”-Agenturen engagiert, die das ganze eindrucksvoll wieder gerade biegen werden.

Wär doch einfacher, Kritik – wenn sie schon mal da ist – als Chance für Verbesserung oder positives Beeindrucken (statt Einschüchtern) verärgerter Gäste zu sehen, oder lieg ich da ganz falsch?

Das das Internet hierfür das größte Geschenk für die Gastro- und Hotelszene seit Erfindung der “Benutzte-handtücher-auf-den-Boden-schmeißen-Aufkleber” ist, werden wohl manche nur schwer begreifen!
(Stefan Niemeyer, Marketingleiter vom Romantikhotel Schloss Rheinfels in einem Kommentar zu diesem Beitrag)

Ich kenne viele Hoteliers, die geben alles für ihre Gäste. Umso enttäuschender dann manchmal die Momente, wenn man in Gesprächen oder Workshops mal kurz das Orakel befragt. An ein Zitat eines Hoteliers erinnere ich mich besonders gern, als wir über das Sperren der Kommentarfunktion in seinem Blog gesprochen haben:

Wozu soll ich das moderieren? Wenn er es bei mir nicht schreibt, dann schreibt er es eben woanders hin. Da hol ich die Diskussion doch lieber auf meine eigene Seite, erspar mir die Recherchen und kann schneller reagieren. Und seien wir doch mal realistisch: Der erste Weg eines Gastes ist doch i.d.R. auf die Homepage, und nicht auf die Plattform.

Nur eine Lösung – Vorschläge für andere? Besonders gerne lese ich praktische Beispiele von Unternehmen die verstanden haben, dass man das Internet auch authentisch und proaktiv statt immer nur reaktiv nutzen kann?

Von mir gibts diesmal keine weiteren (Markus, springst du ein?), ich muss die Schneeschuhe für WeissSee einpacken, um danach die Rudolfshütte bewerten zu können :-). Wer aber Zeit und Lust hat, findet genügend Beiträge zu diesem Thema in meinem und in vielen anderen Blogs. Viel Vergnügen beim Stöbern.

Fotoquelle: Muss ja nicht immer gleich herumposaunen, es gibt Schlimmeres.

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4 Kommentare zu “Bewertungsplattformen: Sterben und sterben lassen.”

  1. Hey Hannes. Vielleicht können wir auch eine Skitour machen :) Ich poste morgen auf jeden Fall das erste Bild von oben! LG Hannes (aktuell in Mondsee)

  2. Schade dass der Jagdhöfler sichtlich doch noch nicht wirklich bloggt – ach ja: nachts wenn alles schläft …

    Du hast wie natürlcih recht mit deiner Meinung, allerdings wenn man sich die österr. Tourismus-Blogger einmal ansieht ist nicht einmal von reaktiv die Rede. Ich bin noch immer erschrocken wie wenig das Thema Hoteliers & Co interessiert. Einzig “Bewertungs-Plattformen” stehen da im Mittelpunkt, anstatt selbst Fotos auf Flickr, Videos auf Youtube zu stellen oder gar ein Bookmark auf del.icio.us oder Mr. Wong anzulegen. Das ist social web & Zukunft nicht tripadvisor & co …

    Bis bald
    Martin

  3. Wird schon Martin … die Antwort bezieht sich auf beide deiner Absätze :-)

  4. Karin Thaler sagt:

    Ehrlich währt am längsten! Und Qualität geht nun mal vor! Genau darauf bauen die Dolce Vita Hotels. Schließlich lassen sie’s sich auch was kosten, was Mitarbeiterschulungen, qualitative Erweiterungen und innovative Ideen betrifft.
    Gerade der Gäste-Fragebogen, den übrigens jeder Dolce Vita Gast persönlich ausgehändigt bekommt und auch anonym in einem Briefkasten einwerfen kann, ist für die 5 Wellnesshotels von größter Bedeutung! Ebenso werden die Hotels regelmäßig anonym von professionellen Hoteltestern geprüft. Das will schon einiges heißen!
    Was auf RTL zu den Hotelbewertungen gezeigt wurde, ist schon jenseits von gut und böse. Bedrohungen und sonstige Schauergeschichten, die sich Gäste gefallen lassen mussten, da hört der Spaß auf. Als Hotelier sollte man sich doch abends in den Spiegel sehen können!
    Die Dolce Vita Hotels jedenfalls setzen alles daran, ihre Gäste in den kostbarsten Tagen im Jahr glücklich zu machen!
    Auch ich hab mir Hotelbewertungen angesehen – dennoch heißt mein Motto: BILD dir eine Meinung.
    Ausschließlich aufgrund von Hotelbewertungen zu buchen, käme für mich nicht in Frage. Da hole ich mir schon lieber detaillierte Informationen auf anderem Wege… Als Mitarbeiterin der Dolce Vita Hotels setzt man da schon hohe Maßstäbe …
    Vielfach zählt auch der persönliche Geschmack – aber Sauberkeit und gepflegte Anlagen sind das Um und Auf – da gibts keine Kompromisse. Das gehört zu den elementärsten Dingen im Leben; für “schwarze Schafe” wohl anscheinend nicht …

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